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Bart im Job?

Wann er geht und wann nicht

Foto: erik mclean hot / unsplash
Foto: erik mclean hot / unsplash

Bärte sind wieder im Trend. Waren sie lange Zeit verpönt und wurde allenfalls ein Dreitagebart als attraktiv angesehen, haben Männer jetzt wieder den Bart für sich entdeckt. Er ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und kann wie das Kopfhaar ganz individuell gestylt werden. Doch ist ein Bart im Job überhaupt erlaubt? Und was muss man beachten, wenn man bei der Arbeit einen Bart tragen möchte? Kann man sich in jedem Job einfach einen Bart wachsen lassen oder gibt es Branchen, in denen so etwas nicht gern gesehen ist? Eine pauschale Antwort ist hier nicht möglich, denn während manch ein Arbeitgeber ganz gelassen auf einen Bewerber mit Bart reagiert, haben andere Chefs ganz genaue Vorstellungen davon, wie ein neuer Mitarbeiter auszusehen hat. Wir wollen uns einmal näher mit der Frage beschäftigen, wann ein Bart im Job in Ordnung geht, und wann ihr lieber darauf verzichten solltet.

Bart im Job – männlich und kompetent

Der Bart liegt wieder im Trend und ist wieder salonfähig. Immer mehr Männer kehren der glattrasierten Gesichtshaut den Rücken und zeigen sich selbstbewusst mit Bart. Ob Fußballspieler, Schauspieler, Konzernchef oder Fernsehkoch – Bärte werden mit Stolz getragen. Das hat auch einen guten Grund, denn ein Bart symbolisiert Macht und Männlichkeit. Wer ein eher jungenhaftes Gesicht hat, lässt sich einen Bart wachsen und wirkt damit gleich viel reifer und markanter. Trägt ein Mann einen Bart im Job kann ihn das zudem souveräner, überlegener und professioneller wirken lassen. Wer sich für einen Bart entscheidet, ändert nicht nur sein Äußeres, sondern nimmt auch Einfluss auf das eigene Image.

Bart im Job – die richtige Pflege ist ein Muss

Wenn ihr im Job nicht auf euren Bart verzichten möchtet, müsst ihr auf jeden Fall darauf achten, dass dieser gepflegt ist. Ein ungepflegter Bart ist ein absolutes No-Go. Ihr könnt euch einen Bart wachsen lassen und euch für unterschiedliche Stilrichtungen entscheiden. Aber egal, welchen Stil ihr wählt, die richtige Pflege ist entscheidend. Euer Bart soll nicht so aussehen, als hättet ihr die letzten drei Wochen mit dem Fischen und Jagen in den Wäldern Kanadas verbracht. Oberste Regel also, wenn ihr einen Bart im Job tragen wollt: Ihr müsst euren Bart pflegen. Für die Bartpflege braucht es wie für die Pflege eurer Frisur etwas Übung und die richtigen Utensilien. Folgende Utensilien können für die Bartpflege sehr nützlich sein:

  • Rasiermesser
  • Rasierer
  • Rasierschaum oder Rasiergel
  • Barttrimmer
  • Bartbürste oder Bartkamm
  • Bartseife oder Bartshampoo
  • Bartöl oder Bartwachs

Insbesondere im Job ist ein gepflegtes Auftreten das A und O. Je gepflegter euer Bart ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass dieser eurem Gegenüber negativ auffällt oder eurem Chef ein Dorn im Auge ist. Ein ungepflegter Bart kann dagegen abstoßend und unhygienisch wirken.

Bart im Job – mit der richtigen Pflege kein Problem Foto: allef vinicius / unsplash

Bart im Job – mit der richtigen Pflege kein Problem Foto: allef vinicius / unsplash

Kann ich überhaupt einen Bart tragen?

Bevor ihr euch mit diversen Pflegemitteln für euren zukünftigen Vollbart, Backenbart oder Schnauzer eindeckt und viel Geld in hochwertige Bartpflege investiert, solltet ihr erst einmal prüfen, ob ein Bart überhaupt zu euch passt. Nicht jeder Mann ist ein echter "Bart-Typ". Doch warum ist das so? Gegen einen Vollbart sprechen vor allem zwei Dinge:

  • Wenn ihr einen ungleichmäßigen Bartwuchs habt, kann ein Vollbart schnell ungepflegt aussehen. Es kommt zu Lücken im Bart und das Ergebnis ist eher unbefriedigend.
  • Mit Vollbart wirken füllige Männer noch fülliger. Wenn ihr schlanker erscheinen wollt, ist ein Vollbart daher eher nichts für euch. Bei einem eher fülligen Gesicht, solltet ihr euren Bart eher kurz halten. Umgekehrt können sehr schlanke Männer mit einem dichten, vollen Bart einen spannenden Kontrast schaffen. 

Allerdings müsst ihr nicht nur bei einem Vollbart genau abwägen, ob dieser zu euch passt. Auch jede andere Bartfrisur muss zu eurem Bartwuchs, eurem Gesicht und eurem persönlichen Style passen. Ihr könnt euch vorab mit den verschiedenen Barttypen befassen oder euch in einem Barbershop beraten lassen. Da Bärte voll im Trend liegen, gibt es auch immer mehr Barbershops und Startups, die sich mit Bärten und der passenden Pflege beschäftigen.

Kann ich im Job überhaupt einen Bart tragen? Foto: drew hays / unsplash

Kann ich im Job überhaupt einen Bart tragen? Foto: drew hays / unsplash

Darf der Chef einen Bart verbieten?

Euer Chef darf natürlich seine eigene Meinung zum Thema Bart haben. In vielen Branchen wie der Finanz- und Bankenbranchen ist es eher unüblich einen Bart zu tragen. Wenn ihr nur im Büro sitzt und kaum Kundenkontakt habt, hat euer Chef vermutlich nichts gegen das Tragen eines Barts, auch wenn er diesen Trend vielleicht nicht nachvollziehen kann. Habt ihr jedoch viel Kundenkontakt und ist in eurer Branche das Barttragen nicht besonders gern gesehen, wird er euch vielleicht bitten, den Bart abzurasieren. So einfach verbieten kann euer Chef euch das Tragen eines Barts nicht.

Damit würde er in eure Persönlichkeitsrechte eingreifen. Es kann jedoch sein, dass dem Tragen eines Barts bestimmte Hygienevorschriften und Sicherheitsbestimmungen entgegenstehen. In manchen Unternehmen ist zudem ein bestimmtes Erscheinungsbild erwünscht und es wird erwartet, dass ihr glattrasiert zur Arbeit erscheint. Lasst ihr euch dennoch einen Bart wachsen, kann dies zu Konflikten im Job führen. In vielen jungen, modernen Unternehmen ist der Bart im Job allerdings kein Problem. Hängt ihr mit ganzem Herzen an eurer Gesichtsbehaarung, tragt den Bart schon zur Bewerbung, dann seht ihr gleich, wie gut ihr damit ankommt.

Fazit

Ihr könnt einen Bart im Job tragen, wenn dieser gut gepflegt ist und ihr nicht in einer Branche tätig seid, in der von euch ein glattrasiertes Gesicht erwartet wird. Da Bärte ein fulminantes Comeback feiern und immer häufiger zu sehen sind, ist anzunehmen, dass diese mittlerweile in den meisten Jobs kein Problem darstellen. Ihr seid frohen Mutes und wollt euch Richtung Vollbart begeben? Dann nutzt die Urlaubszeit, um die eher unschöne Stoppelphase bequem auf dem Liegestuhl statt unter den wachsamen Augen eurer Kollegen zu verbringen. Am Ende des Urlaubs präsentiert ihr dann eure perfekt gepflegte Bartfrisur.

Weiterführende Links:

Welche Barttypen gibt es so?

Alles zur Bartpflege

Bart in der Finanzbranche

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