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Die krassesten Powerpoint-Fails

Welche Rhetorik-Regeln ihr beachten solltet

Foto: teemu paananen / unsplash
Foto: teemu paananen / unsplash

Jeden Tag werden weltweit mehrere Millionen Präsentationen mit und ohne Powerpoint erstellt. Und es ist kein Geheimnis: Nicht jede dieser Präsentationen löst ein wahres Feuerwerk an Inspiration bei den Zuhörern aus. Wahrscheinlich wart ihr auch schon einmal Zuhörer in einer langweiligen Präsentation und habt ein schnelles Ende herbeigesehnt. Vielleicht läuft euch sogar ein Schauer des Entsetzens über den Rücken, wenn angekündigt wird, dass es im nächsten Meeting eine Powerpoint-Präsentation geben soll. Noch schlimmer wird es, wenn ihr für diese Präsentation verantwortlich seid. Ihr spürt schon die gelangweilten Blicke auf euch und ein Zuhörer nach dem anderen zückt sein Smartphone, um die Zeit nicht komplett mit eurer Präsentation zu verschwenden. Es gibt typische Fehler bei einer Präsentation, die ihr unbedingt vermeiden solltet. Tipp vorneweg: Lasst bloß keine Langeweile aufkommen.

Powerpoint-Präsentationen – Rhetorik ist eine Kunst

Viele von uns wissen, dass Kommunikation zu den grundsätzlichen Fähigkeiten gehört, die man im Alltag und Berufsleben braucht. Wer sich auf Rhetorik versteht, kann andere Menschen überzeugen, begeistern, motivieren, fesseln und mitreißen. Ihr kennt sicher Menschen, die auch langweilige Inhalte so kommunizieren können, dass ihr gebannt an ihren Lippen hängt. Und ihr kennt das genaue Gegenteil, Menschen, die euch einschläfern während sie reden. Ihr wollt nicht zu den einschläfernden Rednern gehören, sondern Menschen sowohl im Beruf als auch im Privatleben mit Worten und spannenden Powerpoint-Präsentationen begeistern? Es gibt typische Fehler bei einer Präsentation, die ihr unbedingt vermeiden solltet.

 

Die krassesten Powerpoint-Fails – Welche Rhetorik-Regeln ihr beachten solltet / Foto: alex litvin / unsplash

Die krassesten Powerpoint-Fails – Welche Rhetorik-Regeln ihr beachten solltet / Foto: alex litvin / unsplash

Achtung – jetzt wird es so richtig langweilig

Wenn ihr eure Powerpoint-Präsentation so richtig verhauen möchtet, dann sorgt dafür, dass sich eure Zuhörer zu Tode langweilen. Und so bringt ihr eure Zuhörerschar reihenweise zum Gähnen:

Wählt einen sterbenslangweiligen Einstieg ins Thema. Stellt euch stundenlang vor, arbeitet euren Lebenslauf ab und macht einen Witz, über den nun wirklich niemand mehr lachen kann. Alternativ könntet ihr euer Publikum neugierig auf den Vortrag machen und den Nutzen klar in den Vordergrund stellen.

Wenn ihr euch Zeit gelassen habt für einen langweiligen Einstieg, dann arbeitet jetzt Folie für Folie eurer Powerpoint-Präsentation ab. Lasst euch Zeit und lest einfach jedes Wort vor. Wenn ihr stattdessen mit Begeisterung frei reden würdet, bestünde ja die Gefahr, dass man euch zuhört.

Überfrachtet jede Folie eures Vortrags mit viel Text. Jede Seite muss so dicht und voll beschrieben sein wie eine Buchseite. Kurze Stichpunkte, wichtige Aspekte, Bilder und Grafiken würden es euren Zuhörern nur zu leicht machen.

Präsentiert euch sachlich und kalt wie ein Fisch. Zeigt keine Emotionen, reduziert Mimik und Gestik auf ein Minimum, und wenn ihr das noch nicht beherrscht, übt euch im monotonen Sprechen. Eure Zuhörer werden sich nach danach sehnen, ihre Lebensgeister mit Hilfe des Smartphones zu erwecken und euch gedanklich auszublenden. Könntet ihr Emotionen transportieren, würde euch womöglich noch jemand so richtig zuhören.

Achtet bloß darauf, keine wertvollen Inhalte in eure Präsentation zu packen. Ihr habt euren Zuhörern wirklich etwas zu sagen? Das behaltet ihr besser für euch.

Macht überfrachtete Folien zu eurer Geheimwaffe. Eure Zuhörer sind noch nicht aus dem Vortrag ausgestiegen? Ein paar mutige oder treue Seelen verkneifen sich noch das Gähnen? Die haut ihr jetzt so richtig um. Verzichtet bei euren Folien auf Bilder, fügt wann immer möglich Animationen ein und nutzt verschiedene Schriftarten, Schriftfarben und Schriftgrößen. Vielleicht macht ihr die Schrift auch so klein, dass sie unleserlich wird. Und wenn ihr jetzt noch so viele Folien wie möglich einsetzt, kriegt ihr auch den gutmütigsten Kerl im Publikum klein. 

Jetzt habt ihr bewiesen, dass ihr keine Empathie besitzt und euch überhaupt nicht in eure Zuhörer hineinversetzen könnt. Warum solltet ihr die Perspektive eurer Zuhörer einnehmen? Warum solltet ihr eure Präsentation so halten, dass euer Publikum den größtmöglichen Nutzen daraus zieht? Wenn ihr bei eurem Vortrag gerne im Publikum sitzen würdet, habt ihr etwas falsch gemacht. 

Euer Publikum gähnt, das Getuschel wird immer lauter, jeder zweite spielt am Smartphone und die ersten verlassen den Raum? Herzlichen Glückwunsch, ihr habt eure Powerpoint-Präsentation verhauen. 

 

Powerpoint-Präsentationen – Rhetorik ist eine Kunst / Foto: marcos luiz / unsplash

Powerpoint-Präsentationen – Rhetorik ist eine Kunst / Foto: marcos luiz / unsplash

Fazit

Die Kunst des Redens wird nicht jedem von uns in die Wiege gelegt, aber man kann es lernen. Auch wenn ihr nicht zu den Naturtalenten gehört und eure Powerpoint-Präsentationen in der Schule, im Studium oder im Job bislang eher langweilig waren, könnt ihr Schritt für Schritt etwas dafür tun, um euch zu verbessern. Vermeidet typische Fehler bei einer Präsentation und übt euch darin, Inhalte wertvoll zu gestalten. Euer Publikum möchte Emotionen spüren, mitgerissen und durch interessante Inhalte inspiriert werden. Wollt ihr eure Präsentation dagegen garantiert verhauen, denkt daran: Langeweile und überfrachtete Folien sind das A und O.

 

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