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Karrierebooster!

Mit diesen 12 Soft-Skills überzeugst du safe

Foto: alexander suhorucov / unsplash
Foto: alexander suhorucov / unsplash

Erlernte Fachkenntnisse sind das A & O für jeden Arbeitsplatz. Diese sogenannten Hard Skills allein bringen dich jedoch als Business Skills im Zeitalter der beruflichen Vielfalt schon lange nicht mehr auf Erfolgskurs. Was du im Studium oder in deiner Ausbildung lernst, ist dein Handwerkszeug. Richtig erfolgreich wirst du erst mit speziellen Soft Skills. Wir zeigen dir, auf welche Business Skills es ankommt!

Steile Karriere oder langweiliger Job? Die Business Skills in der Bewerbung können entscheidend sein

Experten sind sich einig: Schon bei der Bewerbung entscheidet sich, wer Karriere macht oder in einem tristen 9-to 5-Job hängen bleibt. Die Bewerbung bei einem Unternehmen ist dein erstes Aushängeschild. Daher ist die Darstellung deiner Soft Skills in der Bewerbung auf deinen Traumberuf gleichermaßen von Bedeutung wie deine Fachkenntnis. Dein erster großer Erfolg wird durch eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch sichtbar. Dies zeigt, mit deiner Bewerbung hast du den ersten Meilenstein gelegt, dein potenzieller Arbeitgeber hat Interesse.

Welche Business Skills in deine Bewerbung gehören, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die wichtigsten geben wir dir als Leitfaden an die Hand. Die Business Skills, die du für eine berufliche Karriere mitbringen solltest, unterteilen sich in zwei Bereiche: Hard Skills und Soft Skills. Soziale Kompetenz und fachliche Kompetenz im Zusammenspiel bilden den Grundstein für deinen Erfolg. Wer sich für eine Bankkarriere entscheidet, benötigt kaum handwerkliche Kompetenzen, dagegen profundes Wissen aus dem Finanzwesen und viele Soft Skills. Wer später die Leitung in einem Bäckereigeschäft übernehmen möchte, benötigt fachliche Kompetenz und buchhalterische und schreibtechnische Business Skills. Und ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz ist unverzichtbar.

Business Skills: Der Boost für deine Karriere / Foto: austin distel / unsplash

Business Skills: Der Boost für deine Karriere / Foto: austin distel / unsplash

Was gibt es für Skills? Definition von Hard Skills und Soft Skills

Wie du festgestellt hast, wird bei den Business Skills zwischen Hard Skills und Soft Skills unterschieden. Bei den Hard Skills handelt es sich um berufs- oder fachtypische Qualifikationen und Know-how, was du benötigst, um deine Aufgaben fachlich kompetent zu erfüllen, während Soft Skills deine Persönlichkeit betreffen und weit über fachliche Qualifikationen hinausgehen. Bei vielen Menschen sind es die Soft Skills, die ihnen zur Karriere verhelfen.

Diese 12 wichtigsten Soft Skills gehören neben vielen anderen in jede Bewerbung: Anpassungsfähigkeit, Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit, Handlungskompetenz, Kreativität, Menschenkenntnis, Kundenorientierung, Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Organisationsfähigkeit und Zeitmanagement.

1. Anpassungsfähigkeit

Jedes Team und jede Person haben eine eigene Art und Weise zu funktionieren. Für jeden Job, den du anstrebst, sind soziale Business Skills wie die Anpassungsfähigkeit unverzichtbar. Das bedeutet nicht, dass du dich unterdrücken lassen sollst. Vertritt deine Meinung, aber berücksichtige auch die Meinung anderer. Bist du länger im Job, hast du gewohnheitsmäßig bestimmte Herangehensweisen verinnerlicht, die dich effektiv arbeiten lassen, im Team und eigenständig. Bei einer neuen Arbeitsstelle musst du mit vielen neuen Mitmenschen klarkommen. Betrittst du als Neuling ein Team, das erfolgreich arbeitet, passe dich der Team-Mentalität, der neuen Situation und den Arbeitsweisen an. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit kannst du dezent einige Verbesserungsvorschläge einbringen, sofern du sie nötig findest.

2. Belastbarkeit

Die Fähigkeit, hohen Belastungen standzuhalten, ist heute in jedem Job gefragt. Warst du erfolgreich in einem Unternehmen tätig und bewirbst dich auf einen neuen Job, reicht die Mitteilung "ich bin belastbar" kaum aus. Führe Beispiele an, warum du dich für belastbar hältst. Du hast im Rahmen von wichtigen Besprechungen zusätzlich Telefondienst geleistet? Du standst unter hohem Akquisedruck, solltest Kunden zurückgewinnen und hattest trotzdem immer ein offenes Ohr für die Probleme deiner Kollegen? All das zeugt von hoher Belastbarkeit. Damit kannst du punkten. Ohne Multi-Tasking gelingt insbesondere in der schnellen digitalen Unternehmenswelt heute kaum noch ein Projekt. Dein Arbeitgeber muss sich darauf verlassen können, dass du Stresssituationen immer wieder mit guten Ergebnissen bewältigst.

3. Kommunikationsfähigkeit

Gute Kommunikationsfähigkeit ist fast in jeder Branche so wichtig wie verantwortungsbewusst abgewickelte Aufgaben. Je deutlicher und geradliniger du deine mündlichen und schriftlichen Botschaften innerhalb des Unternehmens und in Kundengesprächen oder im Kundenschriftwechsel formulierst, umso besser wirst du verstanden. Deine Vorhaben werden umgesetzt. Zur Kommunikation gehören neben dem Reden selbst auch eine ansprechende Mimik und Gestik.

Beispiel: Stellst du deinen Kunden ein neues Produkt mit monotoner Stimme und hängenden Schultern vor, fehlt deiner Vorstellung jegliche Begeisterung. Kommunikation heißt, dass du deine Überzeugungen zu einem Thema oder Produkt auf andere überträgst. Dies wird heute selbst von Top-Kundenberatern nicht immer erfolgversprechend umgesetzt. Viele stellen sich selbst dar, erzählen, welch tolles Produkt sie und ihr Unternehmen geschaffen haben. Das überzeugt den Zuhörer kaum. In einer Besprechung oder einem Vortrag solltest du Kunden und Geschäftspartner von den Vorteilen überzeugen, die deine Idee oder dein Produkt ihnen bringt. Zu einer gewinnenden Kommunikation gehört auch das Zuhören. Höre dir die Frage, die dir jemand stellt, bis zum Ende an, damit du kompetent darauf antworten kannst. Höre dir auch die Zweifel deiner Kunden oder Mitarbeiter an. Hast du nicht gleich eine Antwort parat, dann versprich, dich der Sache anzunehmen und kurzfristig Vorschläge einzubringen. So gehen alle zufrieden aus einem Gespräch heraus.

Die Perle der geschäftlichen Kommunikation: Smalltalk

Ein bekanntes Produkt oder eine Idee in einem Gespräch vorzustellen, ist eine rein fachliche Sache. Wer im Kundengespräch oder im Kreis von Mitarbeitern überzeugend auftreten und respektiert werden möchte, sollte sich Small-Talk-Kompetenzen aneignen. Selbst, wenn Smalltalk nicht zu deinen Lieblingsaufgaben zählt.

Beispiel: Du arbeitest in der Versicherungsbranche. Ein potenzieller Kunde hat Interesse an einem neuen teuren Versicherungsprodukt, das du ihm heute vorstellst. Du wirst dieses Produkt kaum an den Mann bringen, wenn du einen Neukunden mit den tollen Eigenschaften des Versicherungsproduktes einfach überrumpelst. Du wirst das Produkt verkaufen, wenn du echtes Interesse an seiner Person zeigst. Das erfordert, dass du ein wenig über deinen Geschäftspartner in Erfahrung bringst. Sucht dein Gesprächspartner ein neues Haus? Unterhalte dich doch mit ihm ein wenig darüber, worauf man achten muss. Reist er gerne an einen bestimmten Ort in Italien? Warst du auch schon mal an seinem Lieblingsreiseziel oder planst, dorthin zu fahren? Dann kann das ein Thema sein. Oder hat er kürzlich ein Kind bekommen? Zeige Interesse an den persönlichen Belangen. Gratuliere dem frisch gebackenen Elternteil zum Nachwuchs und teil deine Freude mit ihm. So gewinnst du Geschäftsfreunde und Aufträge. Der persönliche gemeinsame Nenner macht es. Um so zu agieren, sind gleich zwei weitere wichtige Business Skills zu benennen: gute Networking-Skills und Empathie. Das funktioniert auch, wenn du viel zu tun hast und einen Kollegen um Mithilfe bitten möchtest. Interesse an einer Person sollte im Geschäftsleben (und auch privat) niemals heuchlerisch herüberkommen, um gewisse Vorteile zu erhaschen. Plane immer ein wenig Zeit für Smalltalk in deine Gespräche mit ein. Ist dir aber bekannt, dass eine Person Smalltalk nicht ausstehen kann, dann verzichte darauf und komme höflich und überzeugend sofort zum Punkt.

4. Handlungskompetenz

Kein Vorgesetzter möchte dich zum Handeln auffordern müssen. Er selbst hat eine derart hohe Verantwortung und vielfältige Aufgaben übernommen, dass er sich auf seine Mitarbeiter verlassen möchte. Zeige ihm, dass du nicht nur Ideen hast, sondern diese zu jedem Zeitpunkt selbstbestimmt und im Sinne deines Arbeitgebers umsetzen kannst. Das schafft Vertrauen. Handle in jeder Situation mit Bedacht. Entwickle bestimmte Maßnahmen, Ansätze und Methoden, um deine Vorstellungen umzusetzen. Dies bringt dich weiter nach vorne.

5. Kreativität

Kreative Eigenschaften werden eher Künstlern, Journalisten und Autoren zugeschrieben. Aber gerade aufgrund der Vielfalt an beruflichen Optionen sind gewisse kreative Business Skills als Mitarbeiter oder Führungskraft in jedem Unternehmen ein Muss. Unter dem heutigen Wettbewerbsdruck wäre Schubladendenken der Todesstoß für viele Unternehmen. Möchtest du wissen, wie du für deinen Arbeitgeber Erfolge einholen kannst, dann arbeite kreativ: Nutze deine Fantasie und bringe kreative Vorschläge in das Unternehmen ein, die möglicherweise ein Umdenken erfordern.

Beispiel: Sind mehrere Kunden mit einem Produkt unzufrieden, das Unternehmen bleibt aber bei seiner Überzeugung, dass das Produkt gut sei (ohne dies begründen zu können), zeigt dies einen Mangel an Kreativität. Mache in einer Teambesprechung oder in einem Gespräch mit deinem Vorgesetzten Vorschläge, wie das Produkt zu verbessern ist oder mit welchen Begründungen ihr den Kunden überzeugen könnt. Dies könnte die erste Stufe auf deiner Karriereleiter hin zur Chefetage sein.

6. Menschenkenntnis

Wer sich nicht für seine Mitmenschen interessiert, der hat keine Menschenkenntnis und verliert beruflich und privat auf ganzer Ebene. Menschenkenntnis ist einer der fundamentalsten Business Skills, um im täglichen Miteinander erfolgsorientiert agieren zu können. Menschenkenntnis ist die Basis für eine positive Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit. Je besser du dich in deine Gesprächspartner hineinversetzen kannst, umso erfolgreicher verlaufen deine Gespräche. Sei stets aufmerksam. Lerne die Stimmlage, Gestik und Mimik deiner Geschäftspartner, Kunden, Kollegen und Vorgesetzten einzuschätzen. Ein gequältes "Ja" vom Kunden zu einem Produkt oder einer Idee innerhalb des Gespräches könnte später zu einer schriftlichen Rücknahme führen. Dann steckst du in dem Dilemma, dich vor Vorgesetzten und dem Team rechtfertigen zu müssen. Angenehmer ist es, innerhalb eines Kundengespräches nachzuhaken und die Zweifel des Kunden auszuhebeln. Mit deiner Menschenkenntnis hättest du seine Unsicherheiten rechtzeitig erkannt und gezielt einen Vertragsabschluss unter Dach und Fach gebracht. 

7. Kundenorientierung

Die Kundenorientierung ist keine Fähigkeit, die allgemeingültig für jede Branche und jeden Job ist. In der Kundenberatung, Kundenbetreuung und insbesondere im Vertrieb ist sie beinahe verpflichtend. Im weitesten Sinne passen in diesen Bereich auch Lieferanten, Kollegen und Geschäftspartner. Zeige ihnen, dass sie dir wichtig sind. Lege deinen Fokus voll und ganz auf die Wünsche der Kunden. Erkenne ihre Bedürfnisse und Anliegen. Aber: Setze nicht alles um, was Kunden wollen. Deine Kunden könnten falsch liegen. Berate sie offen und ehrlich. So schaffst du Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.

8. Verhandlungsgeschick

Verhandlungskompetenz ist immer dann gefragt, wenn Einigungsprozesse im Spiel sind. Dies gilt für Verkaufsabschlüsse oder wenn einzelne Projektschritte in Projektgesprächen durchgesetzt werden und Arbeitsschritte überzeugend darzustellen sind. Die Verhandlungskompetenz baut auf Soft Skills wie Kommunikations- und Organisationstalent sowie einem unabhängigen Urteilsvermögen, auf. Bevor du über eine Sache in Verhandlung trittst, ist es möglicherweise für den Ausgang des Gespräches von Vorteil, wenn du Einwände oder Vorschläge von Gesprächspartnern wertfrei beurteilst, aufgreifst und im Ergebnis berücksichtigst. Gutes Zuhören und Reden sind in Verhandlungen gleichermaßen von Bedeutung.

9. Durchsetzungsvermögen

Viele tun sich schwer mit ihrem Durchsetzungsvermögen. Durchsetzungsvermögen heißt, du setzt deine Ideen um, wenn sie dem Unternehmen nutzen, und zwar auch dann, wenn es Hürden gibt. Du schüttelst Einwände ab und meisterst Gespräche, die dich zum Ziel führen. Aber auch mit einem "Nein", wenn notwendig vor versammelter Mannschaft, beweist du deine Durchsetzungskraft.

10. Kritikfähigkeit

Zugegeben, es fällt nicht immer leicht, mit Kritik Freundschaft zu schließen. Aber nimmst du Kritik nicht persönlich, kannst du aus ihr lernen. Ein Kollege hat den einen oder anderen Fehler in einer deiner Arbeiten entdeckt und macht dich darauf aufmerksam? Dann bist du ihm zu Dank verpflichtet. Er hat die Verfehlung noch vor dem Chef bemerkt, was weitaus schlechter für dich ausgehen könnte. Feedback und Verbesserungsvorschläge deiner Kollegen oder des Chefs bringen dich und das gesamte Team weiter. Du hast eine gute Idee, die aktuell nicht passt, dann sei nicht beleidigt, wenn dich jemand darauf aufmerksam macht. Wer kritikfähig ist, zeigt Stärke.

11. Konfliktfähigkeit

Wo viele Menschen zusammenarbeiten, sind Konflikte vorprogrammiert. Jeder hat seine Meinung und seine Eigenart. Daher ist es wichtig für das gesamte Team, die Meinungen anderer zu respektieren. Den Soft Skill Konfliktfähigkeit erwarten Vorgesetzte besonders dann von dir, wenn du in Teams arbeitest. Auch, wenn du einen größeren Kundenstamm betreust, kann ein hohes Maß an Konfliktfähigkeit von Vorteil sein. Konfliktlösungen mit Kunden zu finden, gehört nicht gerade zu den beliebtesten Aufgaben in der Kundenbetreuung, ist aber eine Notwendigkeit. Lösungsorientierte Gespräche schaffen Vertrauen.

12. Organisationsfähigkeit und Zeitmanagement

Jeder Mitarbeiter im Unternehmen, ob Teamplayer, Einzelkämpfer oder Führungskraft, braucht sie: eine gute Organisationsfähigkeit. Die Arbeit stapelt sich auf deinem Schreibtisch, die nächste Besprechung wartet schon und du musst noch einen Außendiensttermin für dich oder deinen Chef vorbereiten? Dann darfst du nicht gleich den Kopf verlieren. Setze Prioritäten. Organisiere deine Arbeit so, dass du immer den Überblick behältst. Dazu gehören auch das Planen und Strukturieren deiner Aufgaben. Ein weiterer Zweig der Organisationsfähigkeit ist ein positives Zeitmanagement. Führe einen Kalender mit allen Terminen, möglicherweise auch deinen privaten. Das Kind muss zum Arzt, der Chef ruft zum Termin, dann nimm dir für beides Zeit. Plane all deine Termine in einem übersichtlichen Kalender immer so, dass noch Platz ist für dich selbst oder für Unvorhergesehenes.

Tipp: Niemand ist perfekt

Schwächelst du bei einer der benannten Kompetenzen, stellt das für die meisten Arbeitgeber keinen Beinbruch dar. Umso wichtiger ist es, dass du hier und da ehrlich bist. Wer beispielsweise in einer Bewerbung herausstellt, er verfüge über eine hohe Selbstdisziplin und muss dann in der Praxis immer wieder zu bestimmten Aufgaben motiviert werden, könnte bereits in der Probezeit Probleme bekommen. Und wenn du bei deiner Gewissenhaftigkeit übertreibst, um dann durch mehrere grobe Fehler aufzufallen, wäre dies ein Dolchstoß für deine berufliche Karriere. Du solltest in einer Bewerbung nie mit deinen Business Skills übertreiben. Das bemerken geschulte Personaler, egal aus welcher Branche, sofort. Möglicherweise wird deine Bewerbung dann aussortiert.

Steile Karriere oder langweiliger Job? Foto: jess bailey designs / Pexels

Steile Karriere oder langweiliger Job? Foto: jess bailey designs / Pexels

Spezielle Business Skills für deine Arbeitssituation

Viele der Soft und Hard Skills haben eine gewisse Allgemeingültigkeit für nahezu jeden Job. Andere Business Skills richten sich nach der Art deiner Aufgaben. Unterscheiden wir einmal zwischen zwei Arbeitssituationen: 1. Du sollst in einem größeren Team arbeiten 2. Du bist Führungskraft oder auf dem Weg, eine zu werden.

Zu Punkt 1: Arbeit im Team

Neben vielen Kompetenzen, die du in der heutigen Zeit für einen Job mitbringen musst, stehen für die Arbeit im Team folgende drei Business Skills an erster Stelle auf deiner Agenda: Teamfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Kommunikationsgeschick. Teamfähigkeit ist die Voraussetzung dafür, einen guten Arbeitsplatz in einem Team eines gefragten Unternehmens zu ergattern. Dazu gehört es, dich gut ins Team zu integrieren, ohne dich selbst zu verlieren. Auch die Anpassungsfähigkeit zählt dazu. In jedem Team ist außerdem ein gutes Kommunikationsgeschick nötig. Wenn mehrere Mitarbeiter zusammen erfolgreich an einem Projekt arbeiten möchten, setzt dies eine klare und präzise unmissverständliche Kommunikation voraus. Empathie hilft ebenfalls, den Teamzusammenhalt dauerhaft zu stärken.

Zu Punkt 2: Hoch in die Chefetage? Welche Business Skills dich für diese verantwortungsvolle Position auszeichnen

Führungskräfte in Unternehmen steigen oftmals aus den eigenen Reihen auf. Wer innerhalb eines großen Teams eine Arbeitsgruppe kompetent angeleitet hat, hat möglicherweise Chancen auf einen Teamleiter-Job. Wer als Projektleiter souverän bis zum Abschluss ein Projekt abgewickelt hat, wird möglicherweise zum Geschäftsführer erhoben.

Manche Unternehmen stellen gerne Geschäftsführer und andere Führungskräfte ein, die erste Erfahrungen in anderen Unternehmen sammeln konnten. Dafür gibt es spezielle Gründe. Wer als Führungskraft frischen Boden in einem Unternehmen betritt, ist völlig unvoreingenommen sowohl Arbeitsweisen als auch Mitarbeitern gegenüber. Viele Unternehmen erhoffen sich dadurch neue gewinnbringende Ideen, ein besseres Zusammenarbeiten der Mitarbeiter und neuen Schwung. Wer auf der Führungsebene das Unternehmen voranbringen möchte, sollte viele der wichtigsten Business Skills mitbringen.

Bestimmte Kompetenzen oder Eigenschaften verschaffen einer Führungskraft positiven Respekt und Akzeptanz:

  • Souveränität: Souveränes Auftreten einer Führungskraft strahlt im Optimalfall Selbstsicherheit aus, ohne arrogant oder besserwisserisch daherzukommen. Ein solches souveränes Auftreten gehört zu den wichtigsten Business Skills in der Mitarbeiterführung. Im Ergebnis verschafft dies dem Geschäftsführer oder Teamleiter einen hohen Akzeptanzvorsprung bei den Mitarbeitern. Die Kollegen merken: Das ist der Chef, er hat das Sagen – ohne Angst, wenn er die Räume betritt.
  • Durchsetzungsvermögen: Darüber hinaus ist ein gutes Durchsetzungsvermögen bei Führungskräften unverzichtbar. Das heißt nicht, dass der Vorgesetzte nicht auch mal die Meinungen der Mitarbeiter akzeptiert. Lässt er sich jedoch auf der Nase herumtanzen, verliert er an Ansehen.
  • Charisma: Wer ein Unternehmen führt oder eine Abteilung leitet, sammelt schnell Sympathiepunkte, wenn er über diese Eigenschaft verfügt: Charisma. Es gibt Menschen, denen wird diese besondere Form der Ausstrahlung schon in die Wiege gelegt. Andere arbeiten viele Jahre daran. Fachleute haben sogar eine Definition für charismatische Führungskräfte festgelegt. Demnach gelten Führungskräfte als charismatisch, die durch ihre Eigenschaften, Verhaltensweisen und durch ihre gesamte Ausstrahlung eine Transformation der Mitarbeiter bewirken.

Interkulturelle Kompetenz: die besondere Fähigkeit, die Menschen und Arbeitsweisen verbindet

War es bis in die 90er Jahre hinein noch eine Besonderheit, interkulturelle Kompetenzen in ein Unternehmen mitzubringen, so ist es heute unverzichtbar. Kaum ein Unternehmen arbeitet nur noch auf Landesebene. Wir haben Europa, wir haben die Globalisierung und die Digitalisierung und wir sind Einwanderungsland. Sowohl die Mitarbeiter in Großunternehmen als auch der Zwei-Mann-Handwerksbetrieb benötigen heute eine interkulturelle Kompetenz bei ihren Mitarbeitern. An diesem Business Skill kommst du nicht vorbei.

Zur interkulturellen Kompetenz gehören sowohl Sprachkompetenz, zumindest Englisch und noch eine Fremdsprache sollten es sein, als auch das Kulturverständnis für andere Länder. Der Gesprächspartner aus Indien oder China sieht die Dinge möglicherweise völlig anders, als dein Kunde aus den USA oder England. Damit ist es heute erforderlich, sich vor den Gesprächen mit der geschäftlichen und persönlichen Kultur der jeweiligen Menschen aus verschiedenen Ländern auseinanderzusetzen, um peinliche Konsequenzen zu vermeiden. Viele Unternehmen bieten hierzu umfassende Seminare an. Von den wichtigsten beschriebenen Soft Skills bringen dich diese sechs besonders weit:

  • Überzeugungskraft/Verhandlungsgeschick
  • Kooperationsbereitschaft
  • Anpassungsfähigkeit
  • Zeitmanagement
  • Kreativität
  • Soziale Kompetenz, wozu auch die Kommunikationsfähigkeit gehört

Lebenslanges Lernen für lebenslangen Erfolg

Zwar ist das lebenslange Lernen kein Business Skill, aber es ist heutzutage eine Voraussetzung, um beruflich nicht ins Abseits zu geraten. Die Mühlen drehen schneller als früher. Schule, Studium, dann Traumjob? Das reicht bei weitem nicht mehr! Du selbst kannst etwas für deine Fortbildung tun. Eine neue Sprache, eine neue Aufgabe. Lerne stetig dazu.

Hält dein Arbeitgeber dich kompetent genug für eine Beförderung, wird er dich nicht nur finanziell, sondern auch fachlich fördern. Neue Computersysteme, Mitarbeiterführung, Assessment Center – die Reihe an Seminaren, die dir ein Unternehmen möglicherweise anbietet, ist vielschichtig. Ein guter Arbeitgeber wünscht sich Mitarbeiter, die sich nie auf ihren guten Leistungen ausruhen. Auch das lässt sich als positiver Skill für den Arbeitsplatz verbuchen.

Fazit

Zahlreiche Business Skills werden heute von dir gefordert, wenn du eine gute Position im Unternehmen ergattern möchtest. Aber auch der ganz normale Job im Team fordert dich mit stetigen Veränderungen heraus. Neue Aufgaben, neue Mitarbeiter, Kunden und Vorgesetzte sowie neue Unternehmensstrukturen sind an der Tagesordnung. Bleibe daher flexibel und hinterfrage dich stetig selbst, ob deine Business Skills noch ausreichen, um für deinen Arbeitgeber und für dich gute Ergebnisse zu erzielen.

Du musst nicht alle beschriebenen Business Skills schon jetzt haben. Erlerne diese einfach mit der Zeit. Kein Arbeitgeber erwartet von dir, dass in deiner Bewerbung alle für den Job benötigten Business Skills aufgeführt sind. Das würde ihn eher stutzig machen. Gib in einem Bewerbungsgespräch ruhig ein paar Schwächen zu. Das macht dich sympathisch. Möchte dein Gesprächspartner dich für den Job haben, wird er dich deinen Aufgaben entsprechend auch fördern.

 

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