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Sonntagsblues

Tipps gegen Stimmungstief am Sonntag

Foto: designecologist / unsplash
Foto: designecologist / unsplash

Was kann ein Tag schon bringen, der mit dem Montag aufhört? Das Schlimme am Sonntag ist, dass dieser nahtlos in den Montag übergeht und Montage kann bekanntlich keiner leiden. Denn was ist am Montag? Genau, die Woche fängt wieder an und damit auch der ganze Alltags- und Berufsstress. Schon allein der Gedanke daran macht uns schlechte Laune und so schließen wir mit dem Wochenende nicht erst am Montag ab, sondern schon im Laufe des Sonntags. Leider versauen wir uns das Wochenende dadurch total und können den letzten Tag des wohlverdienten Wochenendes gar nicht genießen. Dieses Schlechte-Laune-am-Sonntag-Phänomen nennt sich im Übrigen Sonntagsblues. Der Sonntagsblues ist nicht unheilbar. Mit unseren Tipps müssen Sonntage keine Garanten mehr für ein Stimmungstief sein.
 

Sonntagsblues – Tipps gegen Stimmungstief am Sonntag / Foto: chewy / unsplash

Sonntagsblues – Tipps gegen Stimmungstief am Sonntag / Foto: chewy / unsplash

 

Wie kommt es eigentlich zu einem Sonntagsblues?

Der Sonntag unterscheidet sich vor allem dadurch von anderen Wochentagen, dass wir einfach weniger zu tun haben. Wir stehen jeden Tag unter Strom, rasen von Termin zu Termin, halten Deadlines ein und arbeiten To-do-Listen ab. Am Samstag gehen wir einkaufen, waschen Wäsche, putzen die Bude und abends feiern wir im Club ab oder chillen mit Netflix. Sonntags kommt dann die große Leere. Wir haben plötzlich Zeit, um uns um uns selbst zu kümmern. Wir könnten mit Gesichtsmaske im Bad stehen oder endlich die neue Fitness-App testen, stattdessen hängen wir schlecht gelaunt auf der Couch ab und futtern Schokolade. Grundsätzlich hält der Sonntag viel Schönes bereit, nämlich einen ganzen Batzen freie Zeit.

Das große Aber ist, dass wir jetzt auch Zeit haben, uns Gedanken um unser Leben, unsere Job-Situation und alles andere zu machen. Schnell kann Unzufriedenheit aufkommen und wir fühlen uns einsam. Diese Unzufriedenheit trifft dann auf die Tatsache, dass bald Montag ist und die Arbeitswoche von vorne losgeht. Wer am Sonntag schon an den Montag denkt, gerät garantiert in den Sonntagsblues. Da unser Gehirn nicht zwischen einer Tatsache und einer Vorstellung unterscheiden kann, befinden wir uns so mitten im Montag. Ist euer Job stressig und startet ihr grundsätzlich nicht gerne in eine neue Arbeitswoche, kann durch den Gedanken an den Montag bereits eine Stressreaktion in Gang gesetzt werden. Ihr befindet euch in Alarmbereitschaft und mitten im Sonntagsblues. Der Sonntagsblues ruiniert euch den eigentlich schönen Sonntag. Doch ihr seid nicht machtlos.

 

Sonntagsblues - so entgeht ihr dem sonntäglichen Stimmungstief / Foto: josh applegate / unsplash

Sonntagsblues - so entgeht ihr dem sonntäglichen Stimmungstief / Foto: josh applegate / unsplash

Sonntagsblues - so entgeht ihr dem sonntäglichen Stimmungstief

Immer wieder sonntags kehrt bei euch ein Stimmungstief ein? Das müsst ihr nicht einfach hinnehmen. Es gibt Maßnahmen, die euch dabei helfen, den Sonntagsblues zu besiegen. Denkt für kurze Zeit einmal nicht an die Arbeit. Verkneift euch das Checken von Mails und nehmt euch auch keine Arbeit mit nach Hause.

Das Wochenende ist zum Ausruhen da und reichen die Tage unter der Woche nicht, um alle anfallenden Arbeiten zu erledigen, muss an anderen Stellschrauben gedreht werden. In den meisten Jobs ist es so, dass es noch Aufgaben gibt, die auf Erledigung warten. Wann ist man schon jemals mit allen Anrufen, E-Mails und Arbeiten fertig? Füllt euer Wochenende und insbesondere den Sonntag mit schönen Dingen. Macht euch einen Plan oder eine To-do-Liste für Dinge, die euch guttun. Sehnt ihr euch nach Ruhe, dann nehmt euch ein Buch vor. Oder nutzt das Wochenende für Sport und Action. Folgendes könnt ihr noch gegen den Sonntagsblues unternehmen:

  • Legt einen Digital-Detox-Tag ein. Sonntage sind keine Arbeitstage und ihr seid einfach einmal nicht erreichbar. Legt euer Smartphone weg und checkt nicht alle fünf Minuten, ob ihr eine neue Nachricht habt. Der Sonntag ist ideal, um dem Smartphone die kalte Schulter zu zeigen.
  • Plant eine bewusste Auszeit ein. Me-Time ist perfekt für den Sonntag. Tut euch etwas Gutes. Legt euch in die Badewanne, veranstaltet einen Beauty-Tag, geht im Wald spazieren, testet eure Duftkerzen, geht in die Sauna oder legt euch mit einem guten Buch an den See. Kleine Auszeiten sind wie Urlaub für die Seele.
  • Schmiedet Pläne und genießt Tagträume. Im Alltag bleibt oftmals viel zu wenig Zeit, um sich an die schönsten Flecken dieser Erde zu träumen. Am Sonntag ist dagegen ausreichend Zeit für solche Dinge. Ihr wolltet schon immer die Welt bereisen? In welchem Land soll es losgehen? Wer reist mit euch? Was wolltet ihr schon immer einmal erleben? Ihr könntet eine Foto-Pinnwand oder ein Vision-Board erstellen.
  • Bewegung ist der Schlüssel zu vielen Dingen. Sich zu bewegen, aktiv zu sein hilft auch gegen den Sonntagsblues. Ihr wollt euch abends nach der Arbeit nicht immer ins Gym schleppen? Ihr seid nach der Arbeit zu müde für eine Runde durch den Park? Dann schnappt euch Sporttasche und Laufschuhe und macht das Beste aus dem Sonntag. Sport und Bewegung machen nicht nur fit, sie stoppen auch das ewige Gedankenkarussell und heben die Laune.
  • Wenn all das nicht gegen den Sonntagsblues hilft, dann geht der Sache auf den Grund. Warum geratet ihr am Sonntag immer wieder in ein Stimmungstief? Fühlt ihr euch so einsam? Wünscht ihr euch einen Partner oder mehr Freunde? Sollte euer Leben generell etwas spannender sein? Oder liegt es am Job und ihr müsst hier mal genauer hinsehen? Vielleicht seid ihr unter- oder überfordert mit eurer Tätigkeit. Oder habt ihr einen miesen Chef, der euch das Leben zur Hölle macht? Wenn Montage wirklich ein Problem für euch darstellen, müsst ihr der Sache auf den Grund gehen.

Fazit

Der Sonntag sollte eigentlich ein schöner Tag sein. Ihr habt Zeit für euch und könnt den Tag ganz nach Lust und Laune planen. Der Sonntagsblues ist hier ein echter Spielverderber. Allerdings seid ihr der schlechten Laune nicht hilflos ausgeliefert. Versucht neue Rituale für den Sonntag zu finden und beobachtet, ob sich das Stimmungstief dadurch bessert. Neue Rituale solltet ihr im Übrigen mindestens drei Wochen durchhalten, bis sich erste Erfolge zeigen. Was macht ihr gerne am Sonntag?
 

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