Notarin sitzt an einem Schreibtisch und arbeitet
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Notarin sitzt an einem Schreibtisch und arbeitet
Berufsbild mit Recht, Akten und Kundengesprächen

Was macht ein Notar (m/w/d)?

Du bist rechtlich interessiert, aber möchtest nicht im Gerichtssaal stehen? Dann pass mal auf!

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    Berufstyp
    Hochschulstudium + Qualifizierung
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    Berufsfeld
    Jura und Recht
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    Ausbildungsdauer
    7 - 10 Jahre
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    Vergütung
    gut
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    Aufstiegschancen
    gut

Passt dieser Beruf zu mir?

Der Beruf als Notar bzw. Notarin ist anspruchsvoll, verantwortungsvoll und bietet sehr gute Perspektiven. Wenn du Interesse an Recht hast, äußerst sorgfältig arbeitest und gern komplexe Sachverhalte verständlich erklärst, findest du hier ideale Voraussetzungen. Notar:innen gestalten und sichern wichtige Rechtsgeschäfte – zum Beispiel bei Immobilienkäufen, Eheverträgen, Erbschaftsregelungen oder Unternehmensgründungen. Dabei achtest du darauf, dass alle Beteiligten fair informiert sind, Verträge rechtssicher formuliert werden und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden.

Der Weg zum Notar bzw. zur Notarin führt in Deutschland in der Regel über ein Jurastudium mit beiden Staatsexamina und anschließend – je nach Bundesland und Notarsystem – über eine mehrjährige Tätigkeit und spezielle Auswahl-/Bestellungsverfahren. Dadurch ergeben sich gute Entwicklungsmöglichkeiten, etwa durch Spezialisierungen (z. B. Immobilien-, Erb- oder Gesellschaftsrecht) und die Leitung einer eigenen Notarstelle. Weitere Informationen findest du hier im Überblick – klick dich durch:

Mann im Anzug sitzt an einem Schreibtisch und schaut auf Akten, daneben Statue von einer Figur, wie im Gerichtssaal
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Mann im Anzug sitzt an einem Schreibtisch und schaut auf Akten, daneben Statue von einer Figur, wie im Gerichtssaal

Darum lohnt es sich!

 

  • Attraktives Gehalt: Notar:innen gehören in der Regel zu den besser verdienenden juristischen Berufen. Die genaue Höhe hängt u. a. vom Bundesland, der Notarform (Nur-Notariat/Anwaltsnotariat), dem Standort und dem Geschäftsaufkommen ab.
  • Sicherheit: Notarielle Beurkundungen sind für viele Rechtsgeschäfte gesetzlich vorgeschrieben (z. B. Immobilienkauf, bestimmte Gesellschaftsverträge). Dadurch ist der Beruf langfristig sehr stabil und gefragt.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Du arbeitest in einem Notariat an wichtigen Lebens- und Unternehmensentscheidungen – von Immobilienrecht über Familien- und Erbrecht bis zum Gesellschaftsrecht. Je nach Schwerpunkt berätst du unterschiedliche Mandant:innen: Privatpersonen, Unternehmer:innen, Banken oder Unternehmen.

 

Studieninhalte

Der Weg zum/zur Notar:in führt über eine juristische Qualifikation. Typischerweise lernst du dabei:

  • Rechtsgrundlagen in zentralen Bereichen (u. a. Zivilrecht, Familienrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Sachenrecht)
  • Verträge und Urkunden rechtssicher zu gestalten und präzise zu formulieren
  • Beteiligte neutral zu beraten und über Folgen von Rechtsgeschäften aufzuklären
  • rechtliche Risiken zu erkennen und Lösungen rechtssicher auszugestalten
  • formale Abläufe von Beurkundungen und Beglaubigungen korrekt durchzuführen
  • Einträge/Abwicklungen zu veranlassen, z. B. im Grundbuch oder Handelsregister
  • Fristen, Kosten und organisatorische Abläufe im Notariat zu steuern (in Zusammenarbeit mit Notarfachangestellten)
  • Berufsrecht, Datenschutz und Sorgfaltspflichten einzuhalten (hohe Verantwortung, hohe Genauigkeit)
Frau mit roten Nägeln versiegelt eine notarielle Akte mit einer Stanze
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Frau mit roten Nägeln versiegelt eine notarielle Akte mit einer Stanze

Aufgaben

Die Tätigkeiten von Notar:innen sind vielfältig, juristisch anspruchsvoll und stark verantwortungsorientiert:

  • Beurkundungen durchführen: Du beurkundest Rechtsgeschäfte, bei denen das Gesetz eine notarielle Form verlangt – z. B. Immobilienkaufverträge, Ehe- und Erbverträge oder bestimmte Gesellschaftsverträge.
  • Verträge und Urkunden gestalten: Du entwirfst rechtssichere Urkunden, passt Inhalte an die Situation der Beteiligten an und achtest darauf, dass alles eindeutig, vollständig und rechtlich korrekt formuliert ist.
  • Neutral beraten und aufklären: Du erklärst allen Beteiligten die rechtlichen Folgen, stellst sicher, dass niemand übervorteilt wird, und sorgst für eine ausgewogene, unabhängige Beratung.
  • Abwicklung und Register: Du veranlasst die Umsetzung der Urkunde, z. B. Einträge ins Grundbuch oder Handelsregister, koordinierst Fristen und prüfst, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Dokumentation und Sorgfaltspflichten: Du dokumentierst Vorgänge, hältst gesetzliche Vorgaben ein (z. B. Identitätsprüfung, Geldwäscheprävention) und sorgst für rechtssichere Abläufe im Notariat.
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund
Hand hält Geld vor türkisem Hintergrund

Gehalt

Für den Beruf Notar:in gibt es keine klassische duale Ausbildung mit Ausbildungsvergütung wie bei Fachinformatiker:innen. Der Weg führt in der Regel über:

  • Jurastudium (1. Staatsexamen)
  • Rechtsreferendariat (2. Staatsexamen)
  • anschließend – je nach Bundesland/Notarsystem – weitere Schritte bis zur Bestellung als Notar:in.

Einkommen während der Qualifikationsphase

  • Im Jurastudium: normalerweise keine Vergütung (Einnahmen ggf. über Nebenjobs, Werkstudententätigkeit, Stipendium, BAföG).
  • Im Referendariat: du erhältst eine Unterhaltsbeihilfe (monatliche Zahlung), deren Höhe je nach Bundesland unterschiedlich ist.
  • In der Praxisphase danach (z. B. als Anwält:in/Notarassessor:in – je nach Bundesland): hier gibt es in der Regel ein Gehalt, das sich nach Regelungen des jeweiligen Landes/Arbeitgebers richtet.

Wenn du mir sagst, in welchem Bundesland du das meinst (und ob Nur-Notariat oder Anwaltsnotariat), kann ich dir die Qualifizierungsphase und typische Vergütungsmodelle genauer einordnen.

Einstiegsgehalt

Das Einkommen von Notar:innen hängt u. a. vom Notarsystem (Nur-Notariat vs. Anwaltsnotariat), Bundesland, Standort, Geschäftsaufkommen und der Kostenordnung/Gebühren ab. Notar:innen erhalten ihre Einnahmen in der Regel über gesetzlich festgelegte Gebühren für notarielle Tätigkeiten.

Zum Einstieg (als Notar:in nach Bestellung)

  • Häufig überdurchschnittliches Einkommen, die Spanne kann je nach Standort und Aufkommen stark variieren.

Mit Berufserfahrung

  • Mit wachsender Erfahrung, Spezialisierung und stabiler Mandantschaft steigt das Einkommen meist weiter.

Wichtig zu wissen

  • Der Weg dorthin ist lang: Jurastudium + zwei Staatsexamina und anschließend – je nach Bundesland – weitere Anforderungen/Verfahren bis zur Bestellung.

Berufschancen

Der Beruf Notar:in bietet sehr gute Perspektiven, weil notarielle Tätigkeiten für viele wichtige Rechtsgeschäfte gesetzlich vorgeschrieben sind und Notar:innen eine zentrale Rolle in der Rechtssicherheit spielen.

  1. Einsatzbereiche:

    • Notariate (je nach Bundesland als Nur-Notariat oder Anwaltsnotariat)
    • Schwerpunkte typischerweise in:
      • Immobilienrecht (Kaufverträge, Grundschulden)
      • Erbrecht (Testamente, Erbverträge)
      • Familienrecht (Eheverträge, Scheidungsfolgenvereinbarungen)
      • Gesellschaftsrecht (Gründungen, Umwandlungen, Handelsregister)
  2. Zukunftssicherheit:

    • Viele Vorgänge brauchen zwingend eine notarielle Beurkundung (z. B. Grundstückskauf). Dadurch bleibt die Nachfrage grundsätzlich stabil.
    • Auch wenn Prozesse digitaler werden (z. B. Online-Verfahren, digitale Register), bleibt die Kernaufgabe: rechtssichere Gestaltung und unabhängige Aufklärung.
    • Notar:innen sind stark an Recht und Formalien gebunden – das sorgt für einen langfristig sicheren Beruf.
  3. Karrierechancen:

    • Spezialisierung in Bereichen wie Immobilien-, Erb- oder Gesellschaftsrecht
    • Entwicklung über Erfahrung, Standort und Aufkommen hin zu einer etablierten Notarstelle bzw. (je nach System) Kombination aus Anwaltstätigkeit + Notariat
    • Perspektiven auch in Richtung Lehre/Fachpublikationen oder Mitarbeit in berufsständischen Gremien (je nach Interesse)
mehrere Personen in einem Raum geben sich die Hand in Anzug und Blazer
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mehrere Personen in einem Raum geben sich die Hand in Anzug und Blazer

Das solltest du mitbringen:

Notar:in wirst du in Deutschland in der Regel über ein Jurastudium:

  • (Fach-)Abitur als Zugang zur Hochschule
  • Jurastudium mit 1. Staatsexamen
  • Rechtsreferendariat mit 2. Staatsexamen
  • danach – je nach Bundesland/Notarsystem – weitere Schritte bis zur Bestellung als Notar:in
  • Persönliche Stärken:

    • Sehr hohe Sorgfalt und Genauigkeit (Urkunden müssen rechtssicher und eindeutig sein)
    • Verantwortungsbewusstsein und Integrität
    • Neutralität und Fairness (Notar:innen beraten unabhängig)
    • Kommunikationsstärke (komplexe Inhalte verständlich erklären)
    • Belastbarkeit und Konzentration (viele Fristen, viele Details)
    • Diskretion (sensibelste persönliche/finanzielle Themen)
  • Kenntnisse:

    • Starkes Interesse an Recht, besonders Zivilrecht
    • Sehr gutes Deutsch (Formulierungen, Urkundenstil, Präzision)
    • Analytisches Denken (Fälle prüfen, Risiken erkennen)
    • Grundverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge (hilfreich bei Gesellschaftsrecht/Immobilien)
    • IT-Affinität (digitale Akten/Register/Beurkundungsprozesse werden wichtiger)

FAQ

  • Was macht ein:e Notar:in?

    Notar:innen beurkunden und gestalten wichtige Rechtsgeschäfte (z. B. Immobilienkauf, Ehevertrag, Testament, Unternehmensgründung) und sorgen dafür, dass alles rechtssicher, klar und fair abläuft.

  • Ist ein:e Notar:in dasselbe wie ein:e Anwält:in?

    Nein. Anwält:innen vertreten die Interessen einer Partei. Notar:innen sind neutral und müssen alle Beteiligten gleichermaßen über Folgen und Risiken informieren.

  • Wie wird man Notar:in in Deutschland?

    Über Jurastudium (1. Staatsexamen)Referendariat (2. Staatsexamen) und dann – je nach Bundesland und Notarsystem – über weitere Stationen/Verfahren bis zur Bestellung.

  • Was bedeutet Nur-Notariat vs. Anwaltsnotariat?

    Je nach Bundesland gibt es:

    • Nur-Notariat: Notar:in als eigenständiges Amt (kein „nebenbei Anwalt“).
    • Anwaltsnotariat: Notar:in und Anwalt/Anwältin (mit getrennten Pflichten und strengen Regeln).
  • Welche Themen kommen im Alltag häufig vor?

    Vor allem ImmobilienrechtErbrechtFamilienrecht und Gesellschaftsrecht – plus Registerangelegenheiten (Grundbuch/Handelsregister).

  • Muss ich viel schreiben?

    Ja. Urkunden, Entwürfe, Belehrungen und Dokumentation sind zentral. Präzise Sprache ist ein Muss.

  • Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

    Viele Termine mit Beteiligten, Entwurf und Prüfung von Urkunden, Beurkundungen, Abstimmung mit Behörden/Registern und Leitung des Notariats mit dem Team.

  • Wie ist das Gehalt?

    Notar:innen verdienen meist überdurchschnittlich, aber die Einnahmen hängen stark von Notarsystem, Standort und Geschäftsanfall ab. Während Studium/Referendariat gibt es keine „Ausbildungsvergütung“ wie in dualen Berufen (im Referendariat gibt es eine Unterhaltsbeihilfe).

  • Ist der Beruf stressig?

    Er kann anspruchsvoll sein: hohe Verantwortung, Fristen, komplexe Vorgänge und viele Details.