Du traust dich nicht deine Branche zu wechseln?

Diese Anzeichen sprechen dafür, dass du es doch tun solltest!

Foto: mitchell hartley / unsplash
Foto: mitchell hartley / unsplash

Wer im falschen Job steckt, sollte mit dem Neustart nicht bis zur Rente warten. Es ist 2020 - die perfekte Zeit für Veränderungen! Wir beleuchten, ob ein Jobwechsel ausreicht oder ob ihr lieber direkt die Branche wechseln solltet.

Zeit für eine große Veränderung?

Gelangweilt, unterfordert, gestresst - kommt euch das bekannt vor? Oder habt ihr einfach nur Lust auf etwas Neues? Ein Jobwechsel kann diese Probleme lösen und die ersehnte Abwechslung ins Berufsleben bringen. Doch nicht immer ist es mit einem neuen Job im gleichen Bereich getan - manchmal muss es direkt ein Wechsel der gesamten Branche sein. Zu den häufigsten Gründen für einen Branchenwechsel zählen:

  • Die alte Branche bietet ein geringes Gehaltsniveau und ihr habt das Potenzial (bald) ausgeschöpft. Andere Branchen locken mit attraktiveren Gehältern.
  • Das Image der Branche ist schlecht. Das wirkt sich negativ auf eure Motivation aus.
  • Die Branche schwächelt und es gibt kaum Aussicht auf Besserung.
  • Die Branche ist nicht zukunftsfähig und wird in naher Zukunft noch weiter an Bedeutung verlieren.
  • Die Werte der Branche sind nicht mehr vertretbar. Ihr wollt eure Zeit und Energie lieber in eine Branche stecken, deren Werte ihr vertreten könnt.

Auch andere Gründe, wie eine lange und erfolglose Stellensuche im bisherigen Beruf oder eine begrenzte Anzahl an Arbeitsplätzen in der bisherigen Branche am Wohnort sind typische Gründe, warum Arbeitnehmer überlegen, die Branche zu wechseln.

Diese Anzeichen sprechen dafür, die Branche zu wechseln! Foto: javier allegue barros / unsplash

Diese Anzeichen sprechen dafür, die Branche zu wechseln! Foto: javier allegue barros / unsplash

Herausforderungen beim Branchenwechsel

Den Job innerhalb einer Branche zu wechseln, ist sicherlich aufregend und kann anstrengend sein. Dennoch ist es erheblich leichter, als die gesamte Branche zu wechseln. Denn in der Regel sprechen in einer Branche alle die gleiche Sprache und folgen ähnlichen Spielregeln. Eine neue Branche bedeutet automatisch neue „Spielregeln“. Leichter ist es, die Branche zu wechseln und die Jobfunktion beizubehalten. Ein Beispiel wäre von Head of Sales in der Autoindustrie zu Head of Sales in der Telekommunikationsbranche zu wechseln.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der den Branchenwechsel erleichtert, ist ein gutes Netzwerk. Vor allem wenn große Unterschiede zwischen eurer bisherigen und der Wunschbranche bestehen, können Businesskontakte die Brücke schlagen. Fehlt euch das Netzwerk wird es als „Außenseiter“ schwerer auf euch aufmerksam zu machen, insbesondere bei Initiativbewerbungen. Schafft ihr es dennoch in den Auswahlprozess, müsst ihr euren Wunsch, die Branche wechseln zu wollen, geschickt thematisieren.

Branchenwechsel geschickt begründen

Wer die Branche wechseln will, muss im Bewerbungsprozess geschickt agieren und sich eines klar machen: Eure Konkurrenz verfügt über Branchenerfahrung, die euch fehlt. Ihr müsst den Personalverantwortlichen überzeugend darlegen, warum ihr trotzdem die bessere Wahl seid. Drei Tipps:

Tipp #1: Qualifikationen betonen

Zeigt den Personalverantwortlichen, dass sich eure Qualifikationen ideal auf die neue Branche übertragen lassen. Das gelingt besonders gut, wenn ihr eure bisherige Jobfunktion beibehaltet. Ein gleichzeitiger Branchen- und Funktionswechsel hat deutlich weniger Aussicht auf Erfolg.

Tipp #2: Leidenschaft für die Branche hervorheben

Vermittelt glaubhaft eure Leidenschaft und Motivation für die Wunschbranche. Fällt euch das schwer, könnt ihr notfalls auf privates Interesse an der angestrebten Tätigkeit in der Wunschbranche verweisen.

Tipp #3: Authentisch und selbstbewusst auftreten

Im Bewerbungsgespräch werden die Personalverantwortlichen euch auf den Zahn fühlen - und die ein oder andere direkte Frage stellen. Bleibt authentisch, aber selbstbewusst. Gebt zu, wenn euch einzelne Kompetenzen fehlen, und betont, dass ihr euch den Branchenwechsel zutraut und wisst, was ihr leisten könnt und wo ihr hinwollt. Es kommt positiv an, ein paar unbezahlte Probearbeitstage anzubieten und zu sagen, dass man für eine Weiterbildung offen ist. Das beweist Einsatz.

Fazit:

Manchmal reicht es nicht, den Job innerhalb einer Branche zu wechseln - eine größere Veränderung muss her. Doch ein Branchenwechsel ist nicht das leichteste Unterfangen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der Wechsel gelingt, wenn ihr euer Netzwerk aktiviert, eine ähnliche Jobfunktion anstrebt, eure Qualifikationen gut zur neuen Branche passen und ihr Bereitschaft zur Weiterbildung signalisiert. Viel Erfolg!

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