Positive Affirmationen

Was ist das überhaupt?

Foto: pietra schwarzler / unsplash
Foto: pietra schwarzler / unsplash

Negative Glaubenssätze kennen wir wahrscheinlich alle. Schon in unserer Kindheit haben sich negative Glaubenssätze in uns gebildet und wir halten uns vielleicht für tollpatschig, uninteressant oder nicht attraktiv genug. Viele Menschen konzentrieren sich im Alltag zudem auf das Negative. Das hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Sich auf das Negative zu fokussieren bedeutet, dass man seinen Zielen nicht näherkommt. Positive Affirmationen können das Gegengewicht zu negativen Glaubenssätzen bilden und uns im Leben voranbringen. Positive Affirmationen können für unterschiedliche Lebensbereiche angewandt werden.

Was sind positive Affirmationen überhaupt?

Unter einer positiven Affirmation versteht man einen selbstbejahenden, positiven Satz, den man sich selbst immer wieder sagt. Ziel dieser selbstbejahenden Sätze ist es, die eigenen Gedanken umzuprogrammieren. Wer Veränderungen im eigenen Leben herbeiführen möchte, kann Affirmationen nutzen, um sich in die gewünschte Richtung zu entwickeln. Durch die Veränderung der Gedanken verändern sich mit der Zeit auch die Gefühle und das Verhalten. Denken, Fühlen und Handeln hängen eng zusammen und so kann sich durch das Verändern der Gedanken ganz allmählich eine Veränderung einstellen. Es wird angenommen, dass Affirmationen irgendwann bis ins Unterbewusstsein vordringen. Dafür müssen diese jedoch regelmäßig wiederholt werden. Positive Affirmationen sollen besonders wirksam sein, wenn man sich vor dem Schlafen damit beschäftigt.

 

Positive Affirmationen gegen euren inneren Kritiker / Foto: elena mozhvilo / unsplash

Positive Affirmationen gegen euren inneren Kritiker / Foto: elena mozhvilo / unsplash

Wie soll ich positive Affirmationen richtig formulieren?

Manchmal hat das Formulieren positiver Affirmationen so seine Tücken. Ist die Affirmation zu direkt, zu konkret, kann sich in uns eine Art innerer Zweifler melden. Folgende Affirmationen können dem inneren Kritiker sauer aufstoßen:

  • Ich bin schön.
  • Ich bin erfolgreich.
  • Ich bin selbstbewusst.

Solche Affirmationen sind direkt und konkret und eure innere, kritische Stimme kontert vielleicht sofort mit einem Gegenargument. Eure innere Stimme sagt dann vielleicht Dinge wie "Mach dir doch nichts vor.", "Mit deinen 10 kg Übergewicht bist du alles andere als schön." oder "So ein Quatsch.". Wenn sich bei positiven Affirmationen euer innerer Kritiker bei euch meldet, erreicht ihr damit möglicherweise nicht euer Ziel, sondern habt nur noch mehr Zweifel im Kopf. Fällt euch bei einer Affirmation also auf, dass sich etwas in euch dagegen wehrt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Dann kann es wichtig sein, die Affirmation anders und indirekt zu formulieren. Das könnte beispielsweise so aussehen:

  • Ich fühle mich jeden Tag ein bisschen wohler in meinem Körper.
  • Ich traue mir jeden Tag mehr zu.
  • Ich werde jeden Tag mehr und mehr Erfolg haben.

Welche Art der Affirmation für euch die richtige ist, müsst ihr herausfinden. Probiert beide Varianten aus, testet verschiedene Formulierungen und arbeitet mit den positiven Affirmationen, die euch guttun. Ihr dürft hier auf euer Bauchgefühl vertrauen.

Eigene Affirmationen entwickeln – so geht's

Ihr habt eure ganz eigenen Ziele und Vorstellungen davon, was ihr im Leben erreichen möchtet. Aus diesem Grund wirken positive Affirmationen nicht bei jedem Menschen gleich. Ihr könnt die selbstbejahenden Sätze eures besten Kumpels oder der besten Freundin nicht einfach übernehmen, sondern müsst eigene entwickeln. Möchtet ihr positive Affirmationen indirekt formulieren, können folgende Satzanfänge sehr hilfreich sein:

  • Ich werde jeden Tag ein bisschen mehr...
  • Ich erlaube mir....
  • Ich darf....
  • Ich freue mich....
  • Ich genieße es....

Dann gibt es verschiedene Gründe dafür, positive Affirmationen zu nutzen. Vielleicht habt ihr ein bestimmtes Ziel vor Augen. Möchtet ihr beispielsweise abnehmen, dann nutzt Sätze wie "Ich freue mich darauf, meine Ernährung leicht und gesund zu gestalten und ich habe jeden Tag mehr Spaß an Bewegung." oder "Ich erlaube meinem Körper schlank und gesund zu sein.". Hört in euch hinein. Ihr könnt mit positiven Affirmationen aber auch Probleme bearbeiten. Wenn ihr beispielsweise unter Prüfungsangst leidet und von dieser Angst weg wollt, dann müsst ihr die Affirmation positiv formulieren. Man sagt, dass das Unterbewusstsein keine negativen Formulierungen versteht. Ihr solltet als nicht sagen "Ich habe keine Prüfungsangst mehr.", sondern eher etwas wie "Ich fühle mich von Prüfung zu Prüfung ruhiger und entspannter und kann besser mit der Situation umgehen.". Bei der individuellen Formulierung seid ihr natürlich frei.

Fazit

Positive Affirmationen sind keine Wunderwaffe, die euch einmal eingesetzt sofort an eure Ziele bringt. Wichtig ist, selbstbejahende Sätze zu finden, gegen die sich euer innerer Kritiker nicht sofort auflehnt. Hört auf euer Bauchgefühl. Dann solltet ihr eure Affirmationen regelmäßig wiederholen. Am besten beschäftigt ihr euch jeden Abend vor dem Schlafengehen damit. Langfristig haben viele Menschen Erfolg mit positiven Affirmationen und können ihr Unterbewusstsein in die gewünschte Richtung umprogrammieren.

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