Warum ihr alle einen Mentor haben solltet.

Diese 4 Mentoren Typen bringen euch karrieretechnisch weiter

Foto: startup stock photos / pexels
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Mentoring gilt als Karriereturbo, mit dem man schneller und eleganter ans Ziel kommt. Inzwischen setzt jedes zweite Unternehmen auf Mentoring-Programme. Doch nicht jeder Mentor bringt euch in jeder Situation Benefits. Dafür sollte es schon der passende Typ sein. Wie sich die verschiedenen Mentoren Typen unterscheiden, haben wir für euch zusammengefasst!

Kurzes Recap: Was ist ein Mentor?

Ein Mentor oder eine Mentorin ist eine erfahrene Person aus der gleichen Firma oder Branche, die eine vergleichsweise weniger erfahrene Person (Mentee genannt) in ihrer beruflichen Entwicklung begleitet. In der Regel finden alle paar Wochen Treffen statt, in denen Vergangenes reflektiert und Zukünftiges geplant wird. Durch die individuelle Betreuung einer kompetenten Person kann eure persönliche und berufliche Entwicklung beschleunigt werden.

Der Begriff Mentor entspringt übrigens der griechischen Mythologie. Mentor hieß ein Freund des berühmten Odysseus, der sich in Odysseus Abwesenheit um dessen Sohn Telemachos kümmerte.

 

4 Mentoren Typen, die euch karrieretechnisch weiterbringen / Foto: you x ventures / unsplash

4 Mentoren Typen, die euch karrieretechnisch weiterbringen / Foto: you x ventures / unsplash

Die 4 Mentoren-Typen

Nicht jede erfahrene Person ist automatisch ein guter Mentor - und nicht jeder Mentor hat die gleichen Stärken. Vielmehr lassen sich mehrere Mentoren Typen unterscheiden, von denen ihr je nach Persönlichkeit und Zeitpunkt entlang der Karrierelaufbahn besonders profitieren könnt.

Der oder die Erfahrene

Erfahrene Mentoren haben bereits etliche Karrierestufen genommen und mehrere Abteilungen durchlaufen. Daher verfügen sie über einen großen Erfahrungsschatz und können sich in die unterschiedlichsten Situationen hineinversetzen - ähnlich wie ein Trainer beim Sport. Wenn ihr euch fragt, ob es richtig war, euren Kollegen in die Schranken zu weisen oder noch daran zu knabbern habt, dass die letzte Präsentation suboptimal lief, hilft euch der oder die Erfahrene beim Perspektivwechsel. Erfahrene Mentoren sind besonders dann für euch geeignet, wenn ihr in die Rolle als Führungskraft hineinwachsen müsst.

Der oder die Netzwerk-Profi

Es ist ein Klischee - aber eines, das man nicht oft genug wiederholen kann: Für den Erfolg im Berufsleben ist Networking wichtig. Ein bisschen Vitamin B tut schließlich niemandem weh. Unter allen Mentoren Typen sind die Netzwerk-Profis am meisten gewillt, euch an ihrem Netzwerk teilhaben zu lassen, und nehmen euch zu Treffen und Veranstaltungen mit. Die Netzwerker kennen viele interessante Kontakte und können euch mit Leuten connecten, die bereits da sind, wo ihr noch hinwollt. Eine ganz andere Liga als typische Netzwerk-Events, bei denen sich nur euresgleichen tummeln.

Der oder die Enthusiastische

Die Enthusiastischen sind die Cheerleader unter den Mentoren. Gekonnt füttern sie euer Ego in jeder Situation, bauen euch nach Rückschlägen auf, pushen euch sanft zu Höchstleistungen und feiern eure Erfolge. Neid gehört nicht ins Emotionsrepertoire dieses harmoniebetonten Mentoren Typen. Wenn ihr euer Selbstbewusstsein noch stärken müsst und mit Kritik nicht gut umgehen könnt, seid ihr beim enthusiastischen Mentor genau richtig.

Der oder die Kritische

Geradeaus, ehrlich und mit einem kritischen Blick, das macht diesen Mentoren Typen aus. Wenn ihr grundsätzlich zu unbedarft und optimistisch an Dinge herangeht, hilft euch der oder die Kritische alle Vor- und Nachteile abzuwägen, Schwachstellen aufzudecken und Risiken zu kalkulieren. Aber Vorsicht: Ihr müsst mit starken Persönlichkeiten und Kritik wirklich gut umgehen können, sonst könnte euch das Mentoring sogar schaden. Denn laut einer Studie der University of Georgia kann ein zu dominanter Mentor das Selbstbewusstsein des Mentees beschädigen.

Welche Benefits bringen Mentoren?

Wissenschaftlich betrachtet (nach Auswertung von dreiundvierzig Studien), lassen sich fünf konkrete Benefits benennen. Mentees...

  • verdienen mehr, als Mitarbeiter, die keinen Mentor haben
  • werden häufiger befördert
  • fühlen sich zufriedener mit ihrer Karriere
  • fühlen sich ihrer Karriere stärker verpflichtet
  • sind eher der Meinung, dass sie in ihrer Karriere vorankommen werden

Also wenn diese Benefits kein Beweis dafür sind, dass ihr alle einen Mentor haben solltet....

Den richtigen Mentor finden

Erfolgreiches Mentoring hat komplexe soziale Voraussetzungen. Ähnlich wie beim Tinder-Date muss zwischen Mentor und Mentee die Chemie stimmen, aber es muss eben auch fachlich passen. Ehe ihr euch für einen Mentoren Typen entscheidet, solltet ihr zuerst definieren, was ihr aus dem Mentoring mitnehmen möchtet. Wollt ihr Zugang zu Netzwerken und elitären Kreisen, hofft ihr, euch bestimmte Fähigkeiten anzueignen, oder braucht ihr Unterstützung bei der Laufbahnplanung? Werdet euch darüber klar, was ihr überhaupt erwartet. Dann wird es leichter, den passenden Mentor zu finden.

Fazit: Wichtigste Eigenschaften im Job machen unentbehrlich

Nicht jedes Mentor-Mentee-Tandem ist tatsächlich ein gutes Team. Definiert eure Vorstellungen zum Mentoring und wählt den Mentoren Typen, der zu eurer Persönlichkeit und beruflichen Situation passt. Damit das Mentoring euch dann wirklich weiterbringt, solltet ihr jedes Treffen vorbereiten und euch konkrete Fragen oder zumindest Themen überlegen, die ihr gemeinsam besprechen wollt.

Weiterführende Links

Hier könnt ihr euch den zusammengefassten Beitrag anhören:

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