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Arbeitszeiterfassung im Home-Office?

Wir zeigen, worauf Ihr achten müsst.

Foto: kevin ku aiybwbrwwlo / unsplash
Foto: kevin ku aiybwbrwwlo / unsplash

Arbeiten im Home-Office – für viele ist das ein echter Traum. Man arbeitet von zu Hause aus, spart Zeit, weil man nicht mehr täglich pendeln muss, hat keinen Stress mit dem Chef oder den Kollegen und ist total flexibel, was die eigenen Arbeitszeiten angeht. Wir hören Home-Office und wittern Entspannung und Freiheit. Und dank der größeren Flexibilität können wir Berufs- und Privatleben besser unter einen Hut bringen. Denken wir. In manchen Fällen erweist sich die Arbeit im Home-Office tatsächlich als großer Glücksgriff. In Zeiten der Corona-Krise ist das Home-Office für viele Unternehmen und deren Mitarbeiter zum rettenden Anker geworden. Allerdings bringt das Home-Office so einige Hürden mit sich, die man Schritt für Schritt nehmen muss. Eine Hürde kann die Arbeitszeiterfassung im Home-Office sein. Was man bei der Arbeitszeiterfassung im Home-Office beachten muss, wollen wir uns näher anschauen.

Arbeiten im Home-Office - wie organisiere ich mich?

Auch wenn das Arbeiten im Home-Office für viele zunächst nach einem paradiesischen Zustand klingt, gibt es im neuen Arbeitsalltag eine Menge neuer Herausforderungen. Um im Home-Office nicht komplett im Chaos unterzugehen, braucht ihr Disziplin, klare Regeln und einen Plan. Ein erster wichtiger Schritt ist, dass ihr die Arbeitszeit festlegen müsst. Wann möchtet ihr arbeiten? Wie viele Stunden möchtet oder müsst ihr arbeiten? Grundsätzlich gilt auch für das Home-Office das Arbeitszeitgesetz. Das heißt, ihr dürft nicht länger als acht Stunden pro Tag arbeiten. Das Arbeitszeitgesetz sieht jedoch eine gewisse Flexibilität vor. Gibt es zeitweise mehr zu tun, dürfen es auch zehn Stunden pro Tag sein. Allerdings müssen die Stunden, die ihr zusätzlich gearbeitet habt, in den nächsten sechs Monaten ausgeglichen werden. Auch im Home-Office stehen euch die üblichen Pausen und Ruhezeiten zu. Arbeitet ihr mehr als sechs Stunden täglich, müsst ihr 30 Minuten Pause machen. Arbeitet ihr über neun Stunden, müsst ihr 45 Minuten Pause machen. Wenn ihr eure Arbeitszeit und die Arbeitszeiterfassung im Home-Office plant, müsst ihr also auch Pausen berücksichtigen. Die Ruhezeiten sollten ebenfalls eingehalten werden. Hier gilt, dass zwischen dem Feierabend und dem nächsten Arbeitsbeginn mindestens elf Stunden liegen müssen.

 

Arbeitszeiterfassung im Home-Office. Wir zeigen, worauf Ihr achten müsst./ Foto: luke van zyl huzjjnhfrae / unsplash

Arbeitszeiterfassung im Home-Office. Wir zeigen, worauf Ihr achten müsst./ Foto: luke van zyl huzjjnhfrae / unsplash

Arbeitszeiterfassung im Home-Office – Arbeitgeber hat Dokumentationspflicht

Auch für die Arbeit im Home-Office gilt, dass der Arbeitgeber seine Dokumentationspflichten erfüllen muss. Die Dokumentationspflicht bezieht sich auch auf die Arbeitszeit im Home-Office. Der Arbeitgeber kann mit seinem Mitarbeiter vereinbaren, dass dieser seine Arbeitszeit zu Hause selbst dokumentiert. Dieser legt seine Arbeitszeiterfassung dann in vorab festgelegten Abständen seinem Vorgesetzten vor. Sollen gemeinsame Meetings oder Konferenzen auch im Home-Office stattfinden, ist es sinnvoll, mit dem Mitarbeiter feste Zeiten zu vereinbaren. Das gilt auch für die Erreichbarkeit des Mitarbeiters. Der Arbeitgeber kann in der Regel nicht kontrollieren, ob sich der Mitarbeiter tatsächlich an die vereinbarten Regeln hält. Oftmals wird einfach eine große Portion an Vertrauensvorschuss geleistet. Einige Vorgesetzte wünschen sich etwas mehr Kontrolle und rufen beispielsweise zu bestimmten Zeiten bei ihren Mitarbeitern an, um nachzufragen, ob diese am Schreibtisch sitzen und die Arbeit läuft. Umgekehrt kann der Arbeitgeber auch mit seinen Mitarbeitern vereinbaren, dass diese sich regelmäßig melden und von ihrem Arbeitsfortschritt berichten. Als Mitarbeiter müsst ihr darauf achten, eure Arbeit in der vereinbarten Zeit zu schaffen und die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes einzuhalten.

 

Arbeitszeiterfassung im Home-Office – das ist Pflicht / Foto: dillon shook 3ipkixvxv / unsplash

Arbeitszeiterfassung im Home-Office – das ist Pflicht / Foto: dillon shook 3ipkixvxv / unsplash

Arbeitszeiterfassung im Home-Office – das ist Pflicht

Die Arbeitszeiterfassung im Home-Office ist mittlerweile zur Pflicht geworden. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Arbeitszeit dokumentiert werden muss. Auf welche Art und Weise das geschieht, ist jedoch dem Arbeitgeber selbst überlassen. Wenn ihr mit eurem Arbeitgeber die Arbeitszeiterfassung im Home-Office vereinbart habt, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ihr könnt eure Arbeitszeit einfach auf Papier erfassen, eine Tabelle mit Excel anlegen oder eine moderne Software zur Arbeitszeiterfassung nutzen. Wichtig ist, dass ihr eure gesamte Arbeitszeit zuverlässig dokumentiert. Welches System ihr nutzt, hängt von den Vorgaben eures Arbeitgebers ab.

Fazit

Die Arbeitszeiterfassung im Home-Office gehört zur Dokumentationspflicht und muss vom Arbeitgeber unbedingt eingehalten werden. Wie ihr eure Arbeitszeit im Home-Office erfassen müsst, hängt jedoch von eurem Arbeitgeber und dessen Vorgaben ab. Klar ist, dass ihr euch auf ein System bei der Arbeitszeterfassung konzentrieren und das durchziehen müsst. Gibt es bestimmte Vereinbarungen zur Erreichbarkeit oder zu Meetings im Home-Office, müsst ihr diese ebenfalls einhalten. Die Arbeit im Home-Office ist eben auch mit etwas Bürokratie verbunden.

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