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Virologe & Fachassistent Virologie

Was machen die eigentlich genau?

Foto: pills on blue background / unsplash
Foto: pills on blue background / unsplash

Bislang habt ihr euch mit dem Thema Virologie vielleicht gar nicht weiter beschäftigt. Von Viren und Bakterien sind wir immer umgeben und eigentlich machen wir uns da keinen großen Kopf. Zumindest solange wir nicht krank sind. Seit einiger Zeit ist jedoch das Coronavirus in aller Munde und wir alle lauschen gebannt den Worten des Chefvirologen der Berliner Charité Christian Drosten. Doch was hat es mit der Virologie eigentlich auf sich und was macht ein Virologe genau?

Was macht ein Virologe eigentlich?

Der Virologe Christian Drosten beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem neu aufgetretenen Coronavirus SARS-CoV-2. Neu auftretende Viren sind ein Forschungsschwerpunkt des Virologen Christian Drosten und so gilt er derzeit als einer der führenden deutschen Experten auf diesem Gebiet. In Interviews und Podcasts tut er im Grunde allgemeinverständlich das, was ein Virologe auch hauptberuflich macht: Es geht um die wissenschaftliche Beschreibung von Viren.

In der Virologie wird unter anderem erforscht, wie sich Viren klassifizieren lassen und wie sich diese vermehren können. Für die Allgemeinheit besonders interessant sind dabei die Bereiche:

  • mögliche Ansteckung mit Viren
  • der Verlauf der Virusinfektion & Viruserkrankung
  • die Bekämpfung der Virusinfektion

Ein großer Teil der Forschung wird auf die Prävention von Viruserkrankungen verwendet. Eine Infektion mit Viren kann harmlos sein oder auch lebensbedrohlich. Der Virologie kommt damit eine wichtige Rolle in der Forschung zu.

 

Beruf: Virologe. Was er macht und wie man es wird / Foto: pille riin priske

Beruf: Virologe. Was er macht und wie man es wird / Foto: pille riin priske

Was tun Virologen gegen die Bekämpfung von Viren?

Während man gegen Bakterien mit Antibiotika vorgehen kann, gibt es für die Bekämpfung von Viren nicht immer ein geeignetes Medikament. Viren mit Medikamenten zu bekämpfen, ist daher nicht immer so einfach. Es gibt zwar einige antivirale Medikamente, diese wirken jedoch nur gegen bestimmte Viren. Das heißt, unser Immunsystem muss in vielen Fällen selbst gegen die Virusinfektion ankämpfen.

Häufig baut unser Körper einen Immunschutz gegen das jeweilige Virus auf, wenn die Erkrankung überstanden ist. Da es sich bei SARS-CoV-2 um ein Virus handelt, das die Virologen noch nicht genau kennen, kann noch nicht gesagt werden, ob wir im Anschluss an eine Covid-19-Erkrankung (also nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus) tatsächlich immun sind. Dies muss erst noch abschließend geklärt werden. Ein Virologe beschäftigt sich daher unter anderem mit der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen zur Bekämpfung von Viruserkrankungen wie Covid-19.

Wie kann man Virologe werden?

Wenn ihr euch für Virologie interessiert und Virologe werden möchtet, dann habt ihr mehrere Möglichkeiten. Wichtigste Voraussetzung ist ein einschlägiges Studium. Gut vorbereitet auf den Einsatz als Virologe seid ihr mit Studiengängen wie Humanmedizin, Biologie und Biochemie. Wenn ihr Humanmedizin studiert habt, könnt ihr anschließend eine Weiterbildung Facharzt/-ärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie machen. Die Regelstudienzeit für Humanmedizin beträgt zwölf Semester. Anschließend müsst ihr noch eure Facharztausbildung dranhängen. Diese dauert im Bereich Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie fünf Jahre. Um Zugang zum Studium zu erhalten, benötigt ihr die allgemeine Hochschulreife und oftmals sind die für die Virologie relevanten Studiengänge zulassungsbeschränkt. Das bedeutet, ihr müsst häufig einen bestimmten Notendurchschnitt erreichen, um zum Studium zugelassen zu werden.

 

Was tun Virologen für die Bekämpfung von Viren? / Foto: tonik u / unsplash

Was tun Virologen für die Bekämpfung von Viren? / Foto: tonik u / unsplash

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man für die Virologie mitbringen?

Wenn ihr euch für die Virologie interessiert und in diesem Bereich Fuß fassen möchtet, dann solltet ihr folgende Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen:

  • Ihr solltet in der Lage sein, sorgfältig und genau zu arbeiten
  • Ihr solltet eine hohe Merk- und Konzentrationsfähigkeit mitbringen
  • Ihr müsst anpassungsfähig sein und solltet auch mit unregelmäßigen Arbeitszeiten klarkommen
  • Ihr braucht eine gute Beobachtungsgabe
  • Auch in Laboren und der Forschung ist soziale Kompetenz wichtig (Einfühlungsvermögen ist besonders wichtig)
  • Ihr müsst sehr verantwortungsbewusst sein

Je nach Fachbereich und Einsatzort müsst ihr auch selber Versuche machen und solltet daher auch eine gute Feinmotorik sowie ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen. Außerdem müsst ihr in diesem Beruf bereit sein, euch stetig fortzubilden. In der Virologie gibt es immer wieder neue Erkenntnisse, die eure Arbeit als Virologe oder Fachassistent in der Virologie beeinflussen kann.

Wie hoch ist das Gehalt eines Virologen?

Wie viel ein Virologe oder auch ein Fachassistent der Virologie verdient, ist sehr unterschiedlich. Häufig richtet sich das Gehalt nach dem Alter, der Berufserfahrung sowie dem Einsatz- und Arbeitsort. Man kann bei Fachärzten für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie von einem Gehaltsrahmen von 35.000 Euro bis zu 55.000 Euro pro Jahr ausgehen.

Fazit

Ein Virologe beschäftigt sich mit allen Fragen rund um Viren. Virologen suchen nach Wegen, um Viruserkrankungen zu verstehen, einzudämmen und zu bekämpfen. Wenn ihr euch beruflich in diese Richtung entwickeln möchtet, dann eignen sich Studiengänge wie Humanmedizin, Biochemie und Biologie.

 

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