Frau sitzt nachdenklich vor Laptop und hält sich den Kopf
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Frau sitzt nachdenklich vor Laptop und hält sich den Kopf
Wann und wie du das machen solltest

Ausbildungsplatz-wechsel: So solltest du es machen

Ein Ausbildungsplatzwechsel kann neue Chancen eröffnen. Erfahre, wann er sinnvoll ist, welche Schritte nötig sind und wie du den Wechsel gut vorbereitest.

Du spielst mit dem Gedanken an einen Ausbildungsplatzwechsel oder steckst schon mitten im Chaos aus Frust, Kündigungsfristen und Bewerbungen? bigKARRIERE zeigt dir, wie du deinen Wechsel rechtssicher, clever und ohne Bruch im Lebenslauf planst – egal ob du im 1. oder im 3. Lehrjahr hängst.

Ausbildungsplatzwechsel: Wann ein Wechsel wirklich Sinn ergibt

Ein schlechter Tag in der Berufsschule oder Stress mit Kolleg:innen reicht noch nicht für den Ausbildungsplatzwechsel. Kritisch wird es, wenn Probleme dauerhaft auftreten und deine Ausbildung ausbremst.

Typische Gründe für einen Ausbildungsplatzwechsel:

  • du lernst fachlich kaum etwas
  • du arbeitest ständig Überstunden, die niemand ausgleicht
  • du erhältst dein Gehalt wiederholt zu spät oder zu niedrig
  • dein:e Ausbilder:in betreut dich kaum oder gar nicht
  • es herrscht dauerhaft mieses Betriebsklima
  • du erlebst Mobbing oder sexuelle Belästigung
  • gesundheitliche Probleme verstärken sich durch die Tätigkeit
  • dein Beruf passt überhaupt nicht mehr zu dir und deinen Zielen

Spürst du dich in dieser Liste? Dann lohnt sich ein genauer Blick auf deine Situation.

Wichtig: Lehrjahre sind anstrengend, trotzdem hast du Rechte. In deinem Ausbildungsvertrag steht nicht „Billigkraft“, sondern „Azubi“. Du lernst einen Beruf, dazu gehört eine strukturierte Ausbildung – nicht nur Kaffee kochen.

Mann sitzt vor Laptop in schwarz weiß und deutet
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Mann sitzt vor Laptop in schwarz weiß und deutet

In welchen Fällen du den Ausbildungsplatzwechsel rechtlich sauber machst

Ein Ausbildungsplatzwechsel läuft in der Regel nicht über Nacht. Du bewegst dich im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und je nach Kammer – IHK, HWK oder andere zuständige Stellen – gelten bestimmte Spielregeln.

Während der Probezeit: Ausbildungsplatzwechsel easy möglich

Die Probezeit dauert laut Vertrag mindestens einen und höchstens vier Monate. In dieser Phase gilt:

  • du kündigst jederzeit
  • ohne Frist
  • ohne Begründung

Du meldest dich bei deinem Betrieb schriftlich ab, suchst dir parallel einen neuen Ausbildungsplatz und schließt dort einen neuen Ausbildungsvertrag. Ein Gespräch mit der zuständigen Kammer (z. B. IHK oder HWK) gibt dir Sicherheit, ob alles richtig läuft.

Nach der Probezeit: Ausbildungsplatz wechseln mit Grund

Nach der Probezeit wird es formeller. Hier gibt es mehrere Wege:

Fristlose Kündigung mit wichtigem Grund
Zum Beispiel bei massiven Mängeln in der Ausbildung, ständiger nicht vergüteter Mehrarbeit, sexueller Belästigung, aggressiven Übergriffen oder dauerhaften Vertragsverletzungen durch den Betrieb.
Du brauchst:

  • schriftliche Kündigung
  • genaue Beschreibung der Vorfälle
  • im Idealfall Nachweise (Berichtsheft, Mails, Protokolle von Gesprächen)

Ordentliche Kündigung mit Frist von vier Wochen
Wenn du den Beruf aufgeben oder wechseln willst, also zum Beispiel von Verkäufer:in zu Erzieher:in wechselst. In der Kündigung muss stehen, dass du die Berufsausbildung aufgeben oder in einem anderen Beruf fortsetzen willst.

Aufhebungsvertrag
Du und dein:e Ausbilder:in trennt euch einvernehmlich.
Vorteile:

  • Zeitpunkt frei wählbar
  • keine Fristen
  • keine offizielle Kündigung
    Lass dir den Aufhebungsvertrag schriftlich geben, prüfe alle Punkte in Ruhe und starte erst danach im neuen Betrieb.

On Air Beitrag vom 16.02.2026

Moderatorin: Kessy

Ausbildungsplatzwechsel mit IHK oder HWK: Hol dir Support

Du fühlst dich überfordert mit Fristen, Paragraphen und Gesprächsführung? Dann nutzt du die Beratung deiner Kammer:

Ausbildungsbetrieb wechseln IHK:
Die IHK-Ausbildungsberatung unterstützt dich bei Konflikten, erklärt dir, wie du rechtssicher kündigst und prüft mit dir, ob ein Ausbildungsplatzwechsel IHK-Fall vorliegt, bei dem die Kammer aktiv vermittelt.

Ausbildungsbetrieb wechseln HWK:
Im Handwerk springt die Handwerkskammer ein. Die Berater:innen kennen typische Probleme im Betrieb und helfen dir bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz im gleichen Beruf.

Die Kammern achten auf Schadensersatz beim Ausbildungsplatzwechsel: Wenn du grob vertragswidrig handelst, droht unter Umständen eine Forderung des Betriebs. Hol dir deshalb frühzeitig Rat, bevor du impulsiv kündigst.

Ausbildungsplatzwechsel bei Umzug: Geht das?

Du ziehst mit deiner Familie in eine andere Stadt oder gründest einen eigenen Haushalt und deine Ausbildung passt nicht mehr zu deinem Wohnort? Ein Ausbildungsbetrieb wechseln bei Umzug klappt in vielen Fällen:

  • Sprich zuerst mit deinem aktuellen Betrieb:
    Gibt es Filialen oder Partnerunternehmen am neuen Wohnort?
  • Nimm Kontakt zur zuständigen IHK oder HWK am neuen Wohnort auf:
    Die Kammer hilft dir bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb, damit du die Ausbildung im gleichen Beruf fortführst.
  • Lass prüfen, welche Inhalte und Zeiten dein neuer Betrieb anrechnet.

So vermeidest du unnötige Verluste bei der Ausbildungszeit und bleibst in deinem Berufsfeld.

Ausbildungsplatz wechseln im 2. Lehrjahr: Chance statt Bruch

Viele Azubis merken erst im 2. Lehrjahr, dass etwas nicht stimmt. Die Ausbildung fühlt sich an, als drehst du dich im Kreis, du hast kaum Kontakt zu Ausbilder:innen oder wirst nur als günstige Arbeitskraft eingesetzt.

Ein Ausbildungsbetrieb wechseln im 2. Lehrjahr (HWK oder IHK) bringt Chancen:

  • du steigst in einen Betrieb ein, der wirklich ausbildet
  • du holst verpasste Lerninhalte nach
  • du stärkst dein Selbstbewusstsein, weil du aktiv für dich einstehst

Wichtig für das 2. oder 3. Lehrjahr:

  • Vereinbare mit dem neuen Betrieb, wie du Inhalte nachholst.
  • Kläre mit der Berufsschule, welche Klassenstufe zu dir passt.
  • Lass dir die Anrechnung der bisherigen Ausbildungszeit schriftlich bestätigen.

Bevor du deinen Ausbildungsplatz wechselst: Reflektier deinen Plan

Ein Ausbildungsplatzwechsel fühlt sich nach großem Drama an, vor allem, wenn alle um dich herum meinen, du „ziehst das jetzt durch“. Genau deshalb lohnt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme, bevor du kündigst.

Stelle dir diese Fragen:

  • Liegt das Problem am Beruf an sich oder an diesem einen Betrieb?
  • Habe ich mit Ausbilder:in, Kolleg:innen oder der Berufsschule offen gesprochen?
  • Unterstützt mich mein Umfeld, wenn ich wechsle?
  • Traue ich mir zu, verpassten Stoff aufzuarbeiten?
  • Fühle ich langfristig mehr Energie, wenn ich diesen Schritt gehe?

Du kannst dir zu diesem Check ruhig temporär externe Hilfe holen – z. B. Beratungsstellen, Jugend- und Gewerkschaftsangebote oder Coachings. Artikel wie „Beruflich neu orientieren“ geben dir zusätzliche Perspektiven.

Frau und Mann schauen sich misstrauisch an
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Frau und Mann schauen sich misstrauisch an

Ausbildungsplatzwechsel vorbereiten: Schritt für Schritt

Damit dein Ausbildungsplatzwechsel sicher und strategisch läuft, gehst du strukturiert vor.

1. Probleme dokumentieren

Halte fest:

  • Welche Aufgaben übernimmst du täglich?
  • Welche Ausbildungsinhalte fehlen?
  • Welche Vorfälle belasten dich (z. B. Mobbing, Beleidigungen, Überstunden)?

Nutze dein Berichtsheft als Beweismittel. Notiere ehrlich, was du machst und was du lernst. So kannst du später gegenüber IHK oder HWK klar argumentieren.

2. Gespräche im Betrieb führen

Suche nacheinander diese Gespräche:

  • Ausbilder:in
  • Vertrauensperson im Betrieb (z. B. Jugend- und Auszubildendenvertretung)
  • Betriebsrat, falls vorhanden

Sprich klar, sachlich und ohne Beschuldigungen. Formulierungen wie:
„Ich erlebe seit Monaten, dass ich fast nur Hilfsarbeiten erledige und kaum Ausbildungsinhalte vermittelt bekomme. Lass uns gemeinsam eine Lösung finden.“

Artikel wie „Probleme mit dem Chef“ helfen dir bei der Gesprächsvorbereitung.

3. Beratung einholen

Parallel wendest du dich an:

  • die Berufsschule (Vertrauenslehrer:in, Schulsozialarbeit)
  • die zuständige IHK oder HWK
  • Gewerkschaftliche Angebote für Azubis

Diese Stellen kennen das Thema Ausbildungsbetrieb wechseln nach Kündigung aus der Praxis und unterstützen dich bei Formulierungen und dem Ablauf.

On Air Beitrag vom 17.02.2026

Moderatorin: Kessy

Ausbildungsbetrieb wechseln: Bewerbung clever aufbauen

Du planst den Wechsel und suchst einen neuen Platz? Dann zeigt deine Bewerbung, wie reflektiert du mit der Situation umgehst.

Inhalt deiner Bewerbung beim Ausbildungsplatzwechsel:

  • sachliche, kurze Begründung für den Wechsel
  • Fokus auf deinen Lernwillen und deine Motivation
  • Betonung der bisherigen Erfahrungen und Kompetenzen

Beispiele für Formulierungen:

  • „In meinem aktuellen Ausbildungsbetrieb erhielt ich nur eingeschränkt Einblick in die typischen Aufgaben des Berufs. Deshalb suche ich einen Ausbildungsplatz, an dem ich das Berufsbild vollständig kennenlernen kann.“
  • „Durch die bisherige Ausbildung habe ich meine Stärken im Kundenkontakt entdeckt. Diese Stärken möchte ich in einem Ausbildungsbetrieb nutzen, der die Ausbildungsinhalte strukturiert vermittelt.“

Nutze zur Unterstützung gern unsere Ratgeber zu Bewerbung und Lebenslauf, zum Beispiel den Guide „Initiativbewerbung“ oder den Artikel „Lebenslauf für Schüler:innen“.

Ausbildungsplatzwechsel: So erklärst du den Schritt im Vorstellungsgespräch

Früher oder später kommt im Gespräch die Frage: „Warum möchtest du deinen Ausbildungsbetrieb wechseln?“ Hier glänzt du mit einer ruhigen, ehrlichen, aber konstruktiven Antwort.

Do:

  • bleib sachlich
  • beschreibe, was du suchst – nicht nur, was schiefgelaufen ist
  • betone, was du bereits gelernt hast
  • zeig, dass du Verantwortung für deinen Weg übernimmst

Don’t:

  • Kolleg:innen oder Chef beleidigen
  • den aktuellen Betrieb verspottend darstellen
  • nur jammern, ohne eigene Schritte zu erwähnen

Beispiele:

  • „Ich habe gemerkt, dass die Struktur der Ausbildung nicht zu meinem Lernstil passt. Ich wünsche mir einen Betrieb, der die Ausbildungsinhalte enger am Ausbildungsrahmenplan ausrichtet.“
  • „Die Erfahrungen im bisherigen Betrieb haben mir gezeigt, welche Aufgaben mir Spaß machen und wo ich mich weiterentwickeln möchte. Darum strebe ich einen Wechsel an, um meine Stärken gezielter einzubringen.“

Mehr Input findest du im Ratgeber „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“

Ausbildungsplatz wechseln ohne Lücke: Timing und Organisation

Ein sauberer Übergang spart Nerven und stärkt deinen Lebenslauf.

So gehst du vor:

  1. Suche parallel neue Ausbildungsstellen.
  2. Bewirb dich mit vollständigen Unterlagen (Zeugnisse, Berichtsheft-Auszüge, Zwischenzeugnis).
  3. Führe Gespräche und kläre, wie viel deiner bisherigen Ausbildungszeit anerkannt wird.
  4. Unterschreibe den neuen Ausbildungsvertrag.
  5. Kläre mit der Kammer den Wechsel und die Anrechnung.
  6. Kündige erst dann im alten Betrieb oder unterschreibe den Aufhebungsvertrag.

Ein Zwischenzeugnis und deine Rechte als Azubi beleuchtet bigKARRIERE im Artikel „Deine Rechte und Pflichten als Azubi“ – perfekt als Ergänzung zum Ausbildungsplatzwechsel.

Schadensersatz beim Ausbildungsplatzwechsel: Wo du aufpassen musst

Klingt trocken, schützt dich aber: Schadensersatz beim Ausbildungsplatzwechsel droht vor allem dann, wenn du rechtswidrig oder „treuwidrig“ kündigst, z. B.:

  • du brichst die Ausbildung plötzlich ab, ohne Grund und ohne Frist
  • du hast bereits einen neuen Vertrag, verschweigst das aber und lässt den alten Betrieb im Dunkeln
  • du verlässt von heute auf morgen den Arbeitsplatz, ohne Übergabe

Damit es gar nicht so weit kommt:

  • halte Fristen ein
  • kündige schriftlich und begründet
  • nutze die Beratung durch IHK oder HWK
  • dokumentiere deine Gründe sauber

Wenn der Betrieb schon mit Schadensersatz droht, holst du dir schnell rechtliche Beratung, zum Beispiel über eine Gewerkschaft oder eine spezialisierte Beratungsstelle.

Alternative zum Ausbildungsplatzwechsel: Gleicher Betrieb, neuer Beruf

Ein Ausbildungswechsel bedeutet nicht automatisch, dass du den Betrieb verlassen musst. Gerade größere Unternehmen bilden mehrere Berufe aus:

  • Du merkst, dass dein Beruf nicht passt (z. B. zu viel körperliche Belastung, zu wenig Kundenkontakt).
  • Dafür reizt dich ein anderer Ausbildungsgang im selben Unternehmen (z. B. Wechsel von Lagerlogistik in den kaufmännischen Bereich).

Vorteile:

  • vertrautes Umfeld
  • bekannte Kolleg:innen
  • oft höhere Bereitschaft, dich zu unterstützen
  • kein kompletter Neustart in allen Strukturen

Das Gespräch mit dem Ausbildungsteam klärt, ob du innerhalb des Unternehmens den Beruf wechselst. In diesem Fall passt der Begriff Ausbildungsplatzwechsel trotzdem: Du wechselst faktisch den Platz, bleibst aber im gleichen Unternehmen.

Ausbildungsplatzwechsel und Finanzen: Behalte dein Geld im Blick

Während des Wechsels rutschen Azubis schnell in finanzielle Stresssituationen:

  • Verzögerung beim neuen Vertrag
  • kurze Phase ohne Ausbildungsvergütung
  • Umzugskosten
  • Fahrtkosten zur neuen Berufsschule

Plane:

  • kleinen finanziellen Puffer
  • Überblick über Versicherungen (Haftpflicht, Krankenversicherung)
  • ggf. Unterstützung durch Familie, BAföG-Alternativen oder Nebenjobs im Rahmen deiner rechtlichen Möglichkeiten

Wie du dein Azubi-Gehalt smart organisierst, erfährst du im Ratgeber „Finanztipps für Azubis“ und im Beitrag „Azubi-Gehalt im Griff“.

Ausbildungsplatzwechsel und psychische Belastung: Bleib bei dir

Unzufriedenheit in der Ausbildung hinterlässt Spuren:

  • Schlafprobleme
  • Angst vor der Arbeit
  • ständige Gereiztheit
  • Grübeln, ob du „versagst“

Du stehst mit diesen Gefühlen nicht allein da. Viele Azubis erleben Phasen der Überforderung oder der Zweifel. Hol dir Unterstützung:

  • vertraute Freund:innen oder Familie
  • Schulsozialarbeit / Beratungsstellen der Kammern
  • psychologische Beratungsangebote

Parallel stärken Themen wie Resilienz und Selbstmanagement deine innere Stabilität. Inspiration dazu liefert unser Artikel „Resilienz im Job“.

Fazit: Neue Wege finden – ohne ganz von vorn zu beginnen

Ein Ausbildungsplatzwechsel ist ein großer Schritt, der gut überlegt sein will. Aber er kann genau das Richtige sein, wenn du dauerhaft unzufrieden bist oder deine Stärken und Interessen in einem anderen Beruf besser einsetzen kannst. Wichtig ist, dass du dich ehrlich mit deiner Situation auseinandersetzt, Alternativen prüfst und den Wechsel strategisch vorbereitest. Ob im selben Unternehmen oder mit einem kompletten Neustart – dein Ziel sollte sein, eine Ausbildung zu finden, die wirklich zu dir passt. Mit Offenheit, Klarheit und Eigeninitiative kannst du deinen Weg neu ausrichten und damit vielleicht sogar stärker in die Zukunft starten als zuvor.

FAQs: Häufige Fragen zum Ausbildungsplatzwechsel

  • Kann man mitten in der Ausbildung die Firma wechseln?

    Kann man mitten in der Ausbildung die Firma wechseln?

    Ja, du kannst mitten in der Ausbildung den Ausbildungsbetrieb wechseln. Während der Probezeit kündigst du jederzeit ohne Frist, nach der Probezeit brauchst du einen rechtlich sauberen Grund oder du gehst über einen Aufhebungsvertrag. Wichtig bleibt, dass du den **Ausbildungsplatzwechsel** gut planst, die IHK oder HWK einbindest und erst kündigst, wenn der neue Vertrag sicher steht.

  • Kann man eine Ausbildung einfach wechseln?

    Kann man eine Ausbildung einfach wechseln?

    Du wechselst eine Ausbildung nicht komplett „einfach“, aber mit guter Vorbereitung gelingt der Schritt. Du prüfst zuerst deine Gründe, sprichst mit Ausbilder:in und Berufsschule, holst dir Beratung bei IHK oder HWK und suchst parallel einen neuen Platz. Ein geplanter Ausbildungsplatzwechsel schützt dich vor Lücken im Lebenslauf und vor Konflikten rund um Schadensersatz.

  • Ist es möglich, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln, wenn man umzieht?

    Ist es möglich, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln, wenn man umzieht?

    Ein Umzug stellt einen legitimen Anlass für den Wechsel dar. Du sprichst zuerst mit deinem Betrieb, ob ein Standortwechsel innerhalb des Unternehmens passt. Alternativ suchst du über die zuständige IHK oder HWK am neuen Wohnort nach einem Betrieb im gleichen Beruf, damit deine bisherige Ausbildungszeit anerkannt bleibt und der Ausbildungsplatzwechsel reibungslos abläuft.

  • Ist es möglich, meine Lehrstelle zu wechseln?

    Ist es möglich, meine Lehrstelle zu wechseln?

    Ja, du kannst deine Lehrstelle wechseln. Die Schritte entsprechen dem Ausbildungsplatzwechsel: Gründe klären, Beratung bei Kammern und Berufsschule nutzen, neuen Ausbildungsplatz finden und dann schriftlich kündigen oder einen Aufhebungsvertrag schließen. Achte darauf, dass du deine Rechte als Azubi kennst und den Wechsel strukturiert angehst.

  • Kann man jederzeit den Ausbildungsbetrieb wechseln?

    Kann man jederzeit den Ausbildungsbetrieb wechseln?

    Du wechselst nicht völlig „jederzeit“, sondern innerhalb klarer rechtlicher Rahmenbedingungen. Während der Probezeit löst du den Vertrag ohne Frist auf. Nach der Probezeit kommen fristlose Kündigung aus wichtigem Grund, die Vier-Wochen-Kündigung bei Berufswechsel oder ein Aufhebungsvertrag infrage. Ein ungeplanter Wechsel ohne Beachtung dieser Regeln führt im schlimmsten Fall zu Streit um Schadensersatz beim Ausbildungsplatzwechsel.

  • Was tun, wenn man mit der Ausbildung unzufrieden ist?

    Was tun, wenn man mit der Ausbildung unzufrieden ist?

    Wenn du mit der Ausbildung unzufrieden bist, analysierst du zuerst, ob der Beruf oder der Betrieb das Problem darstellt. Dokumentiere deinen Alltag, suche Gespräche mit Ausbilder:in, Kolleg:innen, Berufsschule und Kammer. Danach entscheidest du, ob Änderungen im aktuellen Betrieb reichen oder ob ein Ausbildungsplatzwechsel oder sogar ein kompletter Berufswechsel sinnvoller wirkt. bigKARRIERE bietet dir zusätzlich Ratgeber zu Themen wie „Ausbildung abbrechen – was dann?“, falls du weiterdenken willst.

  • Wie kann ich meine Lehrstelle wechseln?

    Wie kann ich meine Lehrstelle wechseln?

    Du wechselst deine Lehrstelle, indem du zuerst einen neuen Ausbildungsbetrieb suchst, der dich übernimmt. Dann klärst du mit IHK oder HWK, wie viel Ausbildungszeit angerechnet wird. Parallel bereitest du eine saubere Kündigung oder einen Aufhebungsvertrag vor. Erst wenn der neue Vertrag unterschrieben ist, leitest du offiziell den Ausbildungsplatzwechsel beim alten Betrieb ein.

  • Wie kann ich meinen Ausbildungsbetrieb wechseln?

    Wie kann ich meinen Ausbildungsbetrieb wechseln?

    Wenn du den Ausbildungsbetrieb wechseln willst, startest du mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Gründe, Ziele, Alternativen. Danach suchst du aktiv nach neuen Ausbildungsstellen, schickst Bewerbungen mit kurzer, konstruktiver Erklärung und bindest IHK oder HWK ein. Läuft alles, unterschreibst du den neuen Ausbildungsvertrag, klärst die Anrechnung deiner Ausbildungszeit und beendest die alte Ausbildung schriftlich.

  • Kann man sich während der Ausbildung woanders bewerben?

    Kann man sich während der Ausbildung woanders bewerben?

    Ja, du kannst dich während der laufenden Ausbildung bei anderen Betrieben bewerben. Das ist sogar ein wichtiger Teil eines gut geplanten Ausbildungsplatzwechsels. Du bewirbst dich diskret, sammelst Zusagen und regelst den neuen Ausbildungsvertrag, bevor du kündigst oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibst. So vermeidest du Lücken und finanzielle Engpässe.

  • Bis wann kann man die Ausbildung wechseln?

    Bis wann kann man die Ausbildung wechseln?

    Du kannst während der gesamten Ausbildungszeit einen Ausbildungsplatzwechsel anstoßen. Besonders sinnvoll wirkt der Wechsel, solange noch genug Zeit bleibt, um Inhalte nachzuholen, typischerweise im 1. und 2. Lehrjahr. Kurz vor der Abschlussprüfung raten viele Beratungsstellen eher dazu, die Ausbildung im bestehenden Betrieb zu Ende zu bringen und danach mit einem neuen Job oder einer zweiten Ausbildung neu zu starten.