Ihr könnt euch nie entscheiden?

Dann solltet ihr diese Entscheidungstechniken nutzen

Foto: energepic.com / Pexels
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Es gibt Menschen, die binnen Sekunden haargenau wissen, was sie essen wollen, welche Schuhe sie kaufen werden oder welchen Film sie sehen möchten. Auch bedeutungsvollere Entscheidungen fallen ihnen nicht schwer. Und dann gibt es Menschen, bei denen selbst der einfachste Lebensmitteleinkauf dahingehend ausartet, dass sie unentschlossen durch die Gänge irren und bei jedem Produkt drei Mal überlegen, ehe es im Einkaufskorb landet. Kniffligere Entscheidungen zum Lebensstil oder Karriereweg beispielsweise sind für sie der pure Horror. Wenn ihr zur zweiten Gruppe zählt, haben wir die Rettung für euch. Mit sogenannten Entscheidungstechniken knackt ihr jede Entscheidungszwickmühle mit Leichtigkeit!

Qual der Wahl: Entscheidungsschwierigkeiten oft Überbleibsel aus Kindertagen

Als Kind sind Entscheidungen ein abstraktes Konzept. Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Angezogen wird, was Mama raus gelegt hat. Zumindest mehr oder weniger. Wichtige Entscheidungen werden einem wenigstens bis zur Pubertät abgenommen und man muss sich keine Gedanken über die Konsequenzen machen. Als Erwachsener ändert sich alles. Dann muss man plötzlich täglich viele Entscheidungen treffen und die Konsequenzen tragen. Wer das von daheim nicht gewöhnt ist, also nicht entsprechend sozialisiert wurde, kämpft beim Entscheidungsprozess mit einer großen Portion Unsicherheit - und kann diese jahrelang mit sich herumtragen. Betroffene berichten in Internet-Foren, wie sehr sie unter ihrer Unentschlossenheit leiden und welchen Stress es bedeutet, wenn man bei jeder Entscheidung Angst und Zweifel hat. Entscheidungstechniken können helfen, schwierige Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und zu erleichtern.

 

Entscheidungsunfähig? Dann solltet ihr diese Entscheidungstechniken nutzen / Foto: vladislav babienko / unsplash

Entscheidungsunfähig? Dann solltet ihr diese Entscheidungstechniken nutzen / Foto: vladislav babienko / unsplash

Entscheidungstechniken im Überblick

Wer nicht entscheidungsfreudig ist oder die Entscheidungsfindung strukturierter angehen will, kann eine der folgenden Entscheidungstechniken nutzen.

#1: Pro-Contra-Liste

Die Pro-Contra-Liste ist wohl eine der einfachsten Entscheidungstechniken, die es gibt. Um euch über die Vor- und Nachteile einer Entscheidung klar zu werden, unterteilt ihr ein Blatt Papier in zwei Spalten. Anschließend notiert ihr alle Pros und Cons. Die einzelnen Plus- und Minuspunkte schwarz auf weiß zu sehen hat einen stärkeren Effekt als das bloße Einschätzen im Kopf. Und schon an der Menge der Argumente lässt sich erkennen, in welche Richtung ihr tendiert. 

#2: Mindmap

Eine Pro-Contra-Liste ist linear. Eure Plus- und Minuspunkte schreibt ihr ohne Verknüpfungen und Assoziationen auf. Das bietet sich nicht für jede Art der Entscheidung an. Bei Entscheidungstechniken wie der Mindmap läuft der Prozess dynamischer und auf mehreren Ebenen ab. Dazu schreibt ihr das Schlagwort in die Mitte eines Blattes Papier. Ausgehend davon malt ihr abzweigende Äste mit Assoziationen und Argumenten, die euch dazu einfallen. Auch die Äste können noch weiter verzweigt werden. So habt ihr in kürzester Zeit eine aufschlussreiche Entscheidungslandkarte erstellt, die euch einen guten Überblick über die Konsequenzen einer Entscheidung liefert. Wirkt das Bild mit allen entscheidungsrelevanten Aspekten auf euch überwältigend, könnt ihr die Mindmap einige Zeit beiseitelegen. Die Pause verschafft euch mehr Klarheit.

#3:Best-Case-/Worst-Case-Analyse

Sind die beiden vorherigen Entscheidungstechniken für eure Situation nicht geeignet, könnte die Best-Case-/Worst-Case-Analyse die richtige Wahl sein. Dabei malt ihr euch aus, wie sich die zwei Optionen einer Entscheidung entwickeln könnten, jeweils positiv wie negativ. Durch das gedankliche durchspielen von Best-Case- und Worst-Case-Szenarien für beide Optionen setzt ihr euch aktiv mit den Vor- und Nachteilen sowie möglichen Konsequenzen eurer Entscheidung auseinander und klärt die Frage: Was wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte? So räumt ihr Zweifel und die Angst vor Fehlern aus.

Fazit

Chronisch Unentschlossene plagen bei jeder Entscheidung Angst und Zweifel. Entscheidungstechniken helfen, sich die Argumente und Auswirkungen bei Entscheidungen zu verdeutlichen und so schneller und leichter zu einer Lösung zu kommen. Aber euer Bauchgefühl solltet ihr nicht unterschätzen. Denn je länger über die Vor- und Nachteile und möglichen Auswirkungen nachgedacht wird, desto größer wird die Angst, sich falsch zu entscheiden. Hört also öfter mal auf euer Bauchgefühl, wenn es um Dinge wie Lebensmittel oder Filme geht. Es ist immer noch besser, einen Tag mit einem schlechten Film und labbriger Tiefkühlpizza zu verbringen, als den ganzen Tag darüber nachzudenken, für welchen Film und Lieferdienst man sich entscheiden soll.

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