Praxiserfahrung während des Studiums

Werkstudent, Minijob oder Praktikum?

Praxiserfahrung während des Studiums
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christophe papke / photocase.de

Theoretische Kenntnisse allein reichen heute auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr aus. Personaler wünschen sich Praxiserfahrung. Die muss bereits während des Studiums gewonnen werden. Bei vielen Studenten herrscht jedoch Unsicherheit über das Wie. Per Praktikum? Minijob? Oder als Werkstudent?

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Theoretischen Horizont durch praktische Erfahrungen erweitern

Gleich mal vorweg: Schlecht beurteilt wird keine der drei Arbeitsformen, denn wer parallel zum Studium "schaffen" geht, beweist Motivation und Verantwortungsbewusstsein. Trotzdem sehen Personaler im Minijob den geringsten Nutzen.

 

Der Minijob: Okay, sofern er Bezug zum Studium hat

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David Dieschburg / photocase.de

Die Experten assoziieren einen Nebenjob eher mit dem Aufbessern des Kontos, schließlich sind Minijobs in Gastronomie und Einzelhandel für die meisten Studenten eher fachfremd. Wer einen Minijob ergattern kann, der ans Studium anknüpft, fährt besser. Aber auch Minijobs vermitteln ein Gefühl fürs Berufsleben und trainieren Soft Skills wie Kundenorientierung und Kommunikationsstärke. Zudem sind langjährige Nebenjobs ein Beweis für eure Loyalität.

Der Minijob ist für alle Studis geeignet, die ein regelmäßiges Einkommen brauchen. Beim 450-Euro-Job entfällt die Sozialversicherungspflicht und es gibt keine gesetzliche Begrenzung der Stundenzahl.

Das Praktikum: Immer gern gesehen

Praktika gelten als fachspezifisch und intensiv. Obwohl sie zeitlich begrenzt sind, bieten sie Orientierung und einen tieferen Einblick in die Arbeitswelt. Deshalb messen Personaler Praktika eine größere Bedeutung zu. Bislang ging das auf Kosten der Studis, denn entlohnt wurden Praktika kaum.

Seit Anfang des Jahres 2015 ändert sich das. Wenn das Praktikum länger dauert, gibt es ab dem vierten Monat 8,50 Euro pro Stunde. Gut fürs Konto und fürs berufliche Weiterkommen.

Arbeiten als Werkstudent

 Die Experten sind sich einig: Berufserfahrung als Werkstudent und als Praktikant ist gleichwertig. Tätigkeiten als Werkstudent bewegen sich meist im Kontext des Studiums und liefern berufspraktische Kenntnisse. Die Arbeitszeit ist im Semester auf 20 Stunden wöchentlich begrenzt, dafür wird die Werkstudententätigkeit gut entlohnt.

Viele Unternehmen bieten die Möglichkeit für eine Abschlussarbeit und stellen sogar den ersten festen Job in Aussicht. In jedem Fall gibt es die Chance, als Werkstudent bereits vor dem Abschluss berufliche Kontakte zu knüpfen.
 

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