Quereinsteiger im Beruf:

Wie ihr es schafft nach dem Studium in einem völlig anderen Bereich zu arbeiten

Bild Wie ihr es schafft nach dem Studium in einem völlig anderen Bereich zu arbeiten

Euer Abschluss ist in einem Fach, das euch nicht mehr interessiert oder ihr wünscht euch einen Neustart in einer anderen Branche? Wir zeigen euch, wie es gelingt, als Quereinsteiger in einen Beruf einzusteigen, für den ihr eigentlich keine Fachkompetenzen habt.

 

Was sind Quereinsteiger?

Als Quereinsteiger werden Menschen bezeichnet, die nicht über den traditionellen Weg in einen Beruf kommen, also nicht die herkömmliche Ausbildung oder den gängigen Studiengang für den Job absolviert haben. Stattdessen gelangen sie auf Umwegen zum Ziel und steigen in die Branche oder den Beruf von der Seite ein. Gelegentlich werden sie auch Seiteneinsteiger genannt.

 

Quereinsteiger im Beruf: Welche Branchen und Studiengänge bieten sich an?

Für Quereinsteiger ist jeder Beruf geeignet, bei dem Praxiswissen und Erfahrung wichtiger als Fachkenntnisse sind. Das trifft vor allem auf Berufe zu, deren Berufsbezeichnung nicht geschützt ist. Typische Jobs für Quereinsteiger sind im Verkauf, in der Immobilienbranche, im Online-Marketing oder im Bereich Social Media. Teilweise handelt es sich um Jobs, die sich erst vor relativ kurzer Zeit herauskristallisiert haben und für die es noch überhaupt keinen formalen Ausbildungsweg gibt. Im Bereich Unternehmensberatung wird gezielt auf Teammitglieder unterschiedlicher Fachrichtungen gesetzt, Quereinsteiger sind also ausdrücklich willkommen. Darüber hinaus kann man als Quereinsteiger jederzeit etwa Autor, Moderator oder Schauspieler werden.

Aber auch Jobs, in denen Fachkräftemangel herrscht, bieten sich als Quereinsteiger Beruf an. Aktuell trifft das beispielsweise für den (Berufsschul-)Lehrerberuf und Jobs in der Pflege zu. Und auch die Deutsche Bahn weiß um die Qualitäten von Quereinsteigern und wirbt sie gezielt an.

Wer mit einem akademischen Abschluss als Quereinsteiger in den Beruf starten will, kann das grundsätzlich mit jedem Studienabschluss in jedem Studiengang tun. Besonders häufig finden sich unter den Quereinsteigern allerdings Absolventen von Fächern, die auf kein konkretes Berufsziel hinauslaufen (im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Germanistik etc.), aber auch aus den Wirtschaftswissenschaften steigen viele Absolventen quer in andere Branchen ein.

Lange Zeit galten Quereinsteiger als Exoten. Doch das gilt nicht mehr. Heute ist es wesentlich leichter, den Beruf zu wechseln. Und dieser Trend wird sich fortsetzen. Denn der Arbeitsmarkt ist im Wandel und kaum ein Arbeitnehmer wird zukünftig bis zur Rente beim gleichen Unternehmen bleiben. Sich in beruflich neue Felder vorzuwagen, gewinnt also an Bedeutung. Doch auf einige Dinge sollten Quereinsteiger bei der Bewerbung besonders achten.

 

Quereinsteiger im Beruf: Wie ihr in einem anderen Bereich arbeitet / Foto: william iven / unsplash

Quereinsteiger im Beruf: Wie ihr in einem anderen Bereich arbeitet / Foto: william iven / unsplash

Tipps für den Quereinstieg: erfolgreich als Quereinsteiger in den Beruf starten

Als Quereinsteiger müsst ihr Mut zur Bewerbung haben und euch grundsätzlich auf eigentlich aussichtslose Stellen Bewerben. Dennoch seid ihr nicht chancenlos. Dort, wo nicht explizit nach Seiteneinsteigern gesucht wird, müssen Quereinsteiger mit ihrer Bewerbung Jobkandidaten mit traditioneller Qualifikation übertrumpfen. Da ihr nicht mit einer fachspezifischen Ausbildung argumentieren könnt, müsst ihr andere Aspekte stärker herausstellen. Primär geht es dabei um eure persönliche Eignung. Welche relevante Erfahrung könntet ihr eurem neuen Arbeitgeber bieten? Wie passen euer Werdegang und Wissenshorizont zum angestrebten Job? Gibt es Parallelen zwischen eurem (Privat-)Leben und eurem Wunschberuf?

Sehr wichtig ist die Motivation. Hier gilt es die Gründe für euren Quereinstieg glaubhaft darzustellen, längerfristige Ziele zu benennen und euer Interesse plastisch auszuformulieren. Quereinsteiger in einen Beruf, der ihnen völlig neu ist, sollten unbedingt Belastbarkeit und eine hohe Lernbereitschaft signalisieren. Denn Arbeitgeber müssen darauf vertrauen können, dass ihr als Fachfremde anfangs viel Energie und Zeit investiert, um in den neuen Job hineinzufinden.

Besondere Überzeugenkraft besitzen Referenzen. Für Quereinsteiger sind sie sehr empfehlenswert, da sie fehlende Abschlüsse und Zeugnisse ausgleichen können. Fragt ehemalige Arbeitgeber, Dozenten und Mentoren, ob sie eure strukturierte Arbeitsweise, Effizienz, Erfahrung oder Zuverlässigkeit bezeugen würden.

Fazit

Überlegst ihr, beruflich Neues zu probieren? Noch nie standen die Chancen für den Quereinstieg so gut. Um als Quereinsteiger in einen Beruf zu wechseln, muss eure Bewerbung aber wirklich stimmen. Denn sie ist der Schlüssel zum Wunschjob in einem völlig anderen Bereich.

 

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