Schlechtes Semester gehabt?

Warum Rückschläge im Studium auch gut sein können

Bild Warum Rückschläge im Studium auch gut sein können

Ihr habt das Semester in den Sand gesetzt....kein Grund für Stress! Das ist ein Fehler, den man einmal machen darf - und nie wieder. Wir zeigen euch, wie ein schlechtes Semester zur Lernerfahrung wird.

Lange Liste: Rückschläge im Studium

Die Studienschwerpunkte falsch gesetzt, schlechte Noten bekommen, Prüfungen nicht bestanden - solche und ähnliche Rückschläge im Studium kennen fast alle Studierenden. Ein paar Pleiten lassen sich noch wegstecken, häufen sich die Niederlagen, ist das mehr als frustrierend. Ein schlechtes Semester kann richtig demotivieren und das Grundvertrauen in die eigene Studierfähigkeit erschüttern. Nicht aufgeben, ihr könnt das Steuerrad rumreißen und daraus lernen!

Schlechtes Semester: Warum können Rückschläge auch gut sein?

Tiefpunkte wie ein schlechtes Semester bergen das Potenzial, Dinge aufzuzeigen, die man sonst übersehen hätte. Etwa, worauf es beim Studieren wirklich ankommt. Würde im Studium wie im Leben immer alles glatt laufen, gäbe es keine Möglichkeit für Wachstum und Verbesserung. Ohne zu wachsen und sich zu verbessern, rutscht man ab, bleibt irgendwann hinter den eigenen Erwartungen zurück und wird unglücklich. Somit kann ein schlechtes Semester ein verkapptes Geschenk und sogar der Beginn einer Erfolgsgeschichte sein.

Schlechtes Semester gehabt? Warum Rückschläge im Studium auch gut sein können / Foto: dion almuena / unsplash

Schlechtes Semester gehabt? Warum Rückschläge im Studium auch gut sein können / Foto: dion almuena / unsplash

Kraft in der Krise: Was kann man daraus mitnehmen?

Ein schlechtes Semester ist nicht gerade die schönste Erfahrung, aber es kann zum Wendepunkt eurer Unilaufbahn werden und euch zu noch besseren Studierenden machen. Um das Studium wieder auf die Erfolgsspur zurückzubringen, müsst ihr in euch gehen und eine ehrliche Analyse anstellen. Habt ihr auf Sparflamme studiert? Eine nüchterne, objektive Bestandsaufnahme ist der erste Schritt.

Der zweite Schritt besteht darin, die Fehler zu analysieren. Welche Ergebnisse sind zufriedenstellend und welche nicht? Welche Entscheidungen haben euren Erfolg sabotiert? Was würdet ihr heute anders machen? Fehler zu erkennen und zu benennen hilft euch dabei, sie in Zukunft zu vermeiden.

Im dritten Schritt geht es darum, Verantwortung zu übernehmen. Viel zu oft werden Gründe für Misserfolg und Rückschläge bei den äußeren Umständen oder anderen Personen gesucht. Meist ist das kompletter Bullshit. So viel Macht solltet ihr der Außenwelt nicht überlassen. Und wenn die äußeren Umstände wirklich so übel sind: Wie lassen sie sich in Zukunft vermeiden? Überlegt euch, warum in Wirklichkeit ihr für den Ausgang des schlechten Semesters verantwortlich seid und schreibt auf, woran ihr konkret arbeiten müsst, um besser zu werden.

Beim vierten Schritt steht Vergebung im Mittelpunkt. Es hilft nichts, wenn ihr euch Vorwürfe macht. Versucht positiv mit der Vergangenheit umzugehen: Heute würdet ihr anders entscheiden beziehungsweise handeln. Und bestimmt gibt es auch positive Dinge, die sich aus dem schlechten Semester mitnehmen lassen. Malt euch aus, warum das nächste Semester viel besser wird.

Der fünfte Schritt ist der wichtigste. Hier werden all eure Erkenntnisse in konkrete Gegenmaßnahmen umgesetzt. Schreibt auf, mit welchen Erwartungen und Zielen ihr ins nächste Semester starten wollt, welches übergeordnete Ziel ihr euch setzt, wie sich dieses Ziel runterbrechen lässt und was ihr jeden Tag tun könnt, um dieses Ziel zu erreichen. Notiert euch, wie ihr die größten Fehler des schlechten Semesters vermeiden werdet und wer euch dabei helfen kann.

Je ehrlicher ihr mit euch selbst seid, desto mehr könnt ihr aus den Rückschlägen lernen. Im Studium geht es darum konstruktiv mit Herausforderungen (und Fehlern!) umzugehen. Schafft ihr das, wird der Erfolg zurückkehren.

Fazit

Ein schlechtes Semester ist eine Kurzzeitkrise, wenn man eure gesamte Unilaufbahn betrachtet. Lasst euch von diesem Tiefpunkt nicht runterziehen, sondern dazu animieren, den Kurs zu korrigieren. Wenn ihr die richtigen Schlüsse aus einem verbockten Semester ziehen und an euch arbeiten könnt, entwickelt ihr eure Persönlichkeit weiter und steigert eure Leistungsfähigkeit. Dann kann das nächste Semester getrost kommen.

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