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Storytelling

Was du im Leben damit alles erreichen kannst!

Foto: dmitry ratushny / unsplash
Foto: dmitry ratushny / unsplash

Zum Menschsein gehört das Erzählen von Geschichten irgendwie dazu. Geschichten verbinden, sie wecken Emotionen und lassen uns Dinge erleben, von denen wir im echten Leben nur träumen können. Warum nicht die Magie des Erzählens nutzen, um sich selbst besser zu vermarkten? Ob ihr ein Bewerbungsschreiben verfassen, euch im Vorstellungsgespräch bestmöglich präsentieren oder Produkte und Dienstleistungen ins beste Licht rücken wollt, mit Storytelling kann euch das gelingen. Wir haben ein paar Tipps für euch, wie ihr eure eigene Geschichte erzählen könnt.

Storytelling – was ist das eigentlich?

Beim Storytelling geht es darum, Geschichten zu erzählen. Hierbei handelt es sich um eine Kommunikationsform, bei der Daten, Fakten und Informationen so verpackt werden, dass diese das Interesse des Lesers oder Zuhörers wecken und Emotionen hervorrufen. Wer diese Kunst beherrscht, kann bei seinen Lesern oder Zuhörern Bilder erzeugen und dafür sorgen, dass sich das Gelesene oder Gehörte im Gedächtnis verankert. Diese Erzählmethode hat gegenüber dem einfachen Mitteilen von Informationen viele Vorteile. So werden Informationen von unserem Gehirn besonders gut verarbeitet, wenn mehrere Sinne angesprochen werden. Bildhaftes Erzählen, lebendige Sprache und Emotionen helfen dabei, das Gehörte oder Gelesene länger im Gedächtnis zu behalten. Geschichten können begeistern, beeindrucken und unsere Emotionen ansprechen. Manche Geschichten bringen uns zum Lachen, andere zum Weinen und wieder andere stimmen uns nachdenklich. Egal was ihr verkaufen möchtet, euch selbst oder Produkte und Dienstleistungen, eine gute Geschichte öffnet euch viele Türen.

Helden gesucht! – So verkauft ihr euch über Storytelling / Foto: s-o-c-i-a-l-c-u-t / unsplash

Helden gesucht! – So verkauft ihr euch über Storytelling / Foto: s-o-c-i-a-l-c-u-t / unsplash

Storytelling - schreibt und erzählt eure eigene Erfolgsstory

Ob ihr euch für einen Job eignet, hängt im Wesentlichen von euren Stärken und Fähigkeiten ab. Ihr habt eurem zukünftigen Arbeitgeber einiges zu geben und könnt eure Stärken für diesen gewinnbringend einsetzen. Allerdings wirkt es wenig eindrucksvoll mit positiv besetzten Adjektiven um sich zu werfen oder eine Liste an guten Eigenschaften aufzuzählen. Ihr könnt ja gerne behaupten, dass ihr teamfähig seid, aber hinter einer einfachen Behauptung steckt wenig Überzeugungskraft. Betreibt ihr dagegen Storytelling und verpackt eure Eigenschaften in eine Geschichte, wird das für euer Gegenüber greifbarer. Überlegt euch, welche Eigenschaften oder Fähigkeiten für die angestrebte Stelle relevant sind. Dann macht ihr euch Gedanken, wann und wie ihr diese eingesetzt habt. Im Idealfall habt ihr berufliche Erfolgsstorys vorzuweisen, private können aber ebenfalls hilfreich sein. Wichtig ist, dass ihr mit eurer Geschichte ganz klar zeigt, welche Stärken euch ausmachen.

 

Storytelling – was ist das eigentlich? Foto: toa heftiba / unsplash

Storytelling – was ist das eigentlich? Foto: toa heftiba / unsplash

Storytelling – so könnt ihr vorgehen

Nicht jeder Mensch wird als Geschichtenerzähler geboren und kann in anderen Menschen mit seinen Erzählungen Emotionen wecken. Keine Sorge, ihr müsst auch nicht zum besten Storyteller der Welt werden, wenn ihr euch oder auch Produkte beziehungsweise Dienstleistungen mittels dieser Erzählmethode besser verkaufen wollt. Eine gute Geschichte ist die Basis für gutes Marketing, egal was ihr verkaufen möchtet. Folgende Tipps können euch bei einem gelungenen Storytelling helfen:

  • Guckt euch etwas von den Besten ab. Ihr könnt eure Art zu erzählen verbessern, indem ihr euch Vorträge oder Reden von erfolgreichen Personen anhört. Wie gehen sie vor? Wie verkaufen sie sich?
  • Bleibt bei eurer Geschichte immer authentisch. Ihr sollt keine Rolle spielen, sondern eure Geschichte so erzählen, dass diese eure Persönlichkeit und eure Werte widerspiegelt. Wenn ihr eurem Gegenüber etwas vormacht, kommt das früher oder später raus.
  • Bei dieser Erzählmethode kommt es auch darauf an, auf sein Gegenüber einzugehen. Holt euer Gegenüber ab, indem ihr Empathie beweist. Welchen Kenntnisstand hat euer Gegenüber von euch? Wo müsst ihr mit eurer Geschichte ansetzen?
  • Wenn ihr mit eurer Geschichte Versprechungen macht, dann achtet darauf, dass diese auch eingehalten werden. Zuhörer und Leser erwarten, dass einmal aufgenommene Erzählstränge auch zu Ende geführt werden. Bleiben Fragen oder Geschehnisse offen, ist das für die Zuhörer und Leser enttäuschend und frustrierend.
  • Zeigt auch eure verletzliche Seite. Wenn ihr eine gute Geschichte erzählen möchtet, müsst ihr auch in die Tiefe gehen. Mit einem perfekten Superhelden kann sich niemand identifizieren. Das ist jedoch der Kern einer guten Geschichte, der Zuhörer oder Leser fühlt mit. Ein Mensch mit Schwächen erleichtert die Identifikation.
  • Berührt das Herz eurer Zuhörer. Macht euch vorab bewusst, was ihr mit eurem Storytelling erreichen wollt. Die Ziele können je nachdem, ob ihr in einem Bewerbungsgespräch sitzt, Unterstützung als Finanzberater bieten oder Waschmittel verkaufen wollt, sehr unterschiedlich sein.
  • Den Verstand solltet ihr beim Erzählen von Geschichten auch nicht unbeachtet lassen. Im Idealfall regt eure Geschichte eure Zuhörer zum Nachdenken an. Vielleicht könnt ihr eure Geschichte auch so gestalten, dass diese anderen Orientierung, Einsichten oder sogar ein Aha-Erlebnis bietet.
  • Beim Storytelling geht es nicht nur darum eine Geschichte zu erzählen. Ihr möchtet Informationen mitteilen, Emotionen anregen und vielleicht sogar eine Botschaft überbringen. Überlegt euch im Vorfeld, welche Aussage eure Geschichte haben soll.
  • Bezieht eure Zuhörer oder Leser in die Geschichte ein. Ihr müsst aus eurer Geschichte keinen Dialog machen, aber ihr könnt eure Erzählungen mit kleinen Fragen auflockern und das Publikum dadurch einladen, in die Geschichte einzutauchen.
  • Auch beim Storytelling gilt: Beachtet den Spannungsbogen und sorgt dafür, dass eure Geschichte ein großes Finale hat. Der Schluss eurer Geschichte muss sitzen. Er rundet die Erzählung ab und hält die Pointe für den Zuhörer bereit.

Fazit

Mit einer guten Story könnt ihr viel bewirken. Ob ihr euch selbst verkaufen, Produkte oder Dienstleistungen ins beste Licht rücken, Geschäftspartner, Kunden oder Unterstützer gewinnen möchtet, mit der richtigen Geschichte kann euch das gelingen. Im besten Fall gestaltet ihr eine Story, die euch in wenigen Sätzen skizziert und auf den Punkt bringt, welchen beruflichen Werdegang ihr habt und welche Fähigkeiten euch ausmachen. Ihr verschafft euch mit gutem Storytelling einen deutlichen Vorteil gegenüber euren Konkurrenten.

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