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Wie gut kümmerst du dich um deine "Social Battery"?

Bitte einmal aufladen

Foto: vonecia carswell / unsplash
Foto: vonecia carswell / unsplash

Der Sommer ist in vollem Gange, wir dürfen wieder feiern, so viele Freunde treffen wie wir wollen, auf Partys und Konzerte gehen, im Präsenzunterricht oder vor Ort im Büro sein – nach mittlerweile über zwei Jahren Pandemie kommt endlich dieses Gefühl der Freiheit, weil einige Beschränkungen aufgehoben wurden und wir versuchen, die Zeiten der Pandemie zu vergessen. Aus Angst, etwas zu verpassen oder nicht nachholen zu können – vielleicht wird es im Herbst ja schlimmer – gehen wir ständig aus, organisieren Sommerfeste mit Kolleg:innen und versuchen, alles an Freizeitangeboten mitzunehmen, um die wertvolle Zeit nachzuholen. Doch oft fühlen wir uns danach ausgelaugt und wollen nach Hause. Wir erklären dir, woran es liegt und wie du deinen mentalen Akku aufladen kannst. 

"Social Battery"

Bestimmt hast du von einigen Menschen gehört, dass es irgendwann zu viel wird, oder: "Oh, da ist so viel los, das bin ich nicht mehr gewohnt". Ging es dir auch so? Endlich feiern zu dürfen, irgendwann aber zu verstehen, dass du einfach nach Hause willst, weil der ganze Trubel dich stresst und es dir im Moment keinen Spaß macht? Für diese Gefühle, die sicherlich einige Menschen verspüren, gibt es einen Begriff – Social Battery.

Vor allem introvertierte Menschen verwenden diesen Begriff, da sie sich unabhängig von der Pandemie gerne zurückziehen oder lieber Zeit mit Familie, Freunden oder mit sich selbst verbringen. Doch die soziale Batterie hat jeder von uns, ob extrovertiert oder introvertiert. Die Pandemie und der unbeabsichtigte Rückzug aus dem sozialen Leben haben dazu beigetragen, dass diese Batterie bei extrovertierten Menschen viel schneller leer wird als noch vor zwei Jahren.

Social Battery – so beugst du sozialem Burn-out vor / Foto: mike setchell / unsplash

Social Battery – so beugst du sozialem Burn-out vor / Foto: mike setchell / unsplash

Wenn die Social Battery leer ist

Unser Gehirn ist ein komplexes Konstrukt – es sendet uns immer Signale in Form von psychischen und physischen Zeichen. Unsere Aufgabe ist es, diese Signale rechtzeitig wahrzunehmen und zu versuchen, diese richtig zu interpretieren, denn dein Körper kann nur so mit dir kommunizieren. Vor der Pandemie hast du viel gefeiert, warst ständig unterwegs und wolltest immer lieber ins Büro oder in die Uni gehen, als remote deinen Aufgaben nachzugehen. Die Umwandlung und die Gewöhnung an die neuen Verhaltensmuster oder Gewohnheiten ist ein langer Prozess.

Am Anfang des ersten Lockdowns haben sich viele gefreut, ein paar Tage gemütlich von Zuhause aus arbeiten zu dürfen oder Vorlesungen zu besuchen, warum nicht? Doch aus ein paar Tagen sind ein paar Monate geworden. In dieser Zeit haben sich unsere Gewohnheiten schleichend verändert. Deshalb ist es in Ordnung, dass es für dich nach so einer langen Zeit zu viel wird. Wichtig ist, dass du die Signale erkennst, die dir dein leerer Akku sendet. Denn wenn deine soziale Batterie wirklich leer ist, merkst du physische Beeinträchtigungen deines Körpers:

  • Kopfschmerzen 
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsmangel 
  • Schlafprobleme
  • Rückzug von Kollegen oder Freunden 
  • Apathie

Das alles klingt nicht so toll, oder? Um diesen Problemen vorzubeugen, solltest du deine Social Battery pflegen und sie rechtzeitig aufladen. Wir erklären, wie das geht.

 

Wie gut kümmerst du dich um deine Social Battery? Foto: chang duong / unsplash

Wie gut kümmerst du dich um deine Social Battery? Foto: chang duong / unsplash

Voller Akku – wohles Leben

Deine mentale Gesundheit ist das A und O für dein Leben. Wenn deine Batterie rot blinkt, solltest du sofort handeln. Noch besser wäre es, wenn du deinen Akku grün leuchten lässt und vom sozialen Burn-out verschont bleibst. Plane deine Zeit richtig ein und tue das, worauf du wirklich Lust hast. Neben der Planung etlicher Partys und Events ist es wichtig, Zeit für dich alleine einzuplanen. In dieser Zeit kannst du deine Gedanken und Gefühle ordnen und Dinge in deinem Tempo tun – so, wie es dir recht ist. Lerne in dieser Zeit, dass du es niemandem recht machen musst, denn das ist die Zeit für dich alleine. Wenn du merkst, dass eine Veranstaltung nicht so deins ist, sage sie einfach ab – du wirst genug Gelegenheiten haben, auszugehen.

Mache nur bei den Dingen mit, die dir wirklich Spaß machen, und nicht, weil du es musst – es geht um den Genuss und nicht um die Pflicht. Das alles bedeutet nicht, dass du dich abschirmen musst, im Gegenteil! Du lädst deinen Akku auf und sobald er voll ist, hast du Raum für spontane Verabredungen. Gehe bei deinen sozialen Verpflichtungen selektiver vor und vergiss nicht, an dich zu denken – Pflichten haben wir genug. 

Fazit

Alles braucht Zeit – versuche, auf die Signale deines Körpers zu achten und deine freie Zeit so einzuplanen, dass es dir Spaß macht. Schließlich bringt es dir wenig, wenn du bei einer Party Minuten zählst, bis sie zu Ende ist und du nach Hause gehen kannst. Wenn du bei einem Konzert oder einer Veranstaltung nicht dabei bist, werden deine Freunde das verstehen. Finde eine Balance zwischen Pflicht und Genuss und du wirst sehen, dein Akku leuchtet grün. 

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