So verhinderst du, dass man dich vor die Uni-Tür setzt

Zwangsexmatrikulation

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Foto: bisgleich / photocase.de

Habt ihr gerade die Exmatrikulationsbescheinigung aus der Post geholt? Die gute Nachricht: Es muss nicht das Ende eurer Uni-Karriere bedeuten. Wir zeigen euch, wie sich mit der Situation umgehen lässt!

 

Nach dem Schock kommt die Ursachenforschung

Zwangsexmatrikulation - schon das Wort klingt beängstigend. Doch jetzt heißt es Ruhe bewahren und handeln! Im Normallfall habt ihr dafür zumindest einige Wochen Zeit, denn der gewaltsame Rausschmiss wird erst zum Semesterende wirksam. Zweite gute Nachricht: Für die meisten Studenten bedeutet die zwanghafte Exmatrikulation nicht das Ende ihrer universitären Laufbahn. Was sich gegen den Bescheid im Einzelnen tun lässt, entscheiden die Gründe der Zwangsexmatrikulation. Der Rausschmiss kann in gewissen Fällen abgewendet werden, beispielsweise indem man juristisch vorgeht. Klagt ihr gegen den Uni-Rauswurf, wird die Exmatrikulation für die Dauer des Verfahrens ausgesetzt und ihr könnt in der Zwischenzeit weiterstudieren.

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Foto: kallejipp / photocase.de

Zwangsexmatrikulation erfolgreich anfechten

Der Uni-Rauswurf resultiert häufig aus nicht bezahlten Studien- oder Krankenkassenbeiträgen. In diesem Fall lässt sich die erzwungene Exmatrikulation in der Regel rückgängig machen, wenn ihr die offenen Forderungen begleicht. Treibt also genug Geld auf und ihr könnt wieder zurück in den Hörsaal.

Schwieriger wird es, wenn die Zwangsexmatrikulation aufgrund von verhaltensbedingten Gründen ergangen ist. Etwa wenn ihr euren Kommilitonen, den Lehrenden oder Angestellten der Uni Gewalt angedroht oder eine universitäre Veranstaltung grob gestört habt. In solchen Fällen kommt ihr ohne die Hilfe eines Anwalts nicht weit. Der Jurist kann die zwanghafte Exmatrikulation womöglich abwenden und die Uni zu einer außergerichtlichen Einigung überreden.

Handelt es sich um eine leistungsbedingte Zwangsexmatrikulation, weil ihr eine Prüfung wiederholt nicht bestanden habt, müssen drastischere Konsequenzen gezogen werden. Gegen eine vermasselte Prüfung lässt sich juristisch vorgehen. Anwälte geben die Erfolgschancen bei begründeten Klagen mit 70 Prozent an. Bringt das rechtliche Verfahren keine gütliche Einigung, bleibt noch auf einen verwandten Studiengang auszuweichen, in ein anderes Bundesland umzusiedeln, in dem mehr Prüfungsversuche gelten oder das gleiche Fach im Ausland zu studieren. Es gibt also auch bei zwanghafter Exmatrikulation noch Optionen, um an einen Uni-Abschluss zu gelangen.

 

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