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Wie ihr trotz Corona Freunde findet

Foto: annie spratt / unsplash
Foto: annie spratt / unsplash

Ihr habt einen neuen Job in einer neuen Stadt angefangen und bislang nichts gesehen als euer Home-Office? Oder seid ihr ins Studium gestartet und statt Ersti-Partys und Kneipentouren erwarten euch nur Online-Vorlesungen und Tage hinter Büchern und Schreibtisch? Ihr seid des Jobs oder der Liebe wegen in eine andere Stadt gezogen und wollt nun abseits von Job und Partner neue Freunde finden? Anschluss zu finden, ist in Zeiten von Corona gar nicht so einfach. Schließlich ist immer noch Social Distancing angesagt. Wir sollen Kontakte reduzieren und nicht neue knüpfen. Auch wenn ihr neu im Job seid und eure Kollegen noch nicht kennt, ist es wichtig, sich ein Netzwerk aufzubauen. Ihr braucht Unterstützung im Job, ihr müsst mit euren Kollegen zu einem Team zusammenwachsen und ihr benötigt ein berufliches Netzwerk, um eure Karriere zu pushen. Es ist auch in Zeiten von Corona nicht unmöglich, neue Leute kennenzulernen und Netzwerke aufzubauen.

Freunde finden in Zeiten von Corona – warum ist das so wichtig?

Arbeiten und studieren ist derzeit oftmals nur im Home-Office möglich. Normalerweise würdet ihr als Erstsemester rausgehen, Sportgruppen beitreten, Partys besuchen, Arbeits- und Lerngruppen bilden und euch auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden. Ähnlich würdet ihr vorgehen, wenn ihr neu in eurem Unternehmen seid und eure Kollegen kennenlernen wollen würdet. Man geht gemeinsam zum Mittagessen, trifft sich auf einen Kaffee und genießt nach Feierabend ein Bier oder einen Cocktail. Überhaupt wäre alles ganz anders. Corona macht uns allen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, wenn es darum geht, neue Kontakte zu knüpfen und Freunde zu finden. Der Umzug in eine neue Stadt, das erste Semester an der Uni und der Einstieg in den neuen Job – unter den aktuellen Bedingungen kann es schwierig sein, neue Freunde zu finden. Aber es ist nicht unmöglich. Und vor allem: Es ist wichtig, sich mit anderen zu vernetzen. Als soziale Wesen brauchen wir Kontakte zu anderen. Wir haben ein paar Ideen, wie ihr trotz Corona Kontakte knüpfen könnt.

Networking viral – Wie ihr trotz Corona Freunde findet / Foto: brooke cagle / unsplash

Networking viral – Wie ihr trotz Corona Freunde findet / Foto: brooke cagle / unsplash

Werdet aktiv auf Social Media

Ihr müsst nicht warten bis die Corona-Pandemie vorbei ist, wenn ihr neue Leute kennenlernen möchtet. Ihr könnt auch virtuell Leute kennenlernen. Vernetzt euch auf Facebook mit anderen Studenten eures Semesters, eures Studiengangs und eurer Hochschule. Oftmals haben sich auf Facebook bereits entsprechende Gruppen gebildet, zu denen ihr einfach dazukommen könnt. Häufig werden dort Gruppen für die Erstsemester eines Jahrgangs gegründet. Zögert nicht lange und sucht diese Gruppen. Dort erwarten euch Gleichgesinnte. Manche Hochschulen übernehmen das Gründen von Facebook-Gruppen für die Erstis sogar und ihr müsst euch nur noch anmelden. Weitere Möglichkeiten für die Vernetzung mit anderen sind Whatsapp und Telegramm. Auch dort haben sich Gruppen gebildet. Besonders praktisch: Seid ihr zusammen mit anderen Studenten oder neuen Kollegen in einer Whatsapp-Gruppe, habt ihr auch gleich die Handynummer und könnt euch leichter und schneller austauschen. Einige Hochschulen fördern den Austausch über Whatsapp-Gruppen und fügen euch auf Wunsch direkt zu bereits bestehenden Gruppen hinzu. Informiert euch frühzeitig, ob es an eurer Uni oder eurem Unternehmen Gruppen auf Facebook oder Whatsapp gibt und tretet diesen Gruppen bei. Dort könnt ihr mit anderen ganz nebenbei ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen.

Digitale Treffen per Zoom, Teams oder Skype

Freunde zu finden, ist auch über Plattformen wie Zoom, Teams, Discord oder Skype möglich. Ihr hattet online gerade einen Kurs oder eine Vorlesung? Dann schlagt doch für später ein privates Treffen per Video-Chat vor. Man kann sich mit einer Tasse Kaffee, Tee, Kuchen oder Bier auch vor das Tablet und den Laptop setzen und ein Schwätzchen halten. Ihr dürft euch nicht in großer Runde in der Kneipe oder zum Sport treffen, aber digital ist das doch kein Problem. Schließlich sollen wir nicht unsere Kontakte komplett auf Eis legen, sondern vor allem auf eine räumliche Distanz achten. Ihr könnt über Video-Chats Spieleabende oder Cocktailabende veranstalten und sogar gemeinsam kochen. Wer möchte, verabredet sich zum gemeinsamen Abendessen und Kochen. Sucht euch ein Rezept aus, geht unabhängig voneinander einkaufen und dann geht es am Samstagabend nicht in den Club, sondern jeder geht an seinen Herd. Dabei lasst ihr euch von eurer Handy- oder Tablet-Kamera begleiten und tauscht euch aus. Hier kommt es sicher zu der einen oder anderen witzigen Situation und solche Erfahrungen verbinden. Es gibt zudem Unis, an denen Kurse im Hochschulsport angeboten werden. Manche Studenten verabreden sich auch online zum Sport und treten gegeneinander an. Wer schafft die meisten Liegestütze? Wer schafft die meisten Sit-ups? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich virtuell auszutauschen und dabei Freunde zu finden. Gerade an den Hochschulen sind viele in der gleichen Situation wie ihr und suchen nach Anschluss.

Freunde finden in Zeiten von Corona – warum ist das so wichtig? Foto: joel muniz / unsplash

Freunde finden in Zeiten von Corona – warum ist das so wichtig? Foto: joel muniz / unsplash

Informiert euch über studentische Zusammenschlüsse

Ihr müsst euch nicht hinter eurem Bildschirm verstecken bis die Corona-Krise überstanden ist, ihr könnt euch schon jetzt ehrenamtlich oder politisch engagieren. Informiert euch, welche Initiativen es an eurer Hochschule gibt, und ob etwas Passendes für euch dabei ist. Viele dieser Initiativen sind auch online zu finden. Nach einem Jahr Corona haben sich viele Initiativen und Organisationen zumindest teilweise auf die digitale Welt eingestellt. An einigen Universitäten gibt es auch – zumindest eingeschränkt – Präsenzveranstaltungen. Hier solltet ihr die Chance nutzen und aktiv auf andere zugehen. Natürlich müsst ihr auf die aktuellen Corona-Regeln achten und Abstand halten sowie Maske tragen. Aber ihr könnt Kontaktdaten austauschen und euch Tipps für virtuelle Treffen holen. Vielleicht wissen eure Mitstudierenden, auf welcher Plattform sich Studenten eurer Hochschule gerade besonders gerne treffen.

Organisiert Lerngruppen

Lerngruppen sind eine weitere Möglichkeit, um mit anderen in Kontakt zu kommen und Freunde zu finden. Auch wenn uns die Corona-Pandemie ganz schön im Griff hat, am Ende des Semesters stehen Hausarbeiten und Klausuren an. Ihr müsst also lernen. Und das funktioniert für viele Studenten besonders gut, wenn sie sich in Lerngruppen organisieren. Da die Vorlesungen hauptsächlich online stattfinden, kann man sich kaum über den Lernstoff austauschen. In Lerngruppen habt ihr die Gelegenheit über den Inhalt der Vorlesungen zu sprechen. Ihr könnt Fragen klären, andere um Rat fragen, eure Aufschriebe ergänzen und Wissenslücken füllen. Wartet bei der Organisation von Lerngruppen nicht, dass andere hier den ersten Schritt machen. Gewöhnt euch an, aktiv auf andere zuzugehen. Macht doch einfach den Vorschlag und bietet an, euch mit anderen gemeinsam auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten.

Fazit

Steckt jetzt nicht den Kopf in den Sand und gebt nicht auf, auch wenn Corona es nicht gerade einfacher macht Freunde zu finden. Nutzt alle Möglichkeiten, die ihr habt, um Kontakte zu knüpfen und bleibt am Ball. Auch online sind eure Kommunikationsfähigkeiten gefragt. Die jetzige Krise gut zu meistern und neue, kreative Wege des Kommunizierens zu entdecken und zu perfektionieren, kann sich im Übrigen positiv auf eure private und berufliche Zukunft auswirken. Schreitet die Digitalisierung weiter voran und kommt es noch stärker auf eine gelungene, virtuelle Kommunikation an, dann seid ihr schon Profis. Zudem hat es vielleicht auch etwas Gutes, in Corona-Zeiten Freunde hauptsächlich online finden zu müssen. Zum einen könnt ihr den ganzen Tag im Schlafanzug abhängen, das ist bequem und spart Zeit. Und zum anderen müsst ihr auch an einem Bad-hair-day nicht den ganzen Tag Mütze tragen. Seid ihr nicht top gestylt, gibt es eben kein Zoom-Meeting, sondern einen Chat per Whatsapp.

 

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