Frau in grünem Oberteil sitzt am Laptop und lacht
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Frau in grünem Oberteil sitzt am Laptop und lacht
Festanstellung Definition

Was du als Berufseinsteiger:in unbedingt wissen solltest

Du suchst Orientierung im Berufsleben? Diese Festanstellung Definition erklärt Rechte, Pflichten und Vertragsarten und zeigt, worauf es im Job ankommt.

Du hast dein Studium, deine Ausbildung oder mehrere berufliche Stationen hinter dir und suchst jetzt nach einer verlässlichen Perspektive? In diesem Ratgeber bekommst du eine verständliche Festanstellung Definition und erfährst, welche Rechte und Pflichten mit einer Festanstellung verbunden sind. Außerdem zeigen wir dir, wie Probezeit, Teilzeit und befristete Arbeitsverträge einzuordnen sind.

Was bedeutet Festanstellung genau? 

Wenn Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen von Festanstellung sprechen, meinen sie in der Regel ein unbefristetes, sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit schriftlichem Arbeitsvertrag. Kurz: Du arbeitest regelmäßig für ein Unternehmen, bekommst ein festes Gehalt und der Vertrag läuft nicht automatisch zu einem bestimmten Datum aus.

Typische Merkmale einer Festanstellung:

  • unbefristeter Arbeitsvertrag (es gibt kein festes Enddatum)
  • regelmäßiges Gehalt
  • Sozialversicherung (Kranken‑, Renten‑, Pflege‑, Arbeitslosenversicherung)
  • klare Arbeitszeit (z. B. Vollzeit oder Festanstellung in Teilzeit)
  • Weisungsgebundenheit: Du folgst den Anweisungen deines Arbeitgebers im Rahmen des Vertrags

Wichtig: Viele setzen Festanstellung mit unbefristet gleich. Im Alltag passiert das häufig, juristisch existieren aber auch befristete Festanstellungen, wenn alle anderen Merkmale eines „normalen“ Arbeitsverhältnisses vorliegen.

Festeinstellung oder Festanstellung – was stimmt? 

Im Alltag hörst du beide Begriffe. Für die Definition von Festanstellung gilt:

  • Sprachlich korrekt und im Arbeitsrecht üblich: Festanstellung
  • „Festeinstellung“ taucht oft in Stellenanzeigen auf, gilt aber eher als umgangssprachlich

Wenn du Bewerbungen schreibst oder im Arbeitsvertrag verhandeln willst, nutzt du besser den Begriff „Festanstellung“. Einen Überblick zum Thema Vertrag findest du im Ratgeber „Arbeitsvertrag verhandeln“

Tabelle Festanstellung Definition
Tabelle Festanstellung Definition

Festanstellung Definition vs. andere Beschäftigungsformen

Um zu verstehen, was eine Festanstellung ausmacht, hilft der Vergleich mit anderen Modellen:

Mehr zu Praktika und Einstiegsmöglichkeiten findest du in der Rubrik Bewerbung fürs Praktikum.

Ist eine Festanstellung immer unbefristet? 

Viele fragen sich: „Ist eine Festanstellung immer unbefristet?“ Die ehrliche Antwort: meistens, aber nicht zwingend.

  • Klassische Festanstellung: unbefristeter Vertrag, auf den sich die meisten beziehen
  • Festanstellung befristet: gleicher Status als Arbeitnehmer:in, aber mit Enddatum, z. B. 12‑Monatsvertrag

Bei einer befristeten Festanstellung gelten für dich:

  • Sozialversicherungspflicht
  • Urlaubsanspruch
  • Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
  • ggf. Tarifvertrag und Betriebsrat

Du genießt also viele Rechte einer regulären Festanstellung, nur die Laufzeit ist begrenzt. Gerade nach der Ausbildung oder dem Studium starten viele über einen befristeten Job in einem Unternehmen. Wie du Einschätzungen zu Karrierewegen triffst, zeigt dir auch der Ratgeber „Beruflich neu orientieren“.

Zwei Frauen an eine Tisch unterhalten sich
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Zwei Frauen an eine Tisch unterhalten sich

Festanstellung Vollzeit, Festanstellung Teilzeit – was ist der Unterschied? 

Viele verwechseln „Vollzeit“ mit „Festanstellung“. Das sind zwei unterschiedliche Dinge:

  • Festanstellung: beschreibt die Art des Arbeitsverhältnisses (meist unbefristet, sozialversicherungspflichtig)
  • Vollzeit/Teilzeit: beschreibt den Umfang der Arbeitszeit

Du kannst also:

  • Festanstellung in Vollzeit haben, z. B. 40 Stunden pro Woche
  • Festanstellung Teilzeit, z. B. 20 oder 30 Stunden pro Woche

Zur Frage „Festanstellung wie viele Stunden?“: Vollzeit startet in vielen Branchen bei 38 bis 40 Stunden pro Woche. Teilzeit liegt darunter. Einen Überblick über Arbeitszeitmodelle bietet dir der Beitrag „Ab wann arbeitest du Vollzeit?.

Festanstellung Probezeit: Was dich am Anfang erwartet

Fast jeder unbefristete Vertrag enthält eine Probezeit. Sie dient dazu, dass beide Seiten testen, ob der Job passt.

Typische Punkte bei Festanstellung und Probezeit:

  • Dauer meist bis zu sechs Monate
  • Kündigungsfrist in der Probezeit oft zwei Wochen
  • volles Gehalt, voller Urlaubsanspruch (anteilig je nach Kalenderjahr)
  • alle Sozialversicherungen laufen normal

Viele Arbeitgeber:innen verlängern die Probezeit nicht, sondern entscheiden innerhalb dieser Zeit, ob du langfristig bleibst. Für dich heißt das: Zeig, was du kannst, nutze Feedbackgespräche und frag aktiv nach Erwartungen. Tipps zu Feedback und Gesprächen findest du im Artikel „Feedbackgespräche vorbereiten“.

Deine wichtigsten Rechte in der Festanstellung

Die Definition von Festanstellung hängt stark mit deinen Rechten zusammen. Als Arbeitnehmer:in profitierst du von vielen Schutzmechanismen:

1. Kündigungsschutz

Nach einer gewissen Betriebszugehörigkeit und abhängig von der Unternehmensgröße greift der gesetzliche Kündigungsschutz. Das bedeutet: Arbeitgeber:innen brauchen einen sozial gerechtfertigten Grund, z. B. betriebsbedingte Gründe oder stark mangelnde Leistung.

2. Sozialversicherung

Dein Arbeitgeber meldet dich bei den Kassen an und zahlt gemeinsam mit dir Beiträge zu:

  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Pflegeversicherung

Dadurch sicherst du dir später beispielsweise Ansprüche auf Arbeitslosengeld und Rente.

3. Bezahlung und Lohnfortzahlung

  • vereinbartes Gehalt im Arbeitsvertrag, oft mit Urlaubs‑ oder Weihnachtsgeld
  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für bis zu sechs Wochen
  • Anspruch auf Mindestlohn, falls kein Tarifvertrag greift

4. Urlaub und Arbeitszeit

  • mindestens 20 Urlaubstage pro Jahr bei einer 5‑Tage‑Woche (gesetzlich)
  • Arbeitszeitgrenzen nach Arbeitszeitgesetz
  • Pausen und Ruhezeiten

Wie du in Gehaltsfragen selbstbewusster auftrittst, lernst du im Ratgeber „Gehaltsvorstellung richtig formulieren“

Mann beklebt mit Post Its
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Mann beklebt mit Post Its

Deine Pflichten in der Festanstellung

Zu einer vollständigen Festanstellung gehören auch deine Pflichten. Mit dem Vertrag übernimmst du Verantwortung:

  • Arbeitsleistung: Du erledigst deine Aufgaben sorgfältig und pünktlich.
  • Weisungsgebundenheit: Du hältst dich an Anweisungen, die im Rahmen des Vertrags liegen.
  • Treuepflicht: Du arbeitest nicht gegen die Interessen deines Unternehmens.
  • Verschwiegenheit: Betriebsgeheimnisse und sensible Daten bleiben intern.
  • Korrekte Krankmeldung: Du meldest dich rechtzeitig krank und reichst Nachweise rechtzeitig ein.

Was bei Themen wie Krankmeldung oder unentschuldigtem Fernbleiben passieren kann, erklärt der Beitrag „Arbeit schwänzen: Diese Folgen drohen“.

Festanstellung Vorteile: Darum lohnt sich der „klassische“ Job

Viele junge Arbeitnehmer:innen schwanken zwischen Praktika, Freelancing, befristeten Jobs und Festanstellung. Ein unbefristeter Vertrag bringt klare Pluspunkte:

  • Planungssicherheit: Du kannst Miete, Reisen oder vielleicht eine Immobilie realistischer planen.
  • Bessere Chancen bei Vermieter:innen und Banken: Unbefristete Festanstellung wirkt oft vertrauenswürdiger als befristete Jobs.
  • Karriereentwicklung: Du baust Know-how im Unternehmen auf und bekommst eher Verantwortung.
  • Soziale Sicherheit: Kündigungsschutz, Sozialversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
  • Konstanter Lebenslauf: Weniger Brüche und Lücken.

Natürlich ziehen manche Freelancing oder Projektarbeit vor, wenn sie maximale Flexibilität wollen. Wenn du Karrierestart, Stabilität und regelmäßiges Einkommen suchst, passt eine Festanstellung allerdings meist deutlich besser.

Festanstellung Englisch: So formulierst du deinen Status international

Gerade wenn du dich international bewirbst oder deinen Lebenslauf optimierst, brauchst du die richtigen Begriffe:

  • Festanstellung Englisch: „permanent position“ oder „permanent employment“
  • Unbefristete Festanstellung: „permanent full-time employment“ (oder „part-time“)
  • Befristete Festanstellung: „fixed-term contract“

Wie du Informationen wie Sprachlevel sauber im CV darstellst, erfährst du im Beitrag „Sprachlevel im Lebenslauf präsentieren“.

Wie kommst du zur ersten Festanstellung?

Viele Leser:innen von bigKARRIERE stehen an der Schwelle zwischen Studium, Ausbildung und erster fester Stelle. Einige Strategien helfen dir:

  • Praktika und Werkstudierendenjobs gezielt nutzen: Gute Leistung erhöht deine Chancen auf Übernahme in eine Festanstellung.
  • Bewerbungsunterlagen schärfen: Klare Struktur im CV und passendes Anschreiben. Inspiration gibt dir z. B. der Artikel „Lebenslauf optimieren“.
  • Netzwerk pflegen: Viele Festanstellungen entstehen durch Empfehlungen, nicht durch öffentliche Ausschreibungen.
  • Im Gespräch Mut zeigen: Frag nach Übernahmechancen, wenn du schon im Unternehmen arbeitest.

FAQ: Häufige Fragen zur Festanstellung Definition

  • Was ist die Festanstellung?

    Was ist die Festanstellung?

    Eine Festanstellung bedeutet, dass du mit einem Unternehmen einen festen Arbeitsvertrag abschließt, in der Regel unbefristet und sozialversicherungspflichtig. Du arbeitest regelmäßig für denselben Arbeitgeber, bekommst ein festes Gehalt und profitierst von Rechten wie Kündigungsschutz, Urlaub und Lohnfortzahlung. Die Festanstellung Definition grenzt sich damit von Minijobs, Freelancing und kurzfristigen Aushilfsjobs ab.

  • Was versteht man unter einer Festanstellung?

    Was versteht man unter einer Festanstellung?

    Unter einer Festanstellung versteht man ein dauerhaft angelegtes Arbeitsverhältnis mit klar geregelter Arbeitszeit, festem Einkommen und Einbindung in die Sozialversicherungssysteme. Ob du in Vollzeit oder als Festanstellung in Teilzeit arbeitest, spielt für die Definition keine Rolle. Wichtig ist, dass ein Arbeitsvertrag besteht und du als Arbeitnehmer:in rechtlich geschützt bist.

  • Ist eine Festanstellung immer unbefristet?

    Ist eine Festanstellung immer unbefristet?

    Im Alltag nutzen viele die Festanstellung als Synonym für einen unbefristeten Job. Juristisch existiert allerdings auch die befristete Festanstellung, zum Beispiel ein Vertrag über ein Jahr mit allen Rechten wie Sozialversicherung, Urlaub und Entgeltfortzahlung. Du erkennst am Vertrag, ob deine Festanstellung befristet oder unbefristet ist.

  • Was ist der Unterschied zwischen Vollzeit und Festanstellung?

    Was ist der Unterschied zwischen Vollzeit und Festanstellung?

    Vollzeit beschreibt den Umfang deiner Arbeitsstunden, Festanstellung die Art deines Arbeitsverhältnisses. Du kannst eine Festanstellung in Vollzeit haben, etwa 40 Stunden pro Woche, oder eine Festanstellung in Teilzeit, z. B. 20 oder 30 Stunden pro Woche. Die Festanstellung hängt nicht von der Stundenzahl ab, sondern von Vertrag, Dauer und Sozialversicherung.

  • Welche Vorteile hat eine Festanstellung?

    Welche Vorteile hat eine Festanstellung?

    Zu den typischen Vorteilen einer Festanstellung zählen Planungssicherheit, regelmäßiges Gehalt, soziale Absicherung, Kündigungsschutz und bessere Chancen auf Kredite oder Wohnungen. Außerdem baut sich in einer unbefristeten Festanstellung leichter eine langfristige Karriere im Unternehmen auf, weil du dich Schritt für Schritt weiterentwickelst und Verantwortung übernimmst.

  • Gibt es Festanstellung in Teilzeit?

    Gibt es Festanstellung in Teilzeit?

    Ja. Eine Festanstellung in Teilzeit kombiniert alle Merkmale der Festanstellung – fester Vertrag, Sozialversicherung, Kündigungsschutz – mit einer verringerten Stundenzahl. Wer z. B. 25 statt 40 Stunden pro Woche arbeitet, hat trotzdem eine Festanstellung Teilzeit, oft mit denselben Rechten, nur anteilig beim Gehalt und Urlaub.

  • Was bedeutet Festanstellung im Lebenslauf auf Englisch?

    Was bedeutet Festanstellung im Lebenslauf auf Englisch?

    Für Bewerbungen im Ausland schreibst du „permanent position“ oder „permanent employment“, um deine Festanstellung zu beschreiben. Wenn du genauer wirst, ergänzt du „full-time“ oder „part-time“. So versteht die Personalabteilung im Ausland sofort, dass es sich nicht um ein Praktikum, einen Minijob oder Freelancing handelt, sondern um eine feste, dauerhafte Anstellung.