Motivationsschreiben Ausbildung
Ein gutes Motivationsschreiben entscheidet über den Ausbildungsplatz und zeigt, wer du bist, warum du den Beruf willst und warum du passt.
Ein gutes Motivationsschreiben entscheidet über den Ausbildungsplatz und zeigt, wer du bist, warum du den Beruf willst und warum du passt.
Du suchst Tipps für dein perfektes Motivationsschreiben für die Ausbildung und willst dir damit den Ausbildungsplatz sichern? Genau dabei unterstützen wir dich bei bigKARRIERE. In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du ein Motivationsschreiben erstellst, das Personaler:innen lieben – ohne leeres Blabla, dafür mit klarer Struktur, starken Formulierungen und echten Beispielen.
Viele Ausbildungsbetriebe wünschen sich neben Anschreiben und Lebenslauf ein Motivationsschreiben für die Ausbildung. Warum?
Kurz gesagt: Dein Motivationsschreiben zeigt, warum genau du diesen Ausbildungsplatz willst – und warum der Betrieb dich braucht.
Wenn du aktuell noch nach passenden Berufen suchst, hilft dir unser Überblick zu Ausbildungsberufen mit gutem Gehalt bei der Orientierung. Nutze die Gelegenheit, dich ausführlich zu informieren und den besten Beruf für deine Zukunft zu finden.
Viele verwechseln Anschreiben und Motivationsschreiben. Beides gehört zur Bewerbung, hat aber einen etwas anderen Fokus:
Bewerbungsschreiben (Anschreiben):
Motivationsschreiben Ausbildung:
Du wiederholst nicht das komplette Anschreiben, sondern gehst tiefer: Warum passt diese Ausbildung langfristig zu dir? Was treibt dich an?
Wenn du dein Anschreiben optimieren willst, lohnt sich ein Blick auf den Artikel zu Bewerbung & Anschreiben im Bereich Bewerbung fürs Praktikum – viele Tipps lassen sich auch auf die Ausbildung übertragen.
Ein gutes Motivationsschreiben für die Ausbildung bleibt übersichtlich und liest sich wie ein Mini-Storytelling über deinen Weg.
Länge: maximal 1 Seite
Form: klarer, moderner Text, ohne Floskelfeuerwerk
Die Grundstruktur:
Eine passende Überschrift wäre zum Beispiel:
Wenn du mehrere Bewerbungen schreibst, behalte ein einheitliches Layout. Tipps zur Gestaltung und Seriosität im Job findest du im Beitrag „Erfolgreich im Job“.
Der Einstieg entscheidet, ob jemand weiterliest. Starte nicht mit „Hiermit bewerbe ich mich“. Steig direkt mit deiner Motivation ein:
Halte den Einstieg persönlich, klar und konkret. So zeigst du direkt, dass dein Motivationsschreiben Ausbildung nicht irgendeine Copy-Paste-Vorlage ist.
Im Hauptteil beantwortest du im Prinzip drei Fragen:
Warum dieser Ausbildungsberuf?
Zeig, wie dein Interesse entstanden ist und wie du dich damit beschäftigt hast. Beispiele:
Beispiel Pflege/Krankenpflege:
„Während eines Schulpraktikums im Krankenhaus habe ich erlebt, wie wichtig ein ruhiger, professioneller Umgang mit Patient:innen ist. Die Mischung aus medizinischem Wissen und menschlicher Nähe passt perfekt zu mir. Deshalb fokussiere ich mich auf eine Ausbildung in der Pflege und langfristig auf den Bereich Krankenpflege.“
Hier greift auch unser Artikel „Karriere in der Pflege“, wenn du dich tiefer mit Berufen im Gesundheitswesen beschäftigst.
Beispiel Erzieher:in:
„Die Arbeit mit Kindern macht mir Freude, weil jeder Tag anders verläuft und ich Kinder beim Lernen begleite. In meinem Schulpraktikum in einer Kita habe ich mitgeholfen, Angebote zu planen, und gemerkt, wie viel Verantwortung in diesem Beruf steckt. Genau diese Mischung aus Kreativität und Verantwortung reizt mich.“
Warum dieses Unternehmen?
Recruiter:innen lesen gern, dass du dich mit dem Betrieb beschäftigt hast:
Zum Beispiel:
„Ihr Haus legt Wert auf eine moderne Pflege und strukturierte Praxisanleitung. Das passt zu meinem Wunsch, solide Grundlagen zu lernen und mich später weiterzuentwickeln.“
Oder:
„Ihre Kita setzt auf offene Konzepte und Partizipation. Diese Haltung zu Kindern spricht mich besonders an, weil ich Kinder als eigenständige Persönlichkeiten sehe.“
Warum du? Stärken, Skills und Beispiele
Jetzt geht es um deine Fähigkeiten. Schreib nicht einfach „Ich bin teamfähig“. Zeig, wo du deine Stärken schon genutzt hast:
Beispiel für Pflege/Krankenpfleger:
„Im Umgang mit meiner Oma, die pflegebedürftig ist, bleibe ich ruhig, höre zu und helfe strukturiert im Alltag. Diese Erfahrungen zeigen mir, dass ich Verantwortung trage und belastbare Situationen aushalte – Eigenschaften, die ich gezielt in der Ausbildung in der Pflege einbringe.“
Beispiel für Erzieher:in:
„In der Hausaufgabenbetreuung an meiner Schule unterstütze ich Kinder aus den unteren Klassen. Dort erkläre ich Inhalte geduldig und motiviere sie, dranzubleiben. Diese Erfahrungen bestärken mich in meinem Wunsch, als Erzieher:in zu arbeiten.“
Im Schlussteil rundest du dein Motivationsschreiben Ausbildung ab und leitest elegant zum nächsten Schritt über.
Statt: „Ich hoffe auf eine positive Rückmeldung …“
Besser:
Zum Schluss folgt eine passende Grußformel („Mit freundlichen Grüßen“) und deine Unterschrift.
Falls du Lampenfieber vor dem Gespräch hast, unterstützen dich unsere Tipps gegen Angst vor dem Vorstellungsgespräch.
Viele Bewerber:innen verlieren Pluspunkte durch Kleinigkeiten. Mit dieser Übersicht gehst du entspannt durchs Korrekturlesen:
Wenn du insgesamt an deinem Schreibstil feilen möchtest, lohnt sich der Beitrag zu Geschäftsschreiben in der Ausbildung.
Beispiele: Motivationsschreiben Ausbildung Erzieher:in und Pflege
Keine Sorge, du musst keinen Roman schreiben. Zwei kurze Beispiel-Ausschnitte helfen dir beim Formulieren.
Kurzbeispiel: Motivationsschreiben Ausbildung Erzieher:in
„Kinder beim Entdecken ihrer Stärken zu begleiten, motiviert mich stark. In meinem Schulpraktikum in einer Kindertagesstätte habe ich erlebt, wie wichtig klare Regeln und gleichzeitig Empathie sind. Besonders die kreative Arbeit in Projekten zu Musik und Kunst hat mir Spaß gemacht.
Durch die Betreuung meiner jüngeren Cousins übernehme ich regelmäßig Verantwortung, gestalte gemeinsame Aktivitäten und löse Konflikte ruhig. Diese Erfahrungen passen zu meinem Berufswunsch Erzieher:in. Ihre Einrichtung spricht mich an, weil Sie großen Wert auf partizipative Konzepte legen und Kinder in Entscheidungen einbeziehen.“
Wenn du dich generell über pädagogische und kreative Berufe informieren willst, schau in unseren Artikel zu kreativen Ausbildungsberufen.
Kurzbeispiel: Motivationsschreiben Ausbildung Pflege/Krankenpfleger
„Der Kontakt mit Menschen, medizinisches Wissen und sinnvolle Arbeit im Team – diese Kombination beschreibt meinen Wunschberuf. Im Schulpraktikum in einem Seniorenzentrum habe ich bei der Grundpflege unterstützt, zugehört und an Aktivierungsangeboten teilgenommen. Dort habe ich gemerkt, wie viel eine freundliche Ansprache und Zuverlässigkeit im Pflegealltag bewirken.
Zu meinen Stärken zählen Ruhe in stressigen Situationen, sorgfältiges Arbeiten und Verantwortungsbewusstsein. Diese Eigenschaften nutze ich bereits, wenn ich meine pflegebedürftige Oma im Alltag unterstütze. Die Ausbildung in Ihrem Haus sehe ich als Chance, mich zur Pflegefachkraft zu entwickeln und langfristig im Gesundheitswesen zu arbeiten.“
Noch unsicher, ob Pflege die richtige Richtung darstellt? Dann hilft dir ein Blick auf unsere Infos zu „Pflegefachkraft werden“.
Viele Jugendliche suchen nach:
Vorlagen geben Orientierung bei:
Nutze Muster als Rahmen, fülle sie aber mit deinen eigenen Inhalten. Sonst merken Personaler:innen schnell, dass du denselben Text wie viele andere nutzt.
Tipp:
Wenn du parallel an deinem Lebenslauf arbeitest, helfen dir unsere Tipps im Artikel „Lebenslauf für Schüler:innen“ und der Guide zum Lebenslauf optimieren.
Wenn dir das leere Dokument Angst macht, arbeite in klaren Schritten:
Stichpunkte sammeln
Infos über das Unternehmen checken
Rohfassung schreiben
Text kürzen und schärfen
Checkliste durchgehen
Korrektur lesen lassen
Tipp: Verwende Online-Tools zur Grammatikprüfung, um Fehler zu vermeiden und den Text flüssiger zu gestalten. Lass dein Motivationsschreiben auch von jemandem gegenlesen, der nicht involviert ist, um eine frische Perspektive zu erhalten.
Bleib bei der Wahrheit, auch wenn es verlockend ist, Erfahrungen oder Fähigkeiten zu übertreiben. Authentizität kommt immer gut an. Mit Geduld und Übung wird dein Motivationsschreiben immer besser – und je öfter du es anpasst, desto leichter wird der Bewerbungsprozess. Tipps für besseres Zeitmanagement rund um Bewerbungen und Schule findest du im Beitrag „Zeitmanagement in der Ausbildung“ – damit du Anschreiben, Motivationsschreiben und Prüfungen stressfreier unter einen Hut bringst.
Auch mit starkem Motivationsschreiben kommt manchmal eine Absage. Das frustriert, gehört aber zum Bewerbungsprozess.
Wichtig:
Wenn du keinen Ausbildungsplatz gefunden hast, helfen dir unsere Strategien im Artikel „Keinen Ausbildungsplatz gefunden“. Dort findest du Wege wie Warteschleifen, Praktika oder einjährige Ausbildungen. Einen schnellen Überblick bieten außerdem die einjährigen Ausbildungen auf bigKARRIERE.
Nutze die Zeit, um Erfahrungen zu sammeln und dich weiterzubilden, während du auf die nächste Gelegenheit wartest. Engagiere dich in ehrenamtlichen Tätigkeiten oder besuche relevante Kurse, um dein Profil zu stärken. Diese Erfahrungen erweitern nicht nur deinen Lebenslauf, sondern helfen dir auch dabei, die Wartezeit sinnvoll zu nutzen und für zukünftige Bewerbungen noch besser vorbereitet zu sein.
Das Bewerbungsschreiben konzentriert sich auf die Stellenausschreibung: Du gehst auf Anforderungen ein und zeigst kurz, warum du fachlich passt. Das Motivationsschreiben für die Ausbildung rückt deine Gründe, Ziele und Persönlichkeit in den Fokus. Du erklärst, warum dich genau dieser Ausbildungsberuf begeistert, warum du diesen Betrieb wählst und wie deine Erfahrungen und Stärken dazu passen. Beide Texte ergänzen sich und steigern zusammen deine Chancen auf den Ausbildungsplatz.
Für ein kurzes Motivationsschreiben für eine Ausbildung brauchst du eine klare Struktur auf einer Seite. Starte mit zwei bis drei Sätzen zur Motivation für den Beruf, beschreibe im Hauptteil deine wichtigsten Stärken mit Beispielen und erkläre, warum du gerade dieses Unternehmen wählst. Verzichte auf lange Ausschweifungen, nutze aktive Sätze und streiche Füllwörter. So entsteht ein kompaktes, aber aussagekräftiges Motivationsschreiben für die Ausbildung, das Personaler:innen schnell erfassen.
Formuliere dein Motivationsschreiben für die Ausbildung in klarer Ich-Form und aktiver Sprache. Beschreibe konkrete Situationen, in denen du Verantwortung übernommen, im Team gearbeitet oder Durchhaltevermögen gezeigt hast. Vermeide Floskeln wie „teamfähig“ ohne Beispiel. Besser: „Im Schulprojekt zur Abschlussfeier habe ich das Organisationsteam geleitet und alle Aufgaben im Blick behalten.“ Nutze Schlüsselbegriffe aus der Ausbildung, etwa Pflege, Erziehung, Technik oder Kundenkontakt, und verbinde sie mit deinen Erfahrungen.
In ein Motivationsschreiben für eine Ausbildung gehören vier Kernelemente: deine Motivation für den Beruf, deine Motivation für das Unternehmen, deine wichtigsten Stärken mit Beispielen und ein kurzer Ausblick auf deine Ziele. Für ein Motivationsschreiben Ausbildung Erzieher:in betonst du zum Beispiel Freude an der Arbeit mit Kindern, Geduld und Erfahrungen aus Praktika oder Babysitting. In einem Motivationsschreiben Ausbildung Pflege oder Motivationsschreiben Ausbildung Krankenpfleger:in zeigst du Empathie, Belastbarkeit und Interesse am medizinischen Umfeld. Ergänze am Ende einen freundlichen Ausblick auf das Vorstellungsgespräch.
Du kannst Vorlagen wie „Motivationsschreiben für Ausbildung Vorlage“, „Motivationsschreiben Ausbildung Vorlage Word“ oder „Motivationsschreiben für Ausbildung Beispiel PDF“ als Orientierung einsetzen. Achte aber darauf, dass dein Motivationsschreiben für die Ausbildung nicht wie eine Kopie wirkt. Passe jede Vorlage an, ersetze Standardformulierungen durch eigene Sätze und füge deine persönlichen Erfahrungen ein. Betriebe merken schnell, wer sich Zeit genommen und wer Textbausteine ungeprüft übernommen hat.
Ideal ist eine Länge von maximal einer DIN-A4-Seite. Dein Motivationsschreiben für die Ausbildung bleibt damit übersichtlich und gut lesbar. Plane ungefähr drei bis fünf kurze Absätze ein: Einleitung, Motivation für den Beruf, Motivation für das Unternehmen, Stärken mit Beispielen und ein kurzer Abschluss. Wenn du deutlich mehr schreibst, streichst du Wiederholungen und konzentrierst dich auf die wichtigsten Argumente.