Was kostet das Studium in Deutschland?
Was kostet das Studium in Deutschland wirklich? Erfahre alle wichtigen Kostenfaktoren und plane dein Budget realistisch, klar und ohne Überraschungen.
Was kostet das Studium in Deutschland wirklich? Erfahre alle wichtigen Kostenfaktoren und plane dein Budget realistisch, klar und ohne Überraschungen.
Studiengebühren in Deutschland wirken im ersten Moment entspannt – „Studium ist doch kostenlos, oder?“ – und dann klatscht dir die Realität mit Semesterbeitrag, Miete und Krankenkasse ins Gesicht. In diesem Guide zeigen wir dir als bigKARRIERE Schritt für Schritt, welche Kosten im Studium in Deutschland echt anfallen, wie du sie planst und wie du trotz hoher Mieten, teurem WG‑Zimmer und knappen Finanzen entspannt durchs Studium gehst.
Wenn du „studiengebühren deutschland“ googelst, kommt direkt die Verwirrung: „Studiengebühren Deutschland abgeschafft“, daneben „Studiengebühren Bayern“, „Studiengebühren für Ausländer:innen“ und „Medizin studieren Kosten“. Zeit für Ordnung im Chaos.
An staatlichen Hochschulen in Deutschland zahlst du aktuell:
Dazu kommen überall Semesterbeiträge (dazu gleich mehr).
Private Hochschulen spielen in einer eigenen Liga: Dort zahlst du echte Studiengebühren, oft zwischen 400 und 1.000 Euro pro Monat, teilweise mehr.
Ob Studiengebühren oder nicht – dein Konto interessiert die Gesamtbelastung. Grob unterteilt zahlst du im Studium:
Viele Beratungsstellen und Hochschulen rechnen aktuell für ein Studium in Deutschland mit ca. 950 bis 1.200 Euro pro Monat für Studierende mit eigenem Haushalt. Unter 800 Euro pro Monat wird es schon extrem eng.
Die meisten verwechseln „Studiengebühren“ mit dem Semesterbeitrag. Das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge.
Fast jede Hochschule verlangt pro Semester einen Semesterbeitrag, meist:
Rechnet mensch das auf den Monat runter, liegen die Kosten bei 25 bis 60 Euro – dafür bekommst du oft ein stark vergünstigtes Ticket für den ÖPNV.
Echte Studiengebühren bedeuten:
Wenn du planst, ins Ausland zu gehen oder in Deutschland als internationale:r Student:in studieren willst, informierst du dich am besten direkt auf der Website der Hochschule.
Die Tabelle zeigt dir grob, womit du rechnen kannst. Konkrete Beträge schwanken je nach Bundesland und Hochschule.
Wichtig: Die großen Kosten im Studium entstehen weniger durch Studiengebühren, sondern durch Miete und Lebenshaltungskosten. Genau da schmerzt es aktuell besonders.
Studierende zahlen heute im Schnitt rund 500 Euro und mehr für ein WG‑Zimmer in vielen Unistädten, in Metropolen wie München oder Berlin landen neue Mieten für WG‑Zimmer schnell zwischen 600 und 800 Euro. In eher günstigen Städten liegen Zimmerpreise zwischen ca. 250 und 400 Euro.
Typische Wohnformen im Studium:
Wenn du überlegst, ob Umzug oder Pendeln günstiger läuft, schau dir den Artikel zu Umzug oder Pendeln an – die Rechenlogik überträgst du 1:1 auf dein Studium.
Viele Beratungsstellen empfehlen, mit diesen Größenordnungen zu rechnen (Durchschnittswerte):
Summe: mindestens 800 bis 1.200 Euro pro Monat, je nach Stadt und Lebensstil auch deutlich mehr.
Du willst tiefer in deine Finanzplanung einsteigen? Schau dir ergänzend unseren Guide zu Finanztipps für Azubis an – viele Tipps lassen sich auf Studis übertragen.
Studium finanzierst du in der Praxis selten über nur eine Quelle. Die meisten Studis mixen:
BAföG unterstützt Studierende von Eltern mit geringerem oder mittlerem Einkommen. Wichtige Punkte:
Beim Thema BAföG lohnt sich ein genauer Blick. Lies dazu unseren Ratgeber BAföG und Nebenjob: Verdienen ohne Nachteile. Dort erfährst du, wie du dein Einkommen clever planst, ohne deine Förderung zu riskieren.
Sehr viele Studis arbeiten:
Vorteile:
Achte auf:
Wenn du parallel zur Uni noch Geld verdienst, helfen dir viele Tipps aus unserem Beitrag zu Geld verdienen mit Umfragen, um Chancen zu checken und unseriöse Angebote zu erkennen.
Stipendien:
Studienkredite:
Ein Studienkredit gibt Luft im Studium, belastet später aber dein Einstiegsgehalt. Plane das bewusst ein, besonders bei hohen Studiengebühren.
Viele Kosten im Studium lassen sich später steuerlich geltend machen:
Gerade wenn du während des Studiums nebenher arbeitest oder nach dem Studium schnell einsteigst, lohnen sich steuerliche Kenntnisse. Im Ratgeber zu Studienkosten rückwirkend absetzen siehst du konkret, wie du Ausgaben später steuerlich nutzt.
Die Kosten Studium Deutschland wirken erst mal brutal. Mit smarten Entscheidungen holst du aber viel raus.
Unser Artikel über Städte im Preisvergleich gibt dir ein gutes Gefühl für Kostenunterschiede zwischen Regionen.
Zusätzliche Lernpower ohne extra Bücherkosten holst du dir mit smarten Methoden – Ideen findest du in unseren Artikeln zu Lerntechniken fürs Studium oder zu Tipps, um die Lerngeschwindigkeit zu steigern.
Du willst dein Studium entspannter organisieren? Unsere Ratgeber zu Zeitmanagement in Ausbildung und zur ABC‑Methode helfen dir, Studium, Job und Privatleben zu sortieren.
Vielleicht startest du nicht direkt ins Studium, sondern:
Finanziell spielt das alles stark zusammen mit den späteren Studienkosten.
Gerade finanziell lohnt sich ein sauberer Plan: Lieber ein Jahr strukturiert jobben, Geld zurücklegen und dann mit Puffer ins Studium starten, statt planlos mehrere Semester hinziehen.
Geld beeinflusst deine Studienentscheidung – logisch. Trotzdem zählt nicht nur, was dein Studium kostet, sondern auch, was danach reinkommt.
Bevor du Studiengebühren und Lebenshaltungskosten akzeptierst, schau dir an, ob der Studiengang wirklich zu dir passt. Unser Guide Studienwahl leicht gemacht hilft dir dabei.
Meist zahlst du an staatlichen Unis 150–350 € Semesterbeitrag pro Semester. Bei Langzeit- oder Zweitstudium kommen je nach Bundesland oft 500–800 € extra dazu. Private Hochschulen liegen deutlich höher (oft vierstellig pro Semester).
Der Studienplatz ist an staatlichen Unis im Erststudium oft ohne Studiengebühren – aber nicht gratis: Semesterbeitrag + Lebenshaltung (v. a. Miete, Versicherung, Essen) fallen immer an. Nicht-EU-Studierende zahlen teils ab ca. 1.500 € pro Semester zusätzlich.
Für die meisten EU/DE-Studierenden an staatlichen Hochschulen: 0 € (im Erststudium, oft auch konsekutiver Master). Extra-Kosten sind Semesterbeitrag (150–350 €) und ggf. Langzeit/Zweitstudium (500–800 €). Private Hochschulen: häufig 2.400–12.000 € pro Jahr.
„Durchschnitt“ ist wenig hilfreich, weil viele an staatlichen Unis 0 € Studiengebühren zahlen, andere (privat/Nicht-EU) deutlich mehr. Für die Planung wichtiger: deine Hochschule + deine Stadt plus 800–1.200 € monatliche Lebenshaltungskosten.
Typisch: 800–1.200 € pro Monat (Miete, Essen, Versicherung, Mobilität, Lernmittel, Freizeit) + 150–350 € Semesterbeitrag pro Semester. Ein Bachelor landet grob schnell bei 30.000–60.000 € – je nach Stadt und Dauer.
Meist ein Mix aus Eltern/Familie, BAföG, Nebenjob, Stipendium – seltener Studienkredit.
Für viele ja, weil es oft mehr Joboptionen und bessere Gehaltschancen bringt. Trotzdem nicht für alle: Wenn schneller Einkommen und Praxis wichtiger sind, kann Ausbildung die bessere Route sein.