Mann im blauen Hemd stapelt Münzen
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Mann im blauen Hemd stapelt Münzen
So checkst du dein Gehalt wie ein Profi

Netto und Brutto einfach erklärt:

Netto und Brutto klingen trocken, bestimmen aber dein Gehalt und Einkaufspreis – hier lernst du Schritt für Schritt, was dir wirklich übrig bleibt.

Netto und Brutto wirken auf den ersten Blick wie trockene Rechenbegriffe. In deiner Gehaltsabrechnung und beim Preis im Onlineshop entscheiden sie aber darüber, was wirklich auf deinem Konto landet und was du tatsächlich bezahlst.

1. Netto und Brutto einfach erklärt: Dein Start in den Geld-Durchblick

Du beginnst deine Ausbildung, dein Studium oder deinen ersten Job und siehst zum ersten Mal eine Lohnabrechnung. Bruttolohn, Nettolohn, Steuerklasse, Sozialabgaben – und auf dem Konto landet deutlich weniger als gedacht. Ganz ähnlich läuft es bei Preisen: Mal steht da „inkl. MwSt.“, mal „zzgl. MwSt.“, mal Netto-Preis, mal Brutto-Preis.

Kurz und knapp:

  • Bruttolohn: Das Gehalt, das du mit dem Unternehmen vereinbarst – vor Steuern und Sozialabgaben.
  • Nettolohn: Das Geld, das nach allen Abzügen auf deinem Konto landet – dein verfügbares Einkommen.
  • Bruttopreis: Preis inklusive Mehrwertsteuer.
  • Nettopreis: Preis ohne Mehrwertsteuer (wichtig z. B. im B2B-Bereich).

Du brauchst kein Mathe-Studium, um das zu verstehen. Du brauchst nur ein paar Grundprinzipien, ein Gefühl für typische Abzugshöhen und smarte Strategien, wie du mehr Netto aus deinem Brutto holst. Genau darum geht es in diesem Ratgeber.

Frau rechnet an Handy mit Laptop und Geld liegt auf dem Tisch
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Frau rechnet an Handy mit Laptop und Geld liegt auf dem Tisch

2. Zielklarheit: Warum dich Netto und Brutto von Anfang an begleiten

bigKARRIERE richtet sich an Schüler:innen, Azubis, Studierende und Berufseinsteiger:innen. Du entscheidest gerade, welchen Weg du gehst – Ausbildung, Studium, direkter Berufseinstieg oder vielleicht ein Studium in Deutschland. Egal, wie du dich entscheidest: Geld spielt immer eine Rolle.

Dieser Ratgeber soll dir:

  • helfen, Brutto und Netto im Gehalt zu verstehen (inkl. „3000 Brutto in Netto“, „4000 Brutto in Netto Steuerklasse 3“, „5000 Brutto in Netto“),
  • zeigen, wie Steuern und Sozialabgaben funktionieren und warum sie so stark reinhauen,
  • erklären, was hinter Netto und Brutto beim Preis steckt,
  • konkrete Praxisbeispiele liefern, damit du deine eigene Situation besser einschätzt,
  • dir Strategien geben, um mehr Netto zu behalten – gerade in Ausbildung, Studium, Praktikum oder beim Berufseinstieg,
  • und dir passende Next Steps zeigen, zum Beispiel zu Gehalt, Berufsstart und finanzieller Planung.

3. Bruttolohn vs. Nettolohn: Was alles von deinem Gehalt abgeht

3.1 Was genau ist dein Bruttolohn?

Dein Bruttolohn ist der Betrag, den ihr im Arbeitsvertrag festhaltet. Beispiel: „Gehalt: 3.000 € brutto im Monat“. Das klingt im ersten Moment nach sehr viel – bis du deine erste Abrechnung siehst.

Im Bruttolohn steckt:

  • dein Grundgehalt,
  • evtl. Zuschläge (Schichtzulagen, Sonntagszuschläge),
  • geldwerte Vorteile (z. B. Dienstwagen, Essenszuschüsse), wenn sie steuerpflichtig sind.

Aus deiner Sicht: Brutto ist der Startwert, Netto ist das Ergebnis nach allen gesetzlichen Spielregeln.

3.2 Was ist der Nettolohn?

Der Nettolohn ist der Betrag, der dir wirklich zur Verfügung steht. Also genau der Wert, den du auf dem Kontoauszug siehst.

Formelhaft:

Bruttolohn – Steuern – Sozialabgaben = Nettolohn

Zu den Abzügen gehören unter anderem:

  • Lohnsteuer
  • Solidaritätszuschlag (für sehr hohe Einkommen)
  • Kirchensteuer (wenn du Mitglied einer Kirche bist)
  • Beiträge zur:
    • Rentenversicherung
    • Krankenversicherung
    • Pflegeversicherung
    • Arbeitslosenversicherung

Je nach Gehalt, Steuerklasse, Bundesland, Krankenkasse und persönlichen Faktoren (Kinder, Kirche, etc.) fällt dein Netto sehr unterschiedlich aus.

4. Warum bleibt so wenig übrig? Steuerklassen, Sozialabgaben und kalte Progression

4.1 Steuerklassen: Kurzprofil für Einsteiger:innen

In Deutschland teilt das Finanzamt Arbeitnehmer:innen in Steuerklassen ein. Sie bestimmen, wie viel Lohnsteuer jeden Monat direkt vom Bruttolohn abgezogen wird.

Kurzüberblick:

  • Steuerklasse 1: ledig, geschieden, verwitwet, keine Kinderfreibeträge vom anderen Elternteil
  • Steuerklasse 2: alleinerziehend mit Anspruch auf Entlastungsbetrag
  • Steuerklasse 3: verheiratet, höhere:r Verdiener:in, Kombination mit Steuerklasse 5
  • Steuerklasse 4: verheiratet, beide ähnlich hohes Einkommen
  • Steuerklasse 5: verheiratet, niedrigere:r Verdiener:in, starke Abzüge
  • Steuerklasse 6: Zweitjob bzw. Nebenjob mit eigenem Arbeitsverhältnis

Für typische Berufseinsteiger:innen sind Steuerklasse 1 (Single) und später Steuerklasse 3 oder 4 (nach Heirat) relevant. Ein Brutto-Netto-Rechner 2026 zeigt dir, wie stark deine Steuerklasse dein Netto beeinflusst. Viele Online-Rechner gehen bereits auf die aktuellen Werte ein und berücksichtigen Entwicklungen beim Grundfreibetrag und bei Sozialabgaben. 

4.2 Sozialabgaben: Deine Pflichtbeiträge für Sicherheit

Neben der Lohnsteuer fließt ein großer Teil deiner Abzüge in die Sozialversicherungen. Du finanzierst damit:

  • Rentenversicherung: deine spätere Altersrente,
  • Krankenversicherung: medizinische Versorgung,
  • Pflegeversicherung: Absicherung bei Pflegebedürftigkeit,
  • Arbeitslosenversicherung: Unterstützung bei Jobverlust.

Die Beitragssätze werden gesetzlich festgelegt und regelmäßig angepasst. Für 2026 berücksichtigen aktuelle Bruttolohn-Netto-Rechner unter anderem:

  • ca. 9,3 % Arbeitnehmeranteil Rentenversicherung,
  • 7,3 % Krankenversicherung plus hälftiger Zusatzbeitrag (durchschnittlich 2,9 % Zusatzbeitrag),
  • 1,3 % Arbeitslosenversicherung,
  • ab 2,4 % Pflegeversicherung (mit Kind) – ohne Kind mehr. 

Diese Prozentsätze klingen auf den ersten Blick harmlos, summieren sich aber massiv, wenn du sie alle auf einmal abgezogen bekommst.

4.3 Kalte Progression: Warum mehr Brutto nicht automatisch „viel“ mehr Netto bedeutet

Deutschland nutzt einen progressiven Einkommensteuertarif. Das heißt:

  • mit steigendem Einkommen steigt dein Steuersatz,
  • jede zusätzlich verdiente Gehaltserhöhung unterliegt teils einem höheren Grenzsteuersatz.

Dabei verschiebt die Politik die Tarifzonen immer wieder nach oben, um die sogenannte kalte Progression abzufedern. Das passiert 2026 erneut: Der Grundfreibetrag steigt, die Tarife werden angepasst, gleichzeitig erhöhen sich aber auch Beiträge und Bemessungsgrenzen in Sozialversicherungen. 

Ergebnis: Du erhältst mehr Brutto – dein Netto wächst, aber weniger stark. Genau das fühlt sich schnell danach an, „dass am Ende immer weniger übrig bleibt“.

Mann sitzt vor Laptop und hält sich den Kopf
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Mann sitzt vor Laptop und hält sich den Kopf

5. Typische Praxisfragen: 3000 Brutto in Netto, 4000 Brutto in Netto Steuerklasse 3, 5000 Brutto in Netto

Du liest oft Beispiele wie „3000 Brutto in Netto“ oder „4000 Brutto in Netto Steuerklasse 3“ und willst ein Gefühl für Größenordnungen.

Wichtiger Hinweis: Exakte Beträge hängen von vielen Faktoren ab (Bundesland, Krankenkasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuer, Zusatzbeiträge). Die folgenden Übersichten dienen der Orientierung. Exakte Werte lieferst du dir am besten mit einem aktuellen Brutto-Netto-Rechner 2026, etwa wie sie von großen Portalen oder spezialisierten Gehaltsrechnern angeboten werden.

5.1 Wie viel ist 3000 € Brutto in Netto?

Orientierung, Steuerklasse 1, keine Kinder, ohne Kirchensteuer, Durchschnittswerte:

  • 3000 € brutto ergeben rund 2.000 bis 2.050 € netto.
  • Rund 950 € gehen an Steuern und Sozialabgaben.

In Steuerklasse 3 (verheiratet, höheres Einkommen) fällt die Lohnsteuer deutlich geringer aus. Dort liegen 3000 € brutto in Netto eher bei rund 2.300 €.

5.2 4000 Brutto in Netto Steuerklasse 3

Verheiratet, eine Person verdient deutlich mehr (Steuerklasse 3), die andere ist in Klasse 5:

  • 4.000 € brutto in Steuerklasse 3 ergeben rund 2.900 € netto,
  • in Steuerklasse 1 liegen 4.000 € brutto ungefähr bei 2.540–2.600 € netto.

Gerade beim Familienmodell „Klasse 3 + 5“ siehst du sehr klar, wie stark Steuerklassen dein Netto verschieben.

5.3 5000 Brutto in Netto: Wo landet das? 

Bei einem Gehalt von 5.000 € brutto monatlich, Steuerklasse 1, keine Kinder, ohne Kirchensteuer:

  • bleiben rund 3.000 € netto,
  • etwa 2.000 € gehen an Steuern und Sozialabgaben (also rund 40 %).

In Steuerklasse 3 pendelt sich der Nettolohn eher um 3.500 € ein. Mit steigenden Einkommen erhöhen sich vor allem der Anteil der Einkommensteuer und die Abgaben auf Sozialversicherungen wegen höherer Bemessungsgrenzen.

5.4 3000 Brutto in Netto Steuerklasse 3 und andere Varianten

Eine der häufigsten Google-Suchen lautet: „3000 brutto in netto Steuerklasse 3“. Auch hier gilt: Steuerklasse 3 fällt deutlich „freundlicher“ aus, weil sie höhere Freibeträge einbezieht und das gemeinsame Einkommen optimiert. Orientierungswert:

  • 3.000 € brutto in Netto Steuerklasse 3 bringen dir etwa 2.250–2.320 € netto.

Für andere Beträge (z. B. „3000 Brutto in Netto“ mit Steuerklasse 1) nutzt du am besten einen Netto-Brutto-Rechner, der das Steuerjahr 2026 bereits berücksichtigt.

6. Netto und Brutto beim Preis: Was du im Alltag wirklich zahlst

6.1 Unterschied zwischen Nettopreis und Bruttopreis

Neben deinem Lohn tauchen Netto und Brutto permanent im Alltag auf – bei Preisen.

  • Nettopreis: Preis ohne Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer).
  • Bruttopreis: Preis inklusive Mehrwertsteuer, also der Endpreis, den Privatkund:innen zahlen.

In Deutschland beträgt die reguläre Mehrwertsteuer aktuell 19 % (ermäßigt 7 % z. B. für viele Lebensmittel, Bücher, einige kulturelle Angebote).

6.2 Wann Netto-Preis, wann Brutto-Preis?

In vielen Angeboten für Unternehmen stehen Preise netto da, z. B. „49,99 € zzgl. MwSt.“. Der Grund: Unternehmen rechnen die Mehrwertsteuer in der Buchhaltung als Vorsteuer gegen die eigene Umsatzsteuer und tragen sie am Ende nur durch. Für Selbstständige und Firmen zählt deshalb oft der Nettopreis.

Für dich als Azubi, Student:in oder Angestellte:r ohne eigenes Unternehmen zählt am Ende immer der Bruttopreis auf dem Kassenzettel – genau dieser Betrag belastet dein Konto.

7. Warum fühlt es sich an, als würde „immer weniger übrig bleiben“?

Du arbeitest, dein Gehalt steigt vielleicht, aber dein Kontostand entwickelt sich nur langsam. Dieses Gefühl entsteht durch mehrere Effekte gleichzeitig.

7.1 Steuern steigen mit dem Einkommen

Mit jeder Gehaltserhöhung rutschst du ein Stück weiter in höhere Tarifzonen des progressiven Einkommensteuersystems. Gleichzeitig verschiebt der Gesetzgeber zwar regelmäßig die Tarife zum Ausgleich der Inflation, doch:

  • dein Grenzsteuersatz (also der Steuersatz auf den nächsten Euro Einkommen) liegt über deinem Durchschnittssatz,
  • jede zusätzliche Gehaltserhöhung wird dadurch stärker besteuert.

Du erlebst: Das Bruttogehalt wächst sichtbar, aber der Schritt im Nettolohn wirkt deutlich kleiner.

7.2 Sozialversicherungsbeiträge steigen mit

Mit steigendem Gehalt wachsen auch deine Beiträge zu:

  • Rentenversicherung,
  • Krankenversicherung (inkl. Zusatzbeitrag),
  • Pflegeversicherung,
  • Arbeitslosenversicherung.

Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen in vielen Bereichen regelmäßig. Für 2026 liegen sie beispielsweise höher als 2025: Sowohl bei Kranken- als auch bei Rentenversicherung wurden die Grenzen nach oben angepasst, dadurch fallen für Gutverdienende zusätzliche Beiträge an.

7.3 Inflation frisst Kaufkraft

Preissteigerungen sorgen dafür, dass du dir mit dem gleichen Nettolohn weniger leisten kannst. Selbst wenn dein Netto leicht wächst, bremst die Inflation deinen Lebensstandard. Du hast das im Portemonnaie – beim Einkauf, in der Mensa, in der WG.

7.4 Lebensstil und Fixkosten wachsen mit

Mit mehr Einkommen leistest du dir:

  • eine teurere Wohnung,
  • ein eigenes Auto oder häufiger Carsharing,
  • Urlaube,
  • ein neues Smartphone, Streaming-Abos und Co.

Dein Netto steigt zwar, aber dein Lebensstil zieht nach. Deshalb wirkt es oft so, als ob „nichts übrig bleibt“, obwohl dein Brutto höher liegt als früher.

Mann in blaue Hemd stapelt Münzen
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Mann in blaue Hemd stapelt Münzen

8. Netto-Brutto-Rechner 2026: So nutzt du Tools sinnvoll

Online findest du eine große Auswahl an Netto-Brutto-Rechnern und Brutto-Netto-Rechnern 2026. Viele sind an die aktuellen Steuerwerte und Sozialabgaben angepasst und liefern sehr genaue Näherungen.

8.1 Welche Angaben du brauchst

Für einen realistischen Wert trägst du ein:

  • Steuerjahr (z. B. 2026),
  • monatliches oder jährliches Bruttogehalt,
  • Steuerklasse,
  • Bundesland (relevant für Kirchensteuer, z. B. 8 % in Baden-Württemberg, 9 % in vielen anderen Bundesländern),
  • Kirchensteuer: ja oder nein,
  • gesetzliche oder private Krankenversicherung,
  • ggf. Kinder, Kinderfreibeträge, Freibeträge.

Ein guter Brutto-Netto-Rechner 2026 berücksichtigt außerdem:

  • aktuellen Grundfreibetrag,
  • angepasste Tarifeckwerte gegen kalte Progression,
  • aktualisierte Beitragssätze und Bemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen.

8.2 Typische Anwendungsfälle

  • Du überlegst, eine Gehaltsvorstellung zu formulieren und möchtest prüfen, wie viel Netto bei 3.000 € oder 3.500 € brutto ankommt. Passend dazu findest du bei bigKARRIERE einen Ratgeber, wie du deine Gehaltsvorstellung klug formulierst.
  • Du hast ein Angebot über 4.000 € brutto in Steuerklasse 3 und fragst dich, ob das deine aktuellen Lebenshaltungskosten deckt.
  • Du willst als Werkstudent:in wissen, ob du als Werkstudent oder in Teilzeit arbeiten möchtest, und rechnest mit einem Brutto-Netto-Rechner durch, wie viel du in beiden Modellen in Netto übrig hast. Sieh dir dazu unseren Guide Werkstudent vs. Teilzeit an.

9. Lohnabrechnung verstehen: Wo sich Netto und Brutto verstecken

Dein monatlicher Lohnzettel wirkt am Anfang wie ein eigenes Rätsel. Wenn du ihn lesen kannst, verstehst du genau, warum dein Nettolohn so aussieht, wie er aussieht.

9.1 Typische Bestandteile der Lohnabrechnung

Auf deiner Abrechnung findest du meistens:

  • Bruttolohn (Grundgehalt, evtl. Zuschläge),
  • Steuer-Brutto (manchmal anders als das Sozialversicherungs-Brutto, z. B. bei Sachleistungen),
  • Lohnsteuer,
  • Solidaritätszuschlag (bei sehr hohen Einkommen),
  • Kirchensteuer,
  • Sozialversicherungsbeiträge (RV, KV, PV, AV),
  • Nettolohn,
  • ggf. Auszahlungsbetrag, wenn Abschläge, Pfändungen oder Sachleistungen berücksichtigt werden.

Gerade für Azubis ist es wichtig, die erste Lohnabrechnung zu checken. Unser Artikel „So behältst du dein Azubi-Gehalt im Griff“ hilft dir zusätzlich bei Budget und Planung.

9.2 Warum dein Nettolohn manchmal schwankt

Selbst bei fixem Bruttogehalt verändert sich dein Nettolohn:

  • Krankenkassen ändern Zusatzbeiträge,
  • befristete Freibeträge laufen aus oder kommen dazu,
  • Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld beeinflussen die Lohnsteuer im Monat der Auszahlung.

Mit einem Blick auf die Abrechnung erkennst du schnell, ob alles stimmig ist oder ob du Rückfragen in der Personalabteilung stellst.

10. Stundenlohn und Teilzeit: Brutto-Netto-Rechner Stundenlohn

Gerade in Nebenjobs, im Werkstudierenden-Job oder in der Teilzeitstelle ist der Stundenlohn entscheidend. Du machst deine Planung häufig auf Basis von:

Stundenlohn × Stunden pro Monat = Bruttolohn

Ein Brutto-Netto-Rechner Stundenlohn hilft dir dann, aus diesem Bruttobetrag deinen Nettolohn abzuleiten. Besonders relevant:

  • Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du?
  • Bleibst du unter Minijob-Grenze oder darüber?
  • Liegst du als Werkstudent:in in einem Bereich, in dem du Sozialabgaben reduzierst, aber genug netto übrig behältst?

Wenn du gerade dein Studium mit Job kombinierst, lohnt sich auch ein Blick auf unseren Ratgeber zu BAföG und Nebenjob. Der zeigt dir, wie viel du verdienst, ohne Vorteile zu verlieren.

11. Netto und Brutto in der Ausbildung, im Studium und im Praktikum

11.1 Azubi-Gehalt: Brutto vs. Netto im ersten Job

Als Azubi freust du dich auf dein erstes eigenes Geld. Gleichzeitig wirken 1.000 € oder 1.200 € brutto schnell ernüchternd, wenn du sie mit dem Nettolohn vergleichst.

Typischer Fall:

  • 1.050 € brutto im 1. Lehrjahr
  • Steuerklasse 1, keine Kinder, gesetzlich versichert
  • Netto: rund 830–880 €, je nach Krankenkasse und Bundesland.

Gute Nachricht: Bei niedrigen Einkommen fällt oft keine oder sehr wenig Lohnsteuer an, weil du unter dem jährlichen Grundfreibetrag bleibst. Hauptabzüge sind dann die Sozialbeiträge.

Wenn du noch tiefer in Ausbildungsthemen einsteigen willst, findest du Input zu gut bezahlten Ausbildungsberufen im Artikel „Ausbildungsberufe mit Gehalt“ und zu deiner finanziellen Planung als Azubi im Beitrag „Finanztipps für Azubis“.

11.2 Praktika und Pflichtpraktika: Wann du Gehalt erhältst und was davon bleibt

Praktika laufen oft sehr unterschiedlich:

  • Pflichtpraktikum im Studium: Teilweise ohne Vergütung, teilweise mit Aufwandsentschädigung oder Gehalt. Unser Ratgeber „Pflichtpraktikum Gehalt“ erklärt dir die Details.
  • Freiwilliges Praktikum: hier greifen häufig die üblichen Regelungen zu Mindestlohn und Sozialversicherung.

Sobald du offiziell angestellt bist und Lohn erhältst, greifen auch die Regeln zu Brutto, Netto, Steuerklasse und Sozialabgaben. Ein Brutto-Netto-Rechner zeigt dir, wie viel vom Praktikumsgehalt bleibt.

12. FAQ zu Netto und Brutto

  • Wie viel ist 2500 € Brutto in Netto?

    Wie viel ist 2500 € Brutto in Netto?

    Bei 2.500 € brutto im Monat (Steuerklasse 1, keine Kinder, ohne Kirchensteuer, Durchschnittswerte 2026) liegen rund 1.750–1.880 € netto im typischen Bereich. In Steuerklasse 3 kann der Nettolohn bei gleicher Bruttosumme bei ca. 2.000 € oder leicht darüber liegen. Exakte Zahlen erhältst du mit einem aktuellen Brutto-Netto-Rechner 2026.

  • Wie viel ist 3000 € Brutto in Netto?

    Wie viel ist 3000 € Brutto in Netto?

    Für 3.000 € brutto monatlich, Steuerklasse 1, keine Kinder, ohne Kirchensteuer, pendelt sich der Nettolohn häufig bei rund 2.000–2.050 € netto ein. In Steuerklasse 3 (verheiratet, höheres Einkommen) liegt der Nettolohn für 3000 Brutto in Netto eher bei ca. 2.250–2.320 €. Nutze einen Netto-Brutto-Rechner mit Steuerjahr 2026, um deine individuelle Situation zu berechnen.

  • Was ist der Unterschied zwischen Nettolohn und Bruttolohn?

    Was ist der Unterschied zwischen Nettolohn und Bruttolohn?

    Der Bruttolohn ist dein vereinbartes Gehalt vor allen Abzügen. Der Nettolohn ist der Betrag nach Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer (falls du in der Kirche bist) und Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung). Brutto zeigt, wie viel dein Arbeitgeber insgesamt für deine Arbeitsleistung ansetzt, Netto zeigt, was bei dir ankommt.

  • Was ist der Unterschied zwischen Nettopreis und Bruttopreis

    Was ist der Unterschied zwischen Nettopreis und Bruttopreis

    Der Nettopreis ist der Preis ohne Mehrwertsteuer, der Bruttopreis ist der Preis inklusive Mehrwertsteuer. Privatkund:innen zahlen immer den Bruttopreis, also z. B. 119 € für einen Artikel mit 100 € Nettopreis und 19 € Umsatzsteuer. Unternehmen interessieren sich oft für den Nettopreis, weil sie die Mehrwertsteuer als Vorsteuer verrechnen.

  • Wie funktioniert ein Brutto-Netto-Rechner 2026?

    Wie funktioniert ein Brutto-Netto-Rechner 2026?

    Ein Brutto-Netto-Rechner 2026 nutzt dein Bruttogehalt, deine Steuerklasse, dein Bundesland, deine Kirchenzugehörigkeit, Kinderfreibeträge und Angaben zur Krankenversicherung, um für das Steuerjahr 2026 dein Nettogehalt zu schätzen. Die Tools berücksichtigen aktuelle Werte zum Grundfreibetrag, Steuertarif und zu Sozialabgaben. Du siehst damit in Sekunden, wie viel Nettolohn vom Bruttolohn bleibt.