Einstiegsgehälter: Was ist realistisch?
Einstiegsgehälter richtig einschätzen: Erfahre, was nach Ausbildung oder Studium realistisch ist, welche Faktoren dein Startgehalt prägen und Orientierung.
Einstiegsgehälter richtig einschätzen: Erfahre, was nach Ausbildung oder Studium realistisch ist, welche Faktoren dein Startgehalt prägen und Orientierung.
Du planst deinen Berufseinstieg und fragst dich, wie Einstiegsgehälter in verschiedenen Berufen aussehen, was „normal“ ist und wo du selbst liegst? bigKARRIERE nimmt dich hier Schritt für Schritt mit durch den Gehaltsdschungel – verständlich, transparent und ohne Fachchinesisch.
Einstiegsgehälter sind die Gehälter, die du in deinem ersten „richtigen“ Job nach Ausbildung oder Studium erhältst. Also nicht dein Azubi‑Gehalt oder Minijob, sondern das Gehalt im ersten festen Job mit Abschluss in der Tasche.
Wichtig für dich:
Warum dich das interessieren sollte:
Dein Startgehalt legt die Basis für spätere Gehaltssteigerungen. Wer zu niedrig einsteigt, holt das später oft nur schwer auf. Gleichzeitig bringt dir der größte Betrag nichts, wenn du dich dafür komplett aufreibst oder in einer Branche landest, die gar nicht zu dir passt.
Wenn du tiefer in das Thema Arbeitsvertrag und Verhandlung einsteigen willst, hilft dir unser Ratgeber Arbeitsvertrag verhandeln.
Viele fragen sich: „Wie viel Einstiegsgehalt ist normal?“ Die ehrliche Antwort: Es hängt von mehreren Faktoren ab. Klingt erstmal nervig, gibt dir am Ende aber viel Kontrolle, weil du die Stellschrauben kennst.
Die wichtigsten Einflussfaktoren auf dein Einstiegsgehalt:
Merke dir:
Gleicher Abschluss, gleicher Beruf – trotzdem unterschiedliche Einstiegsgehälter, weil Branche, Standort und Unternehmensgröße mitspielen.
Wenn du dich gerade grundsätzlich fragst, ob Ausbildung oder Studium besser zu dir passt, schau dir unseren Guide Ausbildung oder Studium an.
Bevor wir in einzelne Berufe gehen, brauchst du ein Gefühl für den Rahmen.
Grobe Orientierung (Vollzeit, Deutschland, jüngste Auswertungen):
Diese Zahlen liefern erstmal nur den Rahmen. Spannend wird es, wenn du dir einzelne Bereiche anschaust.
Auszubildende in Deutschland erhalten im Schnitt über alle Ausbildungsjahre hinweg rund 1.100–1.250 Euro brutto im Monat.
Nach der Ausbildung steigst du in den ersten Job meist mit einem deutlich höheren Gehalt ein.
Typische Einstiegsgehälter nach Ausbildung (Vollzeit):
Wenn du dich für gut bezahlte Jobs ohne Studium interessierst, lohnt ein Blick auf unseren Artikel gut bezahlte Jobs mit Realschulabschluss und die Übersicht Ausbildungsberufe mit hohem Gehalt.
Ein Bachelorabschluss bringt dich einkommensmäßig auf das nächste Level. Studien zeigen:
Richtwerte für Einstiegsgehälter mit Bachelor:
Wenn du noch mit der Studienwahl kämpfst, hilft dir unser Guide Studienwahl leicht gemacht.
Mit Masterabschluss steigst du meistens 5–15 % höher ein als mit Bachelor.
Beispiele:
Ob sich das Masterstudium für deine Karriere lohnt, erfährst du im Ratgeber Masterstudium: notwendig für die Karriere?
Die Frage „Was sind gute Einstiegsgehälter?“ beantwortest du am besten relativ zum Berufsfeld. 40.000 Euro können in einem Bereich top sein und in einem anderen unterer Rand.
Ingenieur:innen gehören seit Jahren zur Gehaltsspitze beim Einstieg.
Aktuelle Auswertungen zeigen:
Einordnung:
Für Ingenieur:innen gelten Einstiegsgehälter von 48.000–55.000 Euro als sehr solide, in Top‑Branchen und Konzernen liegen Angebote teils noch höher.
Wenn du mehr zum Arbeiten als Ingenieur:in lesen willst, findest du bei unseren Berufsbildern spannende Einblicke, zum Beispiel unter Industriemechaniker:in.
Bei BWL hängt dein Einstiegsgehalt extrem von Branche, Jobprofil und Unternehmensgröße ab.
Orientierung:
Wenn du dich für Marketing‑Berufe interessierst, check unseren Überblick zu Berufen mit Marketing‑Schwerpunkt.
IT‑Fachkräfte starten fast überall mit starken Einstiegsgehältern, weil der Fachkräftemangel real ist.
Typische Spannen:
Besonders gut laufen hier: Softwareentwicklung, Data Science, IT‑Security, Cloud.
Naturwissenschaftliche Abschlüsse bringen unterschiedliche Gehaltsniveaus:
Gerade bei diesen Fächern lohnt eine gezielte Branchenwahl, wenn dir ein höheres Einstiegsgehalt wichtig ist.
Hier schlägt das Herz, nicht das Konto – und trotzdem brauchst du Geld zum Leben.
Einstiegsgehälter nach Ausbildung oder Studium in sozialen Bereichen (Richtwerte):
Mehr zum Arbeiten in der Pflege findest du im Beitrag Pflegefachkraft werden oder im Artikel Karriere in der Pflege.
Design, Musik, Journalismus, Social Media – viele Träume, oft zähe Gehälter zum Einstieg.
Realistische Spannen:
Wenn du dich für kreative Berufe interessierst, inspirieren dich vielleicht die kreativen Ausbildungsberufe oder der Weg zum Berufswunsch Blogger:in.
Selbst mit demselben Abschluss, demselben Beruf und vergleichbarer Erfahrung wirken drei Hebel massiv auf dein Einstiegsgehalt:
Gehaltsanalysen zeigen: In Bundesländern wie Hamburg, Hessen, Baden‑Württemberg liegen Durchschnittsgehälter deutlich höher als in ostdeutschen Flächenländern.
Hintergrund:
Ein und derselbe Beruf bringt je nach Branche komplett andere Zahlen.
Beispiel Ingenieurwesen:
Richtlinie:
Bei deiner Recherche helfen dir gut strukturierte Stellenausschreibungen und Gehaltsreports. Parallel lohnt ein Blick auf unsere Artikel zu Deutschlands größten Arbeitgebern: Arbeiten beim Riesen.
Einstiegsgehälter werden fast immer als Bruttojahresgehalt angegeben, also zum Beispiel:
Wie viel Netto davon übrig bleibt, hängt ab von:
Viele Portale unterscheiden inzwischen zwischen Durchschnittsgehalt und Median:
Für dich ist der Median meist realistischer, weil extrem hohe Top‑Gehälter den Durchschnitt verzerren.
Richtlinie für „gut“ – natürlich abhängig von Beruf und Standort:
Viel spannender als starre Zahlen: Vergleiche dich immer mit deinem Berufsfeld, deiner Region und deinen Qualifikationen.
Bevor du anwenderst oder verhandelst, brauchst du harte Fakten.
Schritt‑für‑Schritt‑Checkliste:
Beruf und Branche festlegen
Studienabschlüsse berücksichtigen
Region bestimmen
Gehaltsportale und Studien nutzen
Stellenanzeigen systematisch auswerten
Netzwerk nutzen
Mit diesen Infos baust du dir deine persönliche Gehaltsrange:
Untergrenze, Wunschwert, obere Grenze.
Auch beim Einstieg gilt: Gehalt ist verhandelbar. Viele machen sich klein, weil sie „noch keine Erfahrung“ haben. Du bringst aber Ausbildung, Studium, Praktika, Engagement und Persönlichkeit mit – das zählt.
Checkliste:
Details zur Formulierung deiner Gehaltsvorstellung findest du im Ratgeber Gehaltsvorstellung richtig formulieren.
Im Lebenslauf oder Anschreiben wirkt klar und souverän zum Beispiel:
Im Gespräch arbeitest du mit klarer Körpersprache, ruhiger Stimme und guten Argumenten. Wenn dich Gehaltsverhandlungen nervös machen, hilft dir unser Beitrag zu Angst vor dem Vorstellungsgespräch.
40.000 oder 45.000 Euro wirken auf den ersten Blick riesig. Schau trotzdem auf das Gesamtpaket:
Viele unterschätzen sich beim Einstieg:
„Alles unter 60.000 ist keine Option“ – mit Bachelor in einem niedriger vergüteten Bereich, ohne Praxis, mitten in einer wirtschaftlich angespannten Phase, wirkt das auf Recruiter:innen realitätsfern.
Besser:
Realistische Spanne, offen für Entwicklungsschritte, Fokus auf Lernkurve und Perspektive.
Wenn du später das Gefühl hast, du steckst im falschen Job fest, hilft dir der Beitrag beruflich neu orientieren.
Die Frage „Bachelor oder Master?“ hängt direkt mit dem Thema Gehalt zusammen.
Vorteile:
Vorteile:
Kurz gesagt:
Mehr dazu im Ratgeber berufsbegleitend Master studieren und im Artikel Regelstudienzeit & Co..
Hinweis: Richtwerte, Ziel: Gefühl für Größenordnungen. Einzelne Angebote weichen nach Region, Branche, Tarif und Markt stark ab.
Viele unterschätzen den Weg über die Ausbildung – dabei bieten einige Ausbildungsberufe später sehr starke Gehälter.
1. Industrie, Metall, Chemie
Tarifgebundene Unternehmen zahlen hier hohe Ausbildungsvergütungen und starke Gehälter nach bestandener Prüfung.
2. Öffentlicher Dienst
Tarifverträge regeln hier Gehälter transparent.
3. IT‑Ausbildungsberufe
Fachinformatiker:in, IT‑Systemelektroniker:in & Co. profitieren stark vom Fachkräftemangel.
Wenn du dich für Ausbildungen mit Top‑Verdienst interessierst, führt kein Weg an Ausbildungsberufe mit hohem Gehalt vorbei.
Die Entscheidung für ein Studium hat stärker mit deinen Interessen zu tun als mit dem Gehalt – trotzdem hilft dir ein Blick auf typische Einstiegsgehälter nach Studium.
Unser Artikel einfachste und schwierigste Studiengänge gibt dir dazu mehr Kontext – inklusive Jobchancen nach dem Studium.
Heißt nicht, dass du davon die Finger lässt. Es hilft dir aber bei der Planung deines Lebensstandards, deiner Wohnsituation und möglicher Nebenjobs.
Statt dich an einer Zahl festzubeißen, die auf TikTok oder in Foren herumgeistert, arbeitest du mit realistischen Zielkorridoren.
So gehst du vor:
Ein Gehalt ist eine Momentaufnahme. Spannend ist, wie schnell es steigt und welche Benefits drumherum stehen.
Typische Bestandteile des Gesamtpakets:
Du hast mehrere Zusagen, aber die Einstiegsgehälter liegen unter dem, was du erhofft hast? Oder du bist schon gestartet und merkst, dass du im Vergleich eher niedrig verdienst?
Handlungsoptionen:
Wichtig: Du bist nicht an dein Einstiegsgehalt gebunden. Viele steigen innerhalb der ersten drei Jahre deutlich auf, wenn Leistung, Timing und Verhandlung zusammenpassen.
Ob 2.000 Euro netto wenig oder ausreichend wirken, hängt von deiner Situation ab: Wohnort, Miete, Schulden, Familienstatus. Orientierst du dich am aktuellen durchschnittlichen Einkommen in Deutschland, liegen viele Vollzeit‑Beschäftigte irgendwo um die 2.300–2.800 Euro netto, je nach Branche und Berufserfahrung.
Für ein Einstiegsgehalt nach Ausbildung mit 2.000 Euro netto liegst du in vielen Berufen im soliden Bereich. In teuren Großstädten mit hohen Mieten fühlt sich derselbe Betrag deutlich knapper an als in kleineren Städten.
Ein Einstiegsgehalt von 45.000 Euro brutto im Jahr zählt in vielen Fällen zu den guten Einstiegsgehältern, vor allem wenn du mit Bachelorabschluss in den Job startest. In Ingenieur‑ oder IT‑Berufen liegt dieser Wert eher im Mittelfeld, in Geistes‑ oder Sozialwissenschaften schon deutlich über dem, was viele Absolvent:innen erhalten. Entscheidender ist, ob 45.000 Euro zu deinem Berufsfeld, deiner Region und deinem Abschluss passen und wie deine Entwicklungsperspektive aussieht.
Ein Einstiegsgehalt von 45.000 Euro brutto im Jahr zählt in vielen Fällen zu den guten Einstiegsgehältern, vor allem wenn du mit Bachelorabschluss in den Job startest. In Ingenieur‑ oder IT‑Berufen liegt dieser Wert eher im Mittelfeld, in Geistes‑ oder Sozialwissenschaften schon deutlich über dem, was viele Absolvent:innen erhalten. Entscheidender ist, ob 45.000 Euro zu deinem Berufsfeld, deiner Region und deinem Abschluss passen und wie deine Entwicklungsperspektive aussieht.
Was als normales Einstiegsgehalt gilt, schwankt stark nach Abschluss und Beruf. Grob gesagt: Nach Ausbildung liegen viele Einstiegsgehälter zwischen 24.000 und 33.000 Euro Jahresbrutto, nach Bachelorstudium häufig zwischen 35.000 und 40.000 Euro, nach Master bewegst du dich oft im Bereich 43.000 bis 50.000 Euro. In gefragten Feldern wie Ingenieurwesen, IT oder Finance fallen Einstiegsgehälter nach Studium meist höher aus als in kreativen oder sozialen Berufen.
Gute Einstiegsgehälter erkennst du daran, dass sie im oberen Bereich der üblichen Spanne deines Berufsfeldes liegen. Ein:e Ingenieur:in mit Master startet mit 52.000 Euro eher gut, eine Pflegefachkraft mit Tarifvertrag und rund 3.100 Euro brutto monatlich ebenfalls. Für BWL‑Absolvent:innen mit Master gelten 50.000–53.000 Euro aktuell als starkes Einstiegsniveau, während in sozialen oder kreativen Berufen schon 36.000–40.000 Euro deutlich über dem Durchschnitt liegen. Wichtig: Gute Einstiegsgehälter passen immer zum Job, zur Region und zu deinem Profil.
Starte mit drei Fragen: Welcher Beruf? Welche Region? Welcher Abschluss? Dann checkst du aktuelle Gehaltsstudien, Tarifverträge und Stellenanzeigen und sprichst mit Leuten, die schon im Job sind. Aus diesen Infos baust du dir eine persönliche Spanne, zum Beispiel „38.000–42.000 Euro nach Bachelor“ oder „48.000–52.000 Euro nach Master“. Das hilft dir, realistisch zu planen, deine Gehaltsvorstellung sicher zu formulieren und nicht unter Wert zu starten.
Viele Arbeitgeber planen erste Gehaltssprünge nach Probezeit oder nach ein bis zwei Jahren ein, vor allem wenn du Verantwortung übernimmst, Projekte erfolgreich abschließt oder neue Skills aufbaust. In den ersten fünf Berufsjahren legen die Gehälter bei vielen Fachkräften deutlich zu. Wer gezielt an Kompetenzen, Netzwerk und Position arbeitet, hat die besten Chancen, das Einstiegsgehalt zügig hinter sich zu lassen.
Ein niedrigeres Einstiegsgehalt kann sinnvoll sein, wenn du dafür in einen Job mit hoher Lernkurve, starkem Netzwerk und guten Aufstiegschancen startest. Wichtig ist, dass du nicht dauerhaft auf dem niedrigen Niveau hängenbleibst: Halte fest, wann ein Gespräch zur Gehaltsentwicklung ansteht, und nutze Feedback‑ und Entwicklungsgespräche, um über steigende Gehälter zu sprechen. Hilfestellung dazu findest du in unserem Artikel zu Feedbackgesprächen im Job.